RB Leipzig und SC Freiburg mit Qualitäts-Remis

David Selke (RB Leipzig) - Foto: GEPA pictures / Kerstin Kummer
David Selke (RB Leipzig) – Foto: GEPA pictures / Kerstin Kummer

Qualität und Entwicklung waren nach dem Zweitliga-Top-Match zwischen RB Leipzig und dem SC Freiburg oft gehörte und ausgesprochene Worte:

Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick: „Freiburg hatte in der ersten Halbzeit Erstliga-Niveau. In Freiburg schreiben die Medien nicht über den Topfavoriten – das Team ist aber genauso gut wie wir.“ Freiburgs Trainer Christian Streich „adelte“ zuvor den RasenBallsport-Verein: „Leipzig findet sich als Mannschaft und vom Tempospiel immer besser und es wird immer schwerer, gegen diese Mannschaft zu spielen. Viel Mut und Qualität gehören dazu.“ Im Gesamturteil waren sich beide Trainer einig, dass die 25.000 Zuschauer „ein gerechtes Unentschieden“ (Streich) sahen. Die Goalgetter waren Nils Petersen zum 0:1 (29. nach Vorlage von Christian Günter) und Davie Selke zum Ausgleich in der 47. Minute durch einen Pass von Diego Demme.

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SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp berichtet ausführlich von den Spielen der deutschen Handball-Nationalmannschaft aus Kolding. 

24.09.2015 – SPORT4Final / Frank Zepp:

Aus der Red Bull Arena berichtet SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp. 

Das Topspiel war ein Spitzenspiel auf höchstem Zweitliga-Niveau in den ersten sechzig Minuten. Dominierte Freiburg mit dem technisch versierteren Spiel bei guter Raumaufteilung in der ersten halben Stunde, so ergriff danach RB Leipzig mehr und mehr die Initiative über Tempo und Geradlinigkeit. Es entwickelten sich viele Torchancen auf beiden Seiten, bis sich in der letzten halben Stunde beide Mannschaften neutralisierten. RB Leipzig fehlte vor dem Tor die „letzte Gefährlichkeit“ und Genauigkeit. Für Ralf Rangnick steht aber „die Entwicklung der Mannschaft“ im Vordergrund …

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Wie definiert nun der Leipziger Sportdirektor die philosophische Kategorie „Entwicklung“? Meint er die Spielqualität und das Spielverständnis des Teams oder die taktische Reife und Spielstruktur oder die mannschaftliche Disziplin oder gar den Punktdurchschnitt pro Spiel? Er lässt sich nicht genau in die Karten schauen. Am Ende umschreibt Ralf Rangnick mit Team-Entwicklung die Frage des Aufstiegsfavoriten RasenBallsport. Denn im Profigeschäft zählt am Ende nur der Erfolg. Leipzig liegt derzeit nur auf dem sechsten Platz mit 13 Punkten (1,63 pro Spiel) und vier Zählern Rückstand zum dritten Rang. Da wäre ein Dreier wieder mal notwendig …

Die Stimmen nach dem Spiel: 

Diego Demme (RB Leipzig):

„In den ersten zwanzig Minuten mit dem Gegentor waren wir nicht richtig auf dem Platz. Unsere Leistung stimmt eigentlich, aber wir müssen vorne einfach noch ein Ding mehr machen und dann passt es. Nach dem Ausgleich haben wir keine richtige Torchance kreiert.“

Dominik Kaiser (RB Leipzig):

„In der ersten halben Stunde haben wir einiges vermissen lassen und gerade bei Standards richtig Dusel gehabt. Nach dem Gegentor haben wir zu unserem Spiel gefunden und waren spielerisch dominanter. Aber die 1000-prozentige Torchance hat im Sechszehner klar gefehlt, um zum Abschluss zu kommen. Ein verdienter Punkt für beide. Die Spiele werden zu Hause immer konstanter, aber wir müssen zu Hause mehr Punkte holen als in den letzten Spielen.“

Christian Günter (SC Freiburg):

„Wir können mit dem Punkt leben. Das Spiel war auf hohem Niveau.“

Nils Petersen (SC Freiburg):

„Wenn man früh das 1:1 bekommt und sich dann eine gewisse Stimmung breit macht, ist das Comeback-Verhalten wichtig und zeigt die Qualität der Mannschaft. Es war schon hohes Niveau heute. Aber es zählt nicht immer die Qualität. Da kann sich schon mal der lange Ball gegen den schönen Ball durchsetzen. Jedes Spiel ist kein Selbstläufer und wir sehen uns eigentlich nicht als Aufstiegsfavoriten.“ [/private]

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