Digitalisierung der Automobilindustrie: Was können wir erwarten ?

Digitalisierung Automobilindustrie - Copyright: https://pixabay.com/photos/car-vehicle-automobile-auto-6915641/ - Lizenz: Pixabay Licence.
Digitalisierung Automobilindustrie – Copyright: https://pixabay.com/photos/car-vehicle-automobile-auto-6915641/ – Lizenz: Pixabay Licence.

Digitalisierung der Automobilindustrie: Was können wir erwarten?

Die immer weiter voranschreitende Digitalisierung unserer Welt beeinflusst inzwischen fast alle Aspekte unseres Lebens. Ganz egal, ob Freizeit, Beruf oder soziale Interaktionen: Es gibt so gut wie keinen Bereich mehr, in dem wir nicht auf digitale Helferlein zurückgreifen, die unser Leben einfacher, sicherer und erfolgreicher machen.

15.04.2022SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Dieser Trend hat inzwischen auch die Automobilindustrie erfasst. Tatsächlich gehört die Autobranche zu den Sparten, die sich in den nächsten Jahren aufgrund der Digitalisierung am stärksten verändern werden. Was das genau für dich als Nutzer bedeutet, ab wann die neuesten Trends der Automobilindustrie auf den Markt kommen und wie du im Auto möglicherweise schon bald deine Lieblingsspiele auf slotozilla.com zocken kannst, haben wir im folgenden Artikel für Sie zusammengefasst.

Digitalisierung zukünftig entscheidend für Autobranche

Experten der Automobilindustrie gehen davon aus, dass die Zahl an Autos 2025 in Europa ihren Höhepunkt erreichen wird. Danach wird die Anzahl der genutzten Fahrzeuge jedes Jahr weiter abnehmen. In Verbindung mit immer schärferen Umweltgesetzen stellt dies die Branche vor völlig neue Herausforderung – für die Automobilindustrie bricht ein neues Zeitalter an!

Die Digitalisierung ist für viele dieser Herausforderungen, allen voran die zukünftig zurückgehenden Verkaufszahlen der Branche, verantwortlich. Gleichzeitig ist die Digitalisierung aber, auch die Antwort und daher zukünftig für die Autobranche überlebenswichtig: Denn einerseits lassen sich damit vor allem in der Produktion massiv Kosten sparen.

Gleichzeitig wird die Digitalisierung aber zukünftig auch neue Gewinne realisieren: Denn während die Experten davon ausgehen, dass der Umsatzanteil der traditionellen Bereiche Autoverkauf, Teile und Aftersales zukünftig von 70 auf etwa 55 Prozent schrumpfen wird, so soll der Anteil neuer Technologien laut den Prognosen in den nächsten Jahren von 5% auf mehr als 25% steigen.

Kein Wunder also, dass die Autobranche zu den Industrien gehört, die aktuell am meisten in die Digitalisierung des eigenen Geschäftswesens investieren. In welchen Bereichen sich dabei aktuell besonders viel tut und wie das Autofahren künftig für den Nutzer aussehen könnte, verraten wir in den nächsten Abschnitten.

Digitale Produktion und Logistik: Industrie 4.0

Einer der Bereiche, in denen die Digitalisierung in der Autobranche bereits vollständig angekommen ist, ist die Produktion. Denn dadurch, dass den Autoherstellern inzwischen mehr Daten über ihre Kunden als jemals zuvor zur Verfügung stehen, können Bestell-Trends besser vorausgesagt werden. Dadurch können die Fahrzeugbauer effektiver die Produktion der Modelle priorisieren, die zukünftig auch am meisten bestellt werden.

Die Industrie 4.0 hat aber auch in der tatsächlichen Fertigung Einzug gehalten. Immer größere Teile der Herstellung von Autos laufen automatisch ab. Der Mensch nimmt hier oft nur noch eine Kontrollfunktion ein. Außerdem kann so auch die Individualisierbarkeit der Produkte deutlich erhöht und deren Produktionszeit gleichzeitig gesenkt werden. Der Kunde bekommt zukünftig also nicht nur schneller das bestellte Auto, sondern kann dieses auch noch genau an die eigenen Wünsche und Vorstellungen anpassen.

Aber auch in der weiteren Wertschöpfungskette werden digitale Werkzeuge immer wichtiger. So zum Beispiel in der Logistik. Denn inzwischen sind so gut wie alle Verschleißteile in einem Auto mit Sensoren ausgestattet, die es den Herstellern erlauben, genau vorherzusagen, wann du als Kunde ein neues Teil, wie z. B. neue Bremsen benötigst. Die Nutzererfahrung wird so natürlich verbessert.

Das Auto für alle

Wie bereits erwähnt, so geht die Branche davon aus, dass die Anzahl der gekauften Autos zukünftig sinken wird. Das liegt vor allem auch daran, dass Autos künftig wohl nicht mehr als individueller Besitz, sondern vielmehr als geteiltes Fahrzeug für alle genutzt werden wird. Mehrere Autobauer, allen voran BMW und Mercedes-Benz sind in den Markt des Carsharings bereits eingetreten.

Dabei gibt es aktuell vor allem zwei verschiedene Modelle. Da wäre einmal das Carpooling, das mehrere Autonutzer, die in dieselbe Richtung fahren wollen, miteinander verbindet. Dadurch wird das Autofahren nicht nur deutlich billiger, sondern auch nachhaltiger. Der einzige Preis dafür ist ein kleiner Umweg.

Darüber hinaus dürfte in Zukunft auch das traditionelle Carsharing immer beliebter werden. Dabei ermittelst du über eine App, wo sich das nächste verfügbare Auto befindet, wie voll dessen Tank ist und was dich eine Miet-Fahrt kostet. Anschließend stellst du das Auto ganz einfach an deinem Zielort ab, bis der nächste Nutzer nach einer Fahrgelegenheit sucht. So genießt jeder Kunde den Luxus eines privaten Autos für die Fahrt, ohne tatsächlich ein Auto besitzen zu müssen.

Konnektivität und Gaming im Auto

Auch die Autos selbst werden immer digitaler und vernetzter. Die Kunden scheinen das zu schätzen zu wissen. Denn laut einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey sind 20% aller Autofahrer dazu bereit, die eigene Marke zu wechseln, wenn sie dadurch mehr Konnektivität erhalten. Bei den Vielfahrern erhöht sich der Anteil sogar auf 40%.

Die Konnektivität, die sich die Kunden dabei wünschen, spielt sich vor allem rund um den Fahrer ab. Dienste wie Bluetooth-Sprecheinrichtung oder Streaming Dienste sind dabei schon lange der Standard. Auch eine Sprachsteuerung gehört bei allen höherklassigen Fahrzeugen inzwischen zur Basiseinrichtung. Außerdem werden auch die Freizeitangebote der Fahrzeug internen Systeme immer weiter eingebaut.

Neben den Hörspiel- und Musikfunktionen für den Fahrer gibt es inzwischen auch immer mehr Film- und Gaming-Angebote für Mitfahrer, die diese dann auf eigenen Bildschirmen nutzen können. Zukünftig kann es also durchaus möglich sein, dass du auch im Auto Lucky Lady kostenlos spielen kannst. 

Aber auch Bereiche, die für den Kunden im alltäglichen Leben nicht unbedingt wichtig sind, werden immer digitaler und vernetzter. So muss inzwischen zum Beispiel jedes neue Auto über eine Notruffunktion verfügen, die im Notfall nicht nur die Rettungskräfte alarmiert, sondern darüber hinaus auch den eigenen Standort an diese weitergibt.

Zusätzlich sorgen Sensoren an deinem Auto dafür, dass deine Werkstatt nicht nur weiß, wann du zum nächsten Service musst, sondern darüber hinaus auch bereits im Vorfeld weiß, welche Teile ausgetauscht werden müssen.

Zusätzlich dazu kann das Fahrverhalten der Nutzer durch die erhöhte Konnektivität der Autos weiter verbessert werden. So zum Beispiel, in dem dir dein Auto Ratschläge für ein nachhaltigeres Fahren gibt oder dich rechtzeitig vor gefährlichen Straßenbedingungen warnt.

Wird das selbstfahrende Auto Realität?

Die zuvor bereits angesprochene immer weiter verbesserte Konnektivität der Autos wird zukünftig auch genutzt werden, damit Autos untereinander kommunizieren können. So soll vor allem der Traum vom selbstständig fahrenden Auto wahr werden. Ein Unternehmen, das sich auf diesem Gebiet als federführend erwiesen hat, ist der US-Autobauer Tesla.

Denn das Unternehmen aus Texas bietet bereits jetzt Modelle in den USA an, die dazu in der Lage sind, selbstständig zu fahren. Aktuell muss sich der Fahrer dabei zwar noch auf dem Fahrersitz befinden, um im Notfall eingreifen zu können. Das ist allerdings fast nie der Fall. Bis Tesla Autos völlig selbstständig fahren können, ist es möglicherweise also nicht mehr lange.

Auch die deutschen Autobauer fokussieren sich mehr und mehr auf autonomes Fahren. So verfügt BMW zum Beispiel mit dem iX über ein Modell, das bereits dazu in der Lage ist, Level 3 autonomes Fahren zu verwirklichen. Mercedes ist sogar noch einen Schritt weiter: Dem Autobauer aus Stuttgart ist es gelungen, als erster Hersteller über ein in Deutschland zugelassenes Level 3 Fahrzeug auf den Markt zu bringen.

Sollten die Autos künftig selbstständig fahren können, dann hat das für den Nutzer viele Vorteile. Denn die digitalen Fahrer können nicht nur nachhaltiger und damit umweltfreundlicher und im Endeffekt auch billiger fahren. Nein, selbstfahrende Autos sind statistisch betrachtet auch deutlich sicherer, als wenn der Mensch selbst hinter dem Steuer sitzt.

Die Zukunft der Autobranche

Alle zuvor genannten Trends finden in der Automobilindustrie bereits jetzt Anwendung und werden zukünftig noch stärker zum Einsatz kommen. Das Autofahren der Zukunft wird sich also drastisch von dem unterscheiden, was die meisten Nutzer heute noch mit Autofahren verbinden.

So könnten wir uns in Zukunft nur noch in geteilten Autos vorwärtsbewegen, die darüber hinaus völlig autonom fahren. Als Nutzer wäre man hier also mehr ein Fahrgast. Das wiederum wird wohl dazu führen, dass sich auch die Autodesigns zukünftig stark ändern werden und sich alle Insassen eines Fahrzeugs gegenüber sitzen, da kein Fahrer mehr benötigt wird.

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