Champions League Final Four: BR Volleys fast auf „Augenhöhe” mit Finalist Zenit Kazan

28.03.2015 – SPORT4Final / Frank Zepp:

Champions League Final Four 2015: 1. Halbfinale

Zenit Kazan vs. BR Volleys  3:1 Sätze

Es berichtet SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp aus dem „Volleyballtempel“ Max-Schmeling-Halle.

Emotionen und Leidenschaft pur. Auf den Rängen und auf dem Spielfeld. Das hat die Volleyballwelt in diesem Champions-League-Format in Deutschland noch nicht gesehen. Einmalig die Unterstützung der Berliner Fans für Ihre BR Volleys. Für den Reporter eine Wahnsinnsstimmung und ein „Druck“ von den Zuschauern – beides hat er zumindest in Germany in dieser Form erst einmal live erlebt. Am 27. April 2002 in der Magdeburger Bördelandhalle, als der SC Magdeburg Champions-League-Sieger im Handball gegen Veszprém wurde …

Gleiches kann dem Gastgeber BR Volleys nach der 1:3-Niederlage nicht mehr gelingen. Klar war aber für den Betrachter, dass der Gastgeber über die ersten drei Sätze ein „Partner auf Augenhöhe“ mit dem Turnierfavoriten war. Bereits im ersten Satz erkämpften sich die Berliner nach ständigem Rückstand den Satzball zum 24:23, um am Ende durch einen Fehler (gehobener Ball) den Auftaktsatz noch abzugeben.

Im zweiten Satz legte der Gastgeber nach 14:17-Rückstand einen spielerisch  wie kämpferisch überzeugenden Endspurt zum 25:21-Satzgewinn hin. Im dritten Satz verloren die Berliner nach eigener 19:18-Führung den Spielfaden und zeigten am Ende Nerven bei kleinen technischen Fehlern. Der vierte Durchgang sollte eine klare Angelegenheit mit 25:15 sowie Matchgewinn für Zenit Kazan werden.

Was fehlte den BR Volleys zum großen Big-Point?

Ein bisschen Körperhöhe und Sprungkraft sowie ein Schuss zu viel Risiko in entscheidenden Situationen nutzen die strategisch sicherer wirkenden Gäste aus Russland cleverer aus. Ein weiteres Plus auf Seiten Kazans sollten die überragenden individuellen Fähigkeiten einiger Topstars sein. Im Feld- und Blockspiel zeigten die Gastgeber die bessere Leistung. Die BR Volleys haben dem Turnierfavoriten ein großes Match geliefert und können erhobenen Hauptes in das Spiel um den dritten Platz gehen.

Stimmen zum Spiel:

Kawika Shoji: „Es hat unheimlich Spaß gemacht vor dieser fantastischen Kulisse. Aber es ist schwer gegen Zenit zu spielen, das ist schließlich eine, wenn nicht die beste Mannschaft der Welt.“

Robert Kromm: „Wir haben als Team gekämpft, immer wieder kleine Rückstände aufgeholt. Doch wenn Kazan einmal ins Rollen kommt, sind sie kaum zu stoppen.”

Kaweh Niroomand: „Was wir hier erleben, ist einmalig in der Volleyballwelt.“

Nikolai Apalikov: „Es gibt einen Unterschied, ob man in der Pflicht steht, ein Spiel zu gewinnen oder ob man spielt, wie es eben klappt. Denn wenn man die Pflicht hat, dann büßt man 20 bis 30 Prozent des eigentlichen Potenzials ein. Das war auch heute so, aber wir haben gewonnen und das zählt. Die erste Aufgabe für morgen ist es, die Pflicht zu vergessen und das zu spielen, was wir können.“

Mark Lebedew: „Wir haben sehr gut gespielt. Vor allem die ersten drei Sätze. Wir haben vieles erreicht, was wir uns vorgenommen haben. Es war mental, körperlich und emotional sehr anstrengend und zwei Prozent weniger gegen Kazan reichen dann meist nicht aus. Jetzt müssen wir uns ausruhen, einen Plan zusammenbasteln. Denn es geht morgen um eine Medaille.“

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