HC Leipzig – Rettung oder Insolvenz: Stadträte bewilligen Zuschuss EUR 200.000

HC Leipzig Rettung oder Insolvenz: Die Stadträte der Leipziger Ratsversammlung bewilligten für die wirtschaftliche Rettung der hoch verschuldeten HC Leipzig Bundesliga GmbH einen finanziellen Zuschuss über EUR 200.000 ohne ein zusätzliches Darlehen über EUR 100.000, welches per Sonder-Abstimmung abgelehnt wurde.

Alexandra Mazzucco (re.) und Tamara Bösch - HC Leipzig - Foto: HC Leipzig
Alexandra Mazzucco (re.) und Tamara Bösch – HC Leipzig – Foto: HC Leipzig

17.05.2017 – SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Die positive Abstimmung für die Stellungnahme und den Vorschlag der Stadtverwaltung, Dezernat Umwelt, Ordnung, Sport, lautete folgendermaßen: 37 Ja-Stimmen, 21-Nein-Stimmen und 5 Stimmenthaltungen.

In der kontroversen Diskussion wurden explizit die Chancen, die Erhaltung des Bundesliga-Handballs in Leipzig, aber auch die Risiken eines Zuschusses aus Steuergeldern in eine Spielbetriebsgesellschaft angesprochen. die den wirtschaftlichen Neuanfang aus der faktischen Insolvenz heraus mit den alten Führungskräften um Geschäftsführer Kay-Sven Hähner gestalten wollen, obwohl diese seit Jahren die Insolvenz-Krise der HCL GmbH zu verantworten haben.

Denn im Bericht der Stadtverwaltung mit den Erkenntnissen aus dem Sanierungskonzept wird explizit ausgeführt: „Die Gesellschaft wird als insolvent qualifiziert. Eine nachhaltig schwache Ertragskraft der Gesellschaft, Ausbleiben von Sponsorengeldern teils durch Insolvenzen, Vertragsabschlüsse aufgrund in Aussicht gestellter Sponsorenverträge, fehlende Rücklagen können hierfür beispielhaft benannt werden.“

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