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Thüringer HC mit Sensations-Remis bei Bietigheim

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SG BBM Bietigheim – Handball Bundesliga und EHF Champions League Saison 2020 – 2021 – Copyright: SG BBM Bietigheim

Handball Bundesliga, 2. Spieltag, Topspiel: Der Thüringer HC erkämpfte ein sensationelles 29:29 (14:17) Remis beim Meisterschafts-Top-Favoriten SG BBM Bietigheim vor 500 Zuschauern in der MHP Arena Ludwigsburg.

Zur „Woman of the Match“ avancierte Spielmacherin und Vollstreckerin (12 Tore) Marketa Jerabkova vom Thüringer HC. Herausragend die Torhüterinnen-Leistungen von Salamakha, Blazek und Davidsen.

Der qualitativ hochwertige Bietigheimer Rückraum bekam nur phasenweise das Match in den Griff und scheiterte vor allem nach der Pause in Folge vieler technischer Fehler. Der Thüringer HC setzte Individualität und Kampfgeist erfolgsversprechend dagegen.

09.09.2020 – SPORT4FINAL / Frank Frank Zepp:

Handball Bundesliga: Die erste weitgehend gutklassige Halbzeit entwickelte sich zur Berg- und Talfahrt zwischen dem Gastgeber SG BBM Bietigheim und dem Thüringer HC. Der Favorit bestrafte in der Anfangsphase die technischen Fehler der Gäste im Angriff über Tempogegenstöße. Aber die THC-Kapitänin Jakubisova brachte das Müller-Team erstmalig mit 5:6 nach 10 Minuten in Führung. Bis zum 8:10 durch die sechsfache Torschützin Jerabkova dominierte der Thüringer HC.

Dann nahm Bietigheims Neu-Coach Gaugisch die erste Auszeit. Mit einem Torhüterinnen-Wechsel von Stang zu Salamakha und der Einwechlung von Kudlacz-Gloc sowie Neuzugäng Jörgensen drehte der Meisterschafts-Top-Favorit die Begegnung und ging verdient mit 17:14-Führung in die Pause. Der Thüringer HC machte zu wenig Druck über die Außenpositionen und besaß nur in Vollstreckerin und Spielmacherin Jerabkova und Torhüterin Blazek herausragende Akteurinnen in Hälfte eins. Torhüterinnen 5:6 Paraden. Gegenstoß-Tore 4:1. Technische Fehler 5:4.

Thüringer HC – Handball Saison 2020-2021 – Foto: Thüringer HC

In der zweiten Halbzeit überwog Kampf und Spannung die Match-Qualität. Bis zum 22:22 (42.) konnte der Gastgeber die scheinbar sichere Führung behaupten. Aber der Thüringer HC konnte nicht „abgeschüttelt“ werden und die alle Spielerinnen überragende Jerabkova (trotz einiger Fehlwürfe) entwickelte sich zum „Matchplayer“. Auch Davidsen im THC-Tor entschärfte einige klare Torchancen der SB BBM Bietigheim.

So wurde die Crunchtime ein „Spiel auf „Augenhöhe“ mit „gefühltem Vorteil“ für die Gäste. In der Schlussminute besaß der THC durch Jerabkova die Siegmöglichkeit, aber sie scheiterte am Block. Lauenroth im Gegenzug scheiterte ebenfalls. Am Ende stand ein gerechtes Unentschieden zu Buche, das der Thüringer HC eher zum Feiern hatte, weil sogar der Sieg in greifbarer Nähe lag. Ein Sensations-Remis war es allemal!

SG BBM-Cheftrainer Markus Gaugisch sagte nach dem Spiel: „Der THC hat sehr abgezockt gespielt, zudem bekamen wir Lydia Jakubisova nicht in Griff. Wir leisteten uns zu viele Fehler im eigenen Spiel. So kann man dieses Match nicht gewinnen.“

Stimme (Quelle: Sportdeutschland.TV):

Josefine Huber (Thüringer HC): „Wir sind über den Punkt sehr glücklich als Außenseiter. Wir machen alles über den Kampf. Wir wussten, je länger wir dran bleiben, wird es immer schwieriger für Bietigheim. Der Punkt ist verdient.“

Statistik:

Handball Bundesliga Frauen, 2. Spieltag, Saison 2020/2021

SG BBM Bietigheim vs. Thüringer HC 29:29 (17:14)

Spielfilm: 5:3 (5.), 6:7 (11.), 8:10 (16.), 10:10 (18.), 13:11 (20.), 14:13 (23.), 17:14 (HZ) – 22:20 (40.), 22:24 (45.), 24:26 (48.), 26:26 (53.), 28:27 (56.), 28:29 (59.), 29:29 (EST)

Woman of the Match: Marketa Jerabkova

Torhüterinnen: 12:12 Paraden

Gegenstoß-Tore (1. Welle): 4:1

Technische Fehler: 13:10

Zuschauer: 460 in MHP Arena Ludwigsburg

SG BBM Bietigheim: Emily Sando, Valentyna Salamakha; Amelie Berger 1, Antje Lauenroth 5, Luisa Schulze 2, Karolina Kudlacz-Gloc 6, Kim Naidzinavicius 2/1, Nele Reimer, Xenia Smits 2,Trine Jensen Østergaard, Julia Maidhof 6/4, Stine Jørgensen 5, Kim Braun

Thüringer HC: Laura Kuske, Marie Skurtveit Davidsen, Petra Blazek; Mariana Ferreira Lopes 1, Emma Ekenman-Fernis 5/5, Beate Scheffknecht, Anouk Nieuwenweg, Asli Iskit 2, Ina Großmann, Arwen Rühl, Kerstin Kündig 4, Lydia Jakubisova 1, Nina Neidhart 2, Marketa Jerabkova 12, Josefine Huber 2

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