Silvano Poropat: „Immer die richtige Balance finden“

27.11.2014 – PM MBC:

Coach Silvano Poropat vom Mitteldeutschen Basketball Club: „Heimspiel in Leipzig“

Das 1. MBC Event Game am Samstagabend (20.30 Uhr) in der Arena Leipzig gegen die FRAPORT SKYLINERS Frankfurt steht unmittelbar bevor. Im Vorfeld konnte ein Interview mit dem Trainer des Mitteldeutschen Basketball Clubs, Silvano Poropat, geführt werden.  

Interview mit Silvano Poropat: „Immer die richtige Balance finden“ – Foto: Simon Werbung, Kuch

 

Herr Poropat, was erwarten Sie vom 1. MBC Event Game am Samstag gegen Frankfurt in der Arena Leipzig?

Silvano Poropat: „Sportlich erwarte ich, dass wir wie immer alles geben und ein gutes Spiel abliefern werden. Ansonsten hoffe ich auf eine gut gefüllte Halle und eine entsprechend gute Atmosphäre, in der wie uns rasch wohl und heimisch fühlen.“

Fremde Halle, fremder Parkettboden, fremde Körbe – kann überhaupt von einem Heimspiel die Rede sein?

Silvano Poropat: „Wenn die Arena gut gefüllt ist, dann kann man durchaus von einem Heimspiel sprechen. Unser Heimspiel gegen den FC Bayern München im Januar dieses Jahres vor 7.300 Zuschauern in der Arena hat gezeigt, was möglich ist: Das war ein großartiges Erlebnis, die Stimmung war phänomenal. Auch in dieser Saison baue ich wieder auf die Unterstützung unserer mitreisenden Fans gepaart mit der Sportbegeisterung des Leipziger Publikums. Das wird uns als Mannschaft helfen. Am Freitag werden wir in der Arena trainieren, eventuell noch einmal am Samstagvormittag – das werde ich kurzfristig entscheiden.“

Worauf wird es gegen Frankfurt ankommen?

Silvano Poropat: „Die Skyliners haben viele Verletzte und angeschlagene Spieler, man weiß nicht genau, mit welcher Aufstellung sie letztendlich auflaufen werden. Sie haben aber einen gut besetzten Kader, so dass sie es verkraften können, wenn der eine oder andere fehlt. Zuletzt haben sie auch ihren Rhythmus gefunden und am vergangenen Wochenende einen überzeugenden Sieg gegen Tübingen eingefahren. Die große Stärke der Frankfurter ist auf jeden Fall deren Verteidigung. Das heißt, es wird in erster Linie darauf ankommen, wie wir im Angriff spielen, wie wir Frankfurt attackieren und wie wir es schaffen, zu freien Würfen zu kommen. Im Angriff spielen die Skyliners – genau wie wir – sehr strukturiert. Es könnte also in manchen Phasen ein etwas langsameres Spiel werden. In jedem Fall werden wieder Kleinigkeiten entscheiden wie Rebounds, Ballkontrolle und Spielrhythmus.“

Mit sieben Siegen aus den ersten neun Spielen und Tabellenplatz vier ist der Mitteldeutsche Basketball Club so gut wie noch nie in seinen mittlerweile zehn Bundesliga-Jahren gestartet. Ist Ihnen diese Erfolgsserie nicht langsam unheimlich?

Silvano Poropat: „Ich muss zugeben: Es ist ein schönes Gefühl, wenn man auf die Tabelle guckt. Aber wir müssen aufpassen, dass die Euphorie nicht zu groß wird. Man muss immer die richtige Balance finden: Wenn man gewinnt, darf man nicht übermütig werden und denken, dass fortan alles von alleine läuft. Und wenn man verliert, ist es nicht das Ende der Welt. Bislang haben wir einfach den Spielplan gut ausgenutzt. Von den sieben Siegen waren sechs gegen Mannschaften, die das gleiche Ziel haben wie wir: den Klassenverbleib. Wir haben alle sechs gewonnen. Die einzige Überraschung war der Sieg im Artland. Aber zurück zu Ihrer Frage: Warten wir mal die Hinrunde ab. Wenn wir dann immer noch so weit oben stehen, dann kann man sagen: Ja, das ist unheimlich. Jetzt noch nicht.“

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