Handball Bundesliga: SG BBM Bietigheim deutscher Meister


SG BBM Bietigheim - Saison 2018-2019 - Handball Bundesliga - EHF Champions League - Foto: SG BBM Bietigheim
SG BBM Bietigheim – Saison 2018-2019 – Handball Bundesliga – EHF Champions League – Foto: SG BBM Bietigheim

Handball Bundesliga Frauen, letzter Spieltag: In einem packenden Fernduell haben am Ende 29 Tore Vorsprung in der Tordifferenz die Entscheidung über den Meister-Titel gebracht.

Die SG BBM Bietigheim wurde mit 50:2 Zählern deutscher Meister vor dem punktgleichen Thüringer HC.

20.05.2019 – PM HBF / SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Beide Teams haben die Handball Liga dominiert, nur das jeweilige Auswärtsspiel beim direkten Kontrahenten verloren. Am kommenden Wochenende haben sowohl die SG BBM Bietigheim als auch der Thüringer HC noch eine weitere Titelchance, beim OLYMP Final4 kämpfen die beiden Spitzenclubs um den DHB-Pokal. Halbfinal-Gegner Bietigheims ist am Samstag (17.30 Uhr) der SV Union Halle-Neustadt, der Thüringer HC spielt zuvor (15.00 Uhr) gegen die TuS Metzingen.

Auch im direkten Duell hätten die Enztälerinnen mit 50:48 die Nase vorne gehabt, aber auch gegen die anderen Gegner konnte die SG BBM immer ein paar Tore mehr herauswerfen als der Kontrahent. „Wir haben überall gekämpft und jetzt stehen wir heute hier und das macht mich echt stolz“, freute sich Cheftrainer Martin Albertsen nach dem 34:18 (19:7) in eigener Halle über Frisch Auf Göppingen und betonte: „Das ganze Team hat die ganze Saison überragend gespielt.“

„Wir wussten wie schwer es heute werden würde und wie aussichtslos es war. Ich gratuliere meiner Mannschaft zu einer tollen Saison mit nur zwei Minuspunkten am Ende. Ich möchte hier Bietigheim zum Gewinn der deutschen Handball Meisterschaft gratulieren. Offensichtlich gab es da noch eine Mannschaft in der Liga, die noch einen Tick besser war“, zeigte sich THC-Trainer Herbert Müller als fairer Verlierer. Seine Mannschaft hatte zum Abschluss gegen die HSG Bad Wildungen Vipers alles gegeben, aber das 36:19 (15:6) in eigener Halle war nicht genug. Vipers-Trainerin Tessa Bremmer resümierte nach dem letzten Saisonspiel, dass dieses „genau den Verlauf der Saison wiedergespiegelt hat. Wir hatten viele Höhen und Tiefen und eine herausragende kämpferische Einstellung. Leider hat uns die Konstanz über einen längeren Zeitraum gefehlt.“

Spannung gab es auch noch im Kampf um Platz 5. Der TSV Bayer 04 Leverkusen schnappte sich den begehrten Rang mit einem 27:20 (16:9) über die Neckarsulmer Sport-Union. „Ich bin einfach froh, dass wir diese Saison geschafft haben und sie mit dem sicheren Klassenerhalt beenden können. Zum Spiel muss ich sagen, dass es ein Auf und Ab auf nicht unbedingt hohem Niveau war. Die Mannschaft, die in der ersten Halbzeit ein bisschen mehr Zug im eigenen Spiel hatte, konnte sich absetzen. Das war heute Leverkusen, die sich insgesamt ungefährdet durchsetzen können“, so Neckarsulms Trainer Pascal Morgant.

Punktgleich Sechster wurde die HSG Blomberg-Lippe, die den Tabellendritten TuS Metzingen mit 25:21 (14:9) besiegen konnte. „Ich bin sprachlos, was meine Mannschaft geleistet hat. Das war ein super Abschluss einer tollen Saison. Wenn ich sehe, wie sich die Mädels entwickelt haben, macht mich das stolz“, freute sich Blombergs Coach Steffen Birkner über den Überraschungscoup. Sein Vorgänger André Fuhr zeigte sich als fairer Verlierer. „Der Sieg ging vollkommen in Ordnung. Blomberg hat eine sehr gute Saison mit einer sehr guten Leistung gekrönt. Die HSG wollte den Sieg einfach mehr“, meinte der Trainer der TuS Metzingen.

Nur durch Patzer der Konkurrenz hätte Borussia Dortmund noch auf Rang 5 vorstoßen können, am Ende reichte das 25:20 (11:8) über den SV Union Halle-Neustadt für Rang 7. Die Wildcats standen schon vor dem Spieltag als Absteiger in die 2. Handball Bundesliga fest und verlassen das Oberhaus als Vorletzter, denn der TV Nellingen verlor zum Abschluss klar beim Tabellenvierten Buxtehuder SV klar mit 22:35 (8:20). „Wir waren leider im Kopf nicht da. Aber ich will das positive aus dem Spiel mitnehmen. Die Spielerinnen haben wie die Löwen gekämpft. Für uns geht es jetzt in der 3. Liga weiter. Ich bin überzeugt, dass es der richtige Weg ist, mit Eigengewächsen neu anzufangen“, so Hornets-Trainer Ralf Rascher und BSV-Coach Dirk Leun meinte: „Die Mannschaft konnte das Spiel locker runter spielen und hat Spaß dabei. Ich habe im November abgesagt, das am Ende abgerechnet wird. Dieser Tag ist jetzt gekommen und es steht ein hervorragender vierte Platz zu Buche.“

Hinter dem Tabellenachten Frisch Auf Göppingen (22:30) schnappte sich die HSG Bensheim/Auerbach mit einem 29:29 (16:16) gegen den punktgleichen VfL Oldenburg noch den letzten einstelligen Tabellenplatz. „Ich glaube es war ein gerechtes Unentschieden, wenn man das Spiel sieht. Es war nicht eines unserer besten Spiele, aber wir haben gekämpft, haben nicht aufgegeben und haben kurz vor Schluss mit 3 Toren hinten gelegen. Aber wir haben trotzdem noch an uns geglaubt“, freute sich Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm und auch VfL-Coach Niels Bötel zog ein zufriedenes Fazit: „Mit 5:1 Punkten aus den letzten drei Spielen ist das schon ein versöhnlicher Abschluss. Am Ende haben wir ein, zwei Fehler zu viel gemacht. Man darf aber auch nicht vergessen gegen wen wir gespielt haben. Bensheim hatte zuletzt einen richtig guten Lauf und hat es gegen uns ebenfalls ganz gut gemacht.“

Auch die Spielzeit in der 2. Handball Bundesliga ist vorüber. Die HL Buchholz 08-Rosengarten konnte mit dem 36:20 (20:12) beim BSV Sachsen Zwickau noch die 50-Punkte-Marke knacken und kam am Ende auf 51:9 Zähler. Vizemeister und Aufsteiger in die 1. Bundesliga ist der 1. FSV Mainz 05, der seine letzte Aufgabe beim Tabellenvierten TV Beyeröhde-Wuppertal souverän mit 35:26 (14:13) löste. Der Tabellendritte, die Kurpfalz Bären, kamen beim SV Werder Bremen hingegen nicht über ein 20:20 (12:11) hinaus. Aufgrund des Verzichts des Meisters rücken aber auch die Badenerinnen ins Oberhaus auf. Die Hanseatinnen überholten in der Tabelle noch den BSV Sachsen Zwickau. Absteigen müssen die HSG Gedern/Nidda und die DJK/MJC Trier. Als Aufsteiger in die 2. Bundesliga stehen der HC Leipzig, die HSG Freiburg, und der HSV Solingen-Gräfrath fest.


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