Triathlon: Michael Raelert siegt im Königreich Bahrain

09.12.2014 – PM Raelert-Brothers:

Triathlon: Rostocker gewinnt Challenge Bahrain gegen Weltklasse-Konkurrenz

Exzellentes Rennen bei anspruchsvollen Bedingungen

Michael Raelert: „Ich bin unglaublich glücklich“

Mit einem grandiosen Sieg bei der Challenge Bahrain hat Michael Raelert das Wettkampfjahr 2014 für die Raelert-Brothers beendet. Am Nikolaustag bescherte sich der 34-Jährige mit dem Titelgewinn im Königreich Bahrain selbst. In 3:36:04 Stunden setzte sich der Rostocker vor seinem Landsmann Andreas Dreitz (3:38:23 Stunden) und dem Australier Tim Reed durch, der in 3:39:26 Stunden Platz drei belegte. „Ich bin unglaublich glücklich“, sagte Michael Raelert nach dem Rennen, „was für ein fantastischer Abschluss der Saison. Wenn du ein Rennen gewinnst, fühlt es sich immer gut an, aber wenn du so ein großes Rennen für dich entscheiden kannst, ist es einfach überwältigend. Und das Wichtigste ist, dass ich zurück bin nach meiner Verletzung.“

Triathlon: Michael Raelert krönt Saison mit Sieg im Königreich Bahrain - Michael Raelert und Andreas Dreitz - Foto: Frank Wechsel / tri-mag.de
Triathlon: Michael Raelert krönt Saison mit Sieg im Königreich Bahrain – Michael Raelert und Andreas Dreitz – Foto: Frank Wechsel / tri-mag.de

In den vergangenen Wochen war viel über das neue Mitteldistanz-Rennen in Bahrain spekuliert worden, denn nicht nur der flache Wettkampfkurs versprach ein Rennen der Superlative, sondern vor allem die hochkarätige Besetzung. „Wenn du all diese Namen liest, gehst du alles andere als cool in ein solches Rennen“, blickte Michael Raelert nach dem Zieleinlauf auf dem Formel-1-Kurs von Manama zurück. So fröhlich er die Zuschauer entlang der Zielgerade abklatschte und strahlend ins Ziel lief, so hart war der Schlagabtausch zuvor gewesen. „Das Rennen war extrem hart, aber die letzten Meter haben alles vergessen lassen.“

Bereits beim 1,9 Kilometer langen Schwimmen bildete sich ein Hochgeschwindigkeitszug an der Spitze, in dem Michael Raelert gemeinsam mit dem Neuseeländer Dylan McNeice und dem früheren Ironman-Weltmeister Pete Jacobs (Australien) den Rhythmus vorgab. Nach 21:16 Minuten kam Michael Raelert als Dritter aus dem Wasser, vier Sekunden hinter McNeice und zwei Sekunden hinter Jacobs. Noch in der ersten Wechselzone übernahm er dann die Spitze und schlug auf dem Rad ein hohes Tempo an. „Ich wusste, dass ich mich hier von Beginn an richtig reinhauen muss, wenn ich eine Chance haben möchte“, erklärte er später. „In den letzten drei Rennen habe ich es taktisch ähnlich gemacht, das war wahrscheinlich genau die richtige Vorbereitung für das Finale hier in Bahrain.“ Bereits bei seinen Siegen beim Ironman 70.3 Miami, Ironman 70.3 Mandurah und Ironman 70.3 Ballarat hatte Michael Raelert mit harten Attacken in allen drei Disziplinen entscheidende Akzente gesetzt.

Auf dem Rad war es in Bahrain ein Kollege aus dem Team ERDINGER Alkoholfrei, der erwartungsgemäß viel Boden gut machte: Andreas Dreitz. „Vielleicht hatten vorher nicht alle Beobachter Andi auf dem Schirm“, sagte Michael Raelert, „aber er ist einfach brutal gut, gerade auf dem Rad.“ Knapp 90 Sekunden hinter Michael Raelert war Andreas Dreitz aus dem Wasser gekommen, auf dem 90 Kilometer langen Radkurs legte er dann in 1:57:21 Stunden die beste Zeit vor. Nach gut einem Drittel der Strecke schloss der 25-Jährige zu Michael Raelert auf und setzte sich ab. „Er ist einfach gigantisch gut gefahren“, sagte der Rostocker, der in 2:01:40 Stunden ebenfalls eine herausragende Performance zeigte und mit einem Rückstand von 2:34 Minuten zur zweiten Wechselzone kam. Nur 1:25 Minuten hinter dem Rostocker führte der Australier Tim Reed eine herausragend besetzte Verfolgergruppe an, zu der unter auch der ehemalige Kurzdistanz-Weltmeister Tim Don aus Großbritannien gehörte. „Mir war klar, dass ich beim Laufen richtig Alarm machen muss“, sagte Michael Raelert. Entsprechend offensiv gestaltete Michael Raelert den abschließenden Halbmarathon, den er in 1:10:19 Stunden mit der besten Laufzeit des Tages beendete. Nach gut 15 Kilometern passierte er Andreas Dreitz und setzte sich rasch ab, um ein krönendes Saisonfinale ins Ziel zu bringen.

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