HC Leipzig Rettung oder Insolvenz: Saison-Abschluss, Lizenz-Bedingung, Neuanfang


HC Leipzig Rettung oder Insolvenz: Das letzte Match in der Handball-Bundesliga gegen Frisch Auf Göppingen steht unter den „Nachwirkungen“ der Woche und im Zeichen von Verabschiedungen verdienstvoller Spielerinnen, die den HC Leipzig verlassen werden. Ob nach dem 31. Mai 2017 die neue Saison in der Bundesliga vorbereitet werden kann, hängt noch von der Erfüllunng der HBF-Bedingung ab.

Ein Neuanfang im Spielerinnen-Bereich im kommenden Spieljahr ist unumgänglich. Das alte Management und der hauptverantwortliche Geschäftsführer von wirtschaftlicher Existenz- und Insolvenz-Verschleppungs-Krise, Kay-Sven Hähner, werden den Verein weiter führen.

HC Leipzig: Karolina Kudlacz-Gloc - Foto: Nadine Goldschmidt / HC Leipzig
HC Leipzig: Karolina Kudlacz-Gloc – Foto: Nadine Goldschmidt / HC Leipzig

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20.05.2017 – SPORT4FINAL / Frank Zepp:

SPORT4FINAL-Chefredakteur Frank Zepp
SPORT4FINAL-Chefredakteur Frank Zepp

Verabschiedungen: Insgesamt sechs Spielerinnen mit Shenia Minevskaja, Anne Hubinger, Franziska Mietzner, Karolina Kudlacz-Gloc, Luisa Sturm sowie Saskia Lang werden im Spiel gegen Göppingen zum letzten Mal das HCL-Trikot tragen oder ihr Team von außen anfeuern, ehe es sie meist zu direkten Ligakonkurrenten zieht.

Personal gegen Göppingen: Neben Hildigunnur Einarsdottir (Blinddarm-OP) muss der HC Leipzig auch auf Michelle Urbicht verzichten. Die Spielmacherin zog sich im Training eine Zerrung zu und kann daher gegen Göppingen nicht auflaufen.

Lizenz-Bedingung: Nach SPORT4FINAL-Recherchen muss der HC Leipzig gegenüber der HBF bis zum 31. Mai mindestens die vom Stadtrat auch geforderten Einzahlungen i. H. v. mindestens EUR 600.000 zugunsten der HC Leipzig Bundesliga GmbH auf einem Konto der Sparkasse Leipzig nachweisen. Ob die komplette eine Million EUR nachgewiesen werden muss einschließlich der Gläubigerverzichte ist nach wie vor nicht von der HBF bestätigt.

Neuanfang: Ein wirtschaftlicher Neuanfang ohne personelle Veränderungen in der Führungs-Mannschaft der HC Leipzig Bundesliga GmbH wird zur Realität. Einzige Neuerung in der Struktur laut Sanierungskonzept: „Dabei ist vorgesehen, dass eine, nach Aussage des Geschäftsführers bereits gegründete, Beteiligungsgesellschaft 49 Prozent der Anteile an der Bundesliga GmbH übernimmt und 51 Prozent beim Stammverein verbleiben. Die daraus resultierende Gesellschafterversammlung wird durch einen Aufsichtsrat kontrolliert.“ (Quelle: Stadt Leipzig)

Bedeutet im Klartext: Durch die Mehrheitsverhältnisse ist eine künftige Abwahl des bisherigen Geschäftsführers nicht möglich. Warum die neu gegründete Beteiligungsgesellschaft, welche EUR 600.000 bereitstellen will, sich mit diesen Machtverhältnissen in der Spielbetriebsgesellschaft begnügt, ist eine weitere offene Frage. Positiver Ausblick für die HCL-Fans: Sie werden wohl den Manager Hähner auf „Lebenszeit“ handeln und erleben dürfen. Zum Wohle des in der Meister-Statistik immer noch vor dem THW Kiel führenden deutschen Rekordmeister HC Leipzig …


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