Mitteldeutscher BC: Heimsieg gegen Phoenix Hagen

09.02.2014 – PM:

Der Mitteldeutsche Basketball Club (BC) gewinnt mit 76:70 (39:33) verdient auch das Rückspiel gegen Phoenix Hagen. Über 40 Minuten führte das Team von Headcoach Silvano Poropat vor über 2.450 Fans im Wolfsbau. Topscorer der Partie war Marcus Hatten (17), dicht gefolgt von Rückkehrer Michael Cuffee (16).

Der Mitteldeutsche Basketball Club gewinnt mit 76:70 gegen Phoenix Hagen - Foto:  Matthias Kuch, www.simon-werbung.de
Mitteldeutscher BC gewinnt mit 76:70 gegen Phoenix Hagen
Foto: Matthias Kuch, www.simon-werbung.de

Der Mitteldeutsche BC hatte sich nach der Pleite in Bremerhaven sichtlich etwas vorgenommen. Hellwach und mit viel Leidenschaft präsentierten sich die Wölfe im Rückspiel gegen Phoenix Hagen, in dem eigentlich die Gäste auf Revanche aus waren. Vor genau vier Wochen gewannen die Wölfe das letzte Spiel der Hinrunde bei Phoenix Hagen mit 80:73. Und schon damals zeigten die Wölfe, dass sie die Mittel haben die zweitbeste Offensive der Liga zu stoppen. Gegen kein anderes Team der Beko BBL markierte das Team von Ingo Freyer weniger Zähler als gegen die Wölfe.

Der Mitteldeutsche BC legt schnell vor und war nach drei Dreiern von Kovacevic, Caloiaro und Cuffee schon in der vierten Minute auf 11:2 davongeilt. Auf der Gegenseite tat dem MBC vor allem Big Man Dino Gregory immer wieder weh, der im ersten Viertel auf sechs Punkte kam. Am Ende des ersten Viertels führte der MBC mit 20:12 und die Atmosphäre im Wolfsbau versprach einen packenden Basketballabend.

Packend und vor allem knapper ging es auch im zweiten Abschnitt weiter. Die Gäste aus dem Ruhrpott starteten mit einem 8:2-Sprint und konnten den Rückstand fast aufholen. Erst zwei Dreier von Kovacevic und Hatten ließen den Puls der MBC-Fans sinken und den Club auf 37:29 ausbauen. Von der Freiwurflinie versenkte David Bell die letzten Zähler der ersten Halbzeit zum 39:33-Pausenstand aus MBC-Sicht.

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich vor allem Rückkehr Michael Cuffee in Galaform. Nach fast zehnwöchiger Verletzungspause war der US-Flügelspieler heute einer der Sieggaranten. Entsprechend frenetisch wurde der Auftritt von den MBC-Fans auch gefeiert. Michael Cuffee eröffnete die zweite Halbzeit im Alleingang mit 9 Zählern, bevor Angelo Caloiaro und Marcus Hatten den 13:0-Lauf komplettierten. Der MBC führte nach 24 Minuten jetzt komfortabel mit 52:33 gegen das letztjährige Play-Off-Team. Vier Minuten später konnte Allstar Caloiaro diese Führung sogar auf 62:39 ausbauen. Vor allem der gnadenlose Kampf um jeden Ball ließ den MBC hier dominieren. Das Rebounding ging mit 51:35 klar an die Wölfe, allein Center Djordje Pantelic sackte 16 Abpraller ein. Doch wer glaubte, dass dies ein ruhiger und entspanntes Spiel für die Wölfe werden sollte, der sah sich trotz der hohen 64:48-Führung des MBC getäuscht.

Atemlose Spannung sollte auch das zwanzigste Ligaspiel für die Besucher der Stadthalle bereithalten. So stark wie der MBC ins dritte Viertel startete, tat dies jetzt Phoenix Hagen. Nur vier Minuten brauchten Dorris und Co. um den Rückstand auf eine einstellige Punktezahl zu verkürzen (64:57). Doch es sollte noch knapper werden: Nach zwei Zählern von Ramsey zum 68:65 war wieder alles drin in einem doch schon zuvor entschieden geglaubten Spiel. Vor allem mit taktischen Fouls versuchte Hagen die ausgelaugten Wölfe auszuspielen. Und dieser Plan schien auch aufzugehen. Denn von den 14 Freiwürfen in den letzten drei Minuten vergaben die Wölfe ganze sechs „einfache“ Zähler. Doc auch auf der Gegenseite verhinderte eine Bollwerk-Defense fast alle Punkte der Gäste. Lediglich zwei Punkte von Henry Dugat gelangen Phoenix Hagen in den letzten drei Minuten. Den Endstand zum 76:70 machte Larry Gordon mit dem Ablauf der Spieluhr.

Durch den neunten Saisonsieg verschaffen sich die Wölfe wieder fünf Siege Vorsprung auf die Abstiegsplätze und rangieren zumindest über Nacht auf dem 9. Tabellenplatz, mit einem Sieg Rückstand auf Ludwigsburg.

Headcoach Silvano Poropat nach dem Spiel: „Ich gratuliere meinem Team zu einem absolut verdienten Sieg. Gefühlt waren wir 35 Minuten das bessere Team. Fünf Minuten muss man sagen war Hagen das bessere Team, aber nur die fünf Minuten. Aufgrund der Tatsache, dass wir von der ersten bis zur letzten Minute geführt haben, kann man davon reden, dass es ein verdienter Sieg war. Wir haben es heute zum zweiten Mal geschafft Phoenix Hagen auf die schlechteste Offensive zu bringen, da kann man nicht mehr von Zufall sprechen.“

Mitteldeutscher BC: Schwarz, Simon, Hatten (17), Kovacevic (12), Pantelic (8, 16 Rebounds), Cuffee (16), Leutloff (2), Hain, Caloiaro (16), Meiers (5)

Phoenix Hagen: Bell (16), Dugat (18), Bleck, Krume, Kruel, Wendt, Gordon (14), Gregory (8), Dorris (10), Ramsey (4)

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