Champions League: Thüringer HC will Heimsieg gegen Wolgograd. Quarterfinal fest im Visier

05.02.2015 – THC / SPORT4Final / Frank Zepp

Champions League Hauptrunde:

Thüringer HC vs. Dinamo Wolgograd

Nach dem erfolgreichen Auftakt gegen RK Krim Ljubljana möchte der Thüringer HC am Sonntag nachlegen.

Thüringer HC mit Auswärtssieg bei RK Krim Ljubljana

Herbert Müller ist froh, dass das anstrengende Wochenende mit der kräftezehrenden Auswärtsfahrt nach Ljubljana erfolgreich und mit zwei Punkten im Gepäck abgeschlossen wurde. Für den gastgebenden Verein hatte er viel Lob übrig. „Alles war perfekt organisiert, auch unsere spätere Trainingszeit aufgrund unserer Verspätung unterwegs wurde uns ermöglicht. Das Hotel und die Verpflegung waren toll. Das hatte echtes Champions League Niveau.“

Rein vom handballerischen war er sicher, dass sein Team schon bessere Leistungen gezeigt hat, aber kämpferisch war die Mannschaft überragend. „Endlich mal wieder ein Spiel, das wir nach der 40. Minute in unsere Richtung gezogen haben.“

Freude bei ihm auch über den Leipziger Sieg gegen Skopje: „Toll, dass beide Mannschaften Punkte für die internationale Wertung sammeln.“

Thüringer HC in der Champions League - Foto: Thüringer HC
Thüringer HC in der Champions League – Foto: Thüringer HC

Nun steht das erste Heimspiel in Nordhausen auf dem Programm der Hauptrunde der Champions League. Trainer und Mannschaft freuen sich bereits auf die hoffentlich volle Halle und alle haben noch immer die tollen internationalen Spiele und Erlebnisse aus dem Vorjahr im Hinterkopf. „Mit Dinamo Sinara Wolgograd kommt sicher der stärkste Gegner aus der Gruppe A. Personell sehr stark aufgestellt, ihnen fehlt lediglich die Konstanz über ein gesamtes Spiel.“

Die Stärken sieht er in den beiden „pfeilschnellen Außen“ und dem starken Rückraum, vor allem die Besetzung mit Olga Akopjan (RL), Anna Kochetova (Mitte), Daria Dmitrieva (RR). Gerade Olga Akopjan schätzt Trainer Müller als sehr wurfgewaltig ein. Anna Kochetova ist eine sehr routinierte Mittelspielerin, die viel Zug zum Tor hat. Daria Dmitrieva ist mit ihren erst 19 Jahren die kommende Spielerin in der russischen Nationalmannschaft. Sie darf man nicht in gefährliches Eins-gegen-Eins-Spiel kommen lassen. Generell ist die Mannschaft sehr eingespielt, es gab nur wenige Transfers und der Trainer ist seit vielen Jahren an Bord. Wie alle russischen Mannschaften zeichnet auch Dinamo Wolgograd eine enorme Physis aus, was ihr Spiel sehr körperbetont macht. Das Team lebt vom „russischen Kollektiv“ und die Spielerinnen gehen immer in Wurfauslage, um ständige Gefahr zu signalisieren. Aufgrund dieser enormen Qualität wird es am Wochenende vor allem wichtig sein, dass man sich auf seine eigenen Fähigkeiten und Stärken konzentriert und aus einer kompakten Abwehr heraus zu schnellen Torerfolgen kommt.

Zur personellen Situation:

In dieser Woche hatten einige Spielerinnen mit Erkältungen zu kämpfen, wir gehen davon aus, dass alle am Wochenende wieder dabei sind. Iveta Luzumova und Petra Popluharova werden in Nordhausen wieder im Kader sein. Zumindest für Iveta sind nach ihrer langen Pause zunächst keine großen Einsatzzeiten vorgesehen. Marieke Blase ist mit von der Partie. Sie wird am Samstag noch für die SG 09 Kirchhof am Ball sein und stößt dann am Sonntag zur Mannschaft.

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