Ulrich Klaus (DTB-Präsident): „Unser stärkstes Zukunftspotential liegt in den ostdeutschen Landesverbänden“

Ulrich Klaus (DTB-Präsident): „Unser stärkstes Zukunftspotential liegt in den ostdeutschen Landesverbänden“ - Copyright © Lana Roßdeutscher
Ulrich Klaus (DTB-Präsident): „Unser stärkstes Zukunftspotential liegt in den ostdeutschen Landesverbänden“ – Copyright © Lana Roßdeutscher

DTB-Präsident Ulrich Klaus im Interview: Am Wochenende erlebten die Zuschauer bei der Fed Cup Erstrundenbegegnung in der Halle Eins in der Leipziger Messe zwischen dem Porsche Team Deutschland und der Schweiz ein Weltklasseduell.

Nur äußerst knapp waren die deutschen Damen den Schweizerinnen mit 2:3 unterlegen.

Der DTB sprach mit Ulrich Klaus, Präsident des Deutschen Tennis Bundes, über die Leistung der deutschen Mannschaft, über die anstehende Relegation und über die Tennisbegeisterung in Sachsen.

FED-Cup-Team Deutschland - Foto: © Porsche AG
FED-Cup-Team Deutschland – Foto: © Porsche AG

12.02.2016 – PM DTB / SPORT4Final / Frank Zepp:

DTB: Das Porsche Team Deutschland hat nur knapp gegen die Schweiz verloren, sich aber auch in der Niederlage stark präsentiert. Sehen sie das auch so?

Ulrich Klaus: Unsere deutschen Damen haben sich hervorragend verkauft. Es war die erwartet schwere Begegnung, eine Partie auf Augenhöhe. Aber wir haben uns als Team präsentiert, und das ist wichtig. So eine Partie kann natürlich auch verloren gehen, aber die Mannschaft hat den Willen, erstklassig zu bleiben.

DTB: Das deutsche Damentennis ist in diesen Tagen in den Schlagzeilen. Ist dies auch das Resultat einer guten Philosophie unserer Bundestrainerin Barbara Rittner?

Ulrich Klaus: Das deutsche Damentennis trägt ganz klar die Handschrift von Barbara Rittner und ihrer klugen Aufbauarbeit. Hier ist natürlich auch die Firma Porsche zu nennen. Nach den aktuellen Fed Cup Mädels gibt es eine ganze Reihe von guten Spielerinnen, die nach vorne drängen und auf einen Einsatz brennen. Da sehe ich gelassen in die Zukunft.

DTB: Die Auslosung heute hat ergeben, dass die deutsche Mannschaft am 16. und 17. April gegen Rumänien um den Klassenerhalt kämpft. Wie schätzen Sie hier die Chancen für das deutsche Team ein?

Ulrich Klaus: Rumänien ist ein harter Brocken. Es hängt aber natürlich davon ab, wer spielt. Mit der aktuellen Weltranglistendritten Simona Halep, Monica Niculescu und Irina-Camelia Begu sind die Rumäninnen bestens aufgestellt. Es wäre natürlich schön gewesen, wenn wir wenigstens ein Heimspiel gehabt hätten, aber das Los hat anders entschieden.

DTB: Die Begeisterung in Leipzig vor und während des Fed Cup war unglaublich. Sehen Sie in Sachsen und in den weiteren ostdeutschen Landesverbänden weiteres Potential für den DTB?

Ulrich Klaus: Wir haben uns in Absprache mit unserem Partner Porsche ganz bewusst für Leipzig entschieden. Nach mehreren Jahren Stuttgart hatten alle das Gefühl, dass die Zeit für einen Standortwechsel gekommen ist. Natürlich liegt unser stärkstes Zukunftspotential in den ostdeutschen Landesverbänden. Leipzig ist auch für Porsche ein überragender Standort. Aber egal wo wir unsere Heimspiele ausrichten, wir spüren einen enormen Rückenwind, unser Team ist beliebt, die Messehalle war nach wenigen Tagen ausverkauft. Wir haben mit dem Spielort Leipzig alles richtig gemacht, auch unsere Fans waren fantastisch.

DTB: In wenigen Wochen findet die Davis Cup Begegnung gegen Tschechien in Hannover statt. Wie sehen Sie hier die Ausgangssituation für die deutsche Mannschaft? Und rechnen Sie in der niedersächsischen Landeshauptstadt ebenfalls mit einer so großen Begeisterung für diesen Mannschaftswettbewerb?

Ulrich Klaus: Tschechien wird eine ebenso große Herausforderung. Wenn wir in stärkster Aufstellung spielen können, der Teamgeist stimmt und unsere Fans die Mannschaft unterstützen, dann bin ich zuversichtlich. Es wird eine vergleichbare Begeisterung herrschen. Als Fan würde ich mir schleunigst ein Ticket besorgen!

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