RB Leipzig bezwingt mit Offensivkraft Union Berlin – Kimmich „Matchplayer“

01.03.2015 – SPORT4Final / Frank Zepp: 

Fußball – 2. Bundesliga: 

RB Leipzig vs. 1. FC Union Berlin  3:2 (3:2) vor 24.700 Zuschauern 

Aus der Red Bull Arena berichtet SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp. 

RB Leipzigs erster Sieg nach der Winterpause war fraglos ein verdienter Erfolg gegen „Eisern Union“. Einer spektakulären ersten Spielhälfte mit Offensiv-Power-Fußball auf beiden Seiten folgte eine zweite Halbzeit mit RasenBallsport-Verwaltungscharakter bei Chancenüberlegenheit (Forsberg, Rebic und Damari). 

RasenBallsport Leipzig vs. FC Union Berlin - Joshua Kimmich (RB Leipzig) - Foto: GEPA pictures/Roger Petzsche
RasenBallsport Leipzig vs. FC Union Berlin – Joshua Kimmich (RB Leipzig) – Foto: GEPA pictures/Roger Petzsche

 

Das RasenBallsport-Prunkstück an diesem Nachmittag war zweifellos das Mittelfeld mit den überragenden Akteuren „Matchplayer“ Joshua Kimmich und Dominik Kaiser sowie Diego Demme. Im Angriff überzeugte erstmalig Omer Damari mit vielen vorbereitenden und Abschlussmaßnahmen. Bezeichnend in der „Hitchcock-Halbzeit“ vor der Pause, dass nicht Leipzigs Millionensturm die Tore erzielte, sondern die Mittelfeldakteure Kaiser (1:0, 3., Foulelfmeter), Kimmich (2:0, 7.) sowie Außenverteidiger Georg Teigl (3:1, 13.). Tempo und Spaßfaktor waren ungemein hoch, auch die spielerische Klasse nach vorn ließ wenige Wünsche offen. Aber RB Leipzig war sehr anfällig und nachlässig im Rückzugsverhalten sowie problembehaftet in der Innenvereidigung mit Tim Sebastian und Lukas Klostermann. 

Union Berlin zeigte über Direktkombinationen in die Schnittstellen bei schnellem Umschaltspiel seine Klasse und wirkte sogar im Passspiel gefälliger. Trotz des schnellen Rückstandes von 0:2 nach sieben Minuten kamen immer wieder Sebastian Polter und Steven Skrzybski zu gefährlichen Tormöglichkeiten. Beide Union-Spieler zeichneten auch für die jeweiligen Anschlusstreffer zum 1:2 (Skrzybski – 8.) und 2:3 (Polter – 29.) verantwortlich. 

Als RB Leipzig nach der Halbzeitpause in den offensiven „Verwaltungsmodus“ umschaltete, konnte Union Berlin kein Kapital mehr daraus schlagen. Die Kräfte ließen spürbar nach und der letzte Siegwille konnte nicht mehr herausgekitzelt werden. Der Gastgeber geriet nicht mehr ernsthaft in Gefahr, war dem vierten Tor näher als Union dem Ausgleich und feierte seit Ende November 2014 seinen ersten Heimsieg. Vor dem DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Wolfsburg am kommenden Mittwoch vor ausverkauftem Haus ist dies sicher ein gutes Omen … 

Stimmen zum Spiel: 

Emil Forsberg (RB Leipzig): „Wir spielen von Spiel zu Spiel besser. In der ersten Halbzeit haben wir überragend gespielt. Wenn es so weiter geht, ist nichts unmöglich. Auch gegen Wolfsburg ist einiges mit unserem Team möglich.“ 

Diego Demme (RB Leipzig): „Die erste halbe Stunde war grandios. Wir haben super nach vorne gespielt. Nach hinten hatten wir aber Nachlässigkeiten gehabt.“ 

Sebastian Polter (1. FC Union Berlin): „Hinten raus fehlte uns ein wenig die Kraft, obwohl wir wussten, dass 3:3 noch machen zu können. Wir haben in der ersten Halbzeit nicht drei Gegentore bekommen, weil die Hälfte der Fans nicht im Stadion war. Wir haben das Spiel in den ersten Minuten nicht so angenommen, wie wir es hätten müssen.“ 

Dominik Kaiser (RB Leipzig): „Wir haben den Glauben an uns nicht verloren. Heute haben wir es in den ersten 25 Minuten extrem gut auf den Platz gebracht. Wir müssen nun nach vorne gucken.“ 

Ralf Rangnick (RB Leipzig-Sportdirektor): „Heute hatten wir genug Personal vorn gehabt. Und wenn dieses Personal auch noch miteinander flach kombiniert, dann ist es nicht so leicht zu verteidigen … Es geht in erster Linie immer um die Entwicklung der Mannschaft. Wenn wir dies jetzt noch ein bisschen in der Balance hinbekommen … Ich habe ja gesagt, wenn wir von den zwölf Spielen zehn gewinnen, dann geht noch was. Jetzt müssen wir von den elf Spielen noch neun gewinnen.“

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