SPORT4FINAL

Sport-Legende: Talant Dujshebaev

22.03.2013 – SPORT4Final:

„Tatort“ Handball-Weltmeisterschaft 2013 in Barcelona:

In meiner WM-LiveDabei-Kolumne schrieb ich damals, dass der 26. Januar 2013 (Spiel um Platz 3) mein „olympisches Gedächtnis“ nie verlassen wird. Und nun grabe ich anlässlich des Topspiels im Achtelfinale der Handball-Champions-League zwischen den Füchsen Berlin und BM Atletico Madrid diesen besonderen Tag schon wieder hervor.

Talant Dujshebajev und Sport4Final-Autor Frank Zepp

 

Nach dem Spiel um den dritten WM-Platz holte mich die olympische (Handball)Geschichte von Barcelona 1992 ein. Ein „Fototermin“, ein Olympia-Momentum für die Ewigkeit. Mit dem Handball-Olympiasieger von 1992  

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für die GUS-Staaten, dem zweimaligen Welthandballer des Jahres 1994 und 1996 sowie heutigen Erfolgs-Trainer von BM Atletico Madrid, Talant Dujshebaev. Ich war tief gerührt und wünschte ihm viel Glück für die Zukunft und speziell für die Champions League. Und somit schließt sich der Kreis wieder …

Legende als Sportler und Trainer:

Als ehemaliger Weltklasse-Handballer auf der zentralen Spielmacherposition im Rückraum war er äußerst erfolgreich. Nach dem Olympiagold 1992 wurde Talant Dujshebaev ein Jahr später mit Russland Weltmeister. Nach seinem Wechsel der Staatsbürgerschaft erkämpfte sich die Handball-Legende mit Spanien Olympia-Bronze 1996 und 2000, den Vizeeuropameistertitel 1996 und 1998 sowie den dritten Platz 2000. Als Spieler konnten wir ihn in Deutschland zwischen 1997 und 2001 für Nettelstedt und Minden spielen sehen. Danach ging Talant Dujshebaev wieder nach Spanien und setzte seine Erfolgskarriere als Spieler bei BM Ciudad Real fort. Er fungierte ab 2005 als Spielertrainer, ehe er sich zwei Jahre später „nur“ noch als Cheftrainer dieses Handballvereins „versuchte“.

Talant Dujshebaev gehört neben Spaniens erfolgreichstem „Titel-Sammler“ Valero Rivera (FC Barcelona und WM-Titel mit Spanien 2013) sowie Alfred Gislason (SC Magdeburg; THW Kiel) zu den erfolgreichsten Vereinstrainern der Welt. Mit Ciudad Real gewann er die Champions League 2006, 2008 und 2009 und erkämpfte 2010 die fünfte spanische Handball-Meisterschaft. Zwei weitere Europapokalsiege bei den Pokalsiegern (als Spieler) sowie der dreifache Gewinn der Vereins-Europameisterschaft im vergangenen Jahrzehnt stellten weitere Beweise seines außergewöhnlichen „Trainer-Talents“ dar. Die beiden letzten Finalniederlagen im Final Four der Champions League 2011 und 2012 gegen die ebenfalls sehr erfolgreichen europäischen Top-Clubs FC Barcelona und THW Kiel schmerzten dabei sicherlich sportlich sehr. Nach dem wegen finanzieller Probleme notwendig gewordenen Umzug nach Madrid und den einher gehenden Veränderungen im Kader mit dem Abgang von Weltklasseathleten (u.a. Stefansson, Sterbik, Abalo) versucht nunmehr der immer hoch motivierte und engagierte Erfolgstrainer seit 2011 mit Atletico Madrid, seiner Erfolgsgeschichte weitere Mosaiksteinchen zu zufügen.

Mit Leib, Seele und Emotionen als Trainer:

Weihnachten 2012 – Finale bei der Copa Asobal – Barcelona besiegt Madrid mit 32:24 und Talant Dujshebaevs Unzufriedenheit mit den Schiedsrichtern endete mit einer Roten Karte eine Viertelstunde vor dem Abpfiff.

Nicht nur seine großartigen Erfolge als Sportler und Trainer sondern auch seine Emotionen im Umgang mit Niederlagen zeigen allen Fans, dass Talant Dujshebaev mit Leib und Seele immer Sportler bleiben wird.

Eine Handball-Legende!

Viel Erfolg weiterhin! 

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