Thüringer HC bezwang HL Buchholz 08-Rosengarten

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Thüringer HC - Handball Saison 2020-2021 - Foto: Thüringer HC
Thüringer HC – Handball Saison 2020-2021 – Foto: Thüringer HC

Handball Bundesliga, 4. Spieltag: Der Thüringer HC gewann gegen die HL Buchholz 08-Rosengarten mit 33:22 (19:11) Toren.

In dem vom Gastgeber dominierten Spiel taten sich die Gäste von Beginn an schwer und hatten dem vorgelegten Tempo des Thüringer HC wenig entgegensetzen. Mit elf Toren zeigte sich Emma Ekenman-Fernis als beste Werferin der Thüringerinnen. Mit je vier Treffern waren für die Luchse Evelyn Schulz, Marleen Kadenbach 4 und Fatos Kücükyildiz erfolgreich.

27.09.2020 – PM THC / SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Handball Bundesliga: Vor gut 500 Zuschauern sollte die neue Salza Halle wieder zur „Salza-Hölle“ werden und der Fanclub „Rote Wand“ seine alte Kraft entfalten. Mit dem Anwurf eröffneten die Gastgeberinnen das erste Heimspiel der Saison. Mehr als den Pfosten des Gästetores zu testen, kam nicht heraus. Auf der Gegenseite parierte Marie Skurtveit Davidsen den Wurf von Larah Lamp und entschärfte damit den ersten Angriff der Luchse. Den nächsten Angriff schloss Beate Scheffknecht ab und erzielte den ersten Treffer vor den eigenen Fans. Julia Herbst erhielt bereits in der Startphase eine zwei Minuten Strafe.

Der erste Treffer für die Gäste fiel im Unterzahlspiel, Marleen Kallenbach netzte zum 3:1 ein. Kaum das fünf Minuten gespielt waren, musste Josefine Huber für zwei Minuten zum Abkühlen auf die Bank. Emma Ekenman-Fernis verwandelte den ersten Strafwurf für ihr Team sicher. Das reichte und Dubravko Prelcec sah sich beim Stand von 6:1 gezwungen, seine Mannschaft an die Seitenlinie zu beordern. Zu oft scheiterten seine Frauen im Abschluss an Marie Skurtveit Davidsen oder blieben in der THC-Abwehr hängen.

Mitte der ersten Halbzeit erzielte Nina Neidhart mit ihrem zweiten Treffer das 12:6. Im THC-Tor zeigte Marie Skurtveit Davidsen mehrfach ihre ganze Klasse und kassierte fast jeden Wurf der Luchse. Jedoch schlichen sich in der Abwehr immer wieder Ungenauigkeiten ein. Helfried Müller legte die Time-out-Karte beim Stand von 12:7 auf den Tisch des Kampfgerichts. Die Luchse agierten offensiv und ohne Angst vorm Gegner am Kreis. Dafür gab es bereits in der ersten Spielhälfte drei Zeitstrafen. Marleen Kadenbach kassierte zudem die Rote Karte, nachdem sie sich mit der gegen sie verhängten zweiten Zeitstrafe des Schiedsrichtergespanns Nils Blümel und Jörg Lopaschewski nicht einverstanden zeigte.

Trainer Helfried Müller wechselte jetzt kräftig durch und hielt das Tempo weiter hoch. Damit setzte er die Luchse weiter unter Druck. Ein seltenes Bild, die bisher sichere Emma Ekenman-Fernis vergab ihren ersten Strafwurf. Mit dem Halbzeitsignal netzte Asli Iskit zum 19:11 ein.

Aufgeregt begann die zweite Halbzeit auf Seiten der Gäste aus der Nordheide. Das Geburtstagskind des heutigen Tages, Kim Berndt, traf von der Strafwurflinie das Gesicht von Marie Skurtveit Davidsen und musste folgerichtig mit Rot vom Spielfeld. Drei Minuten der zweiten Hälfte waren gespielt, da erzielte die kaum aufzuhaltende Emma Ekenman-Fernis den ersten „Zehn-Tore-Vorsprung zum 21:11. Nina Neidhart machte es ihr gleich und markierte nach zwei Treffern das 24:11 (39. Minute). Bekamen die Luchse eine Wurfchance, war Marie Skurtveit Davidsen zur Stelle. Nach 45 Minuten hatte der THC den Vorsprung auf 28:15 erhöht. Youngster Arwen Rühl trug sich dabei zweimal in die Torschützenliste ein und rechtfertigte einmal mehr das Vertrauen ihres Trainerteams.

Auf der Anzeigetafel stand das 28:17, als Helfried Müller nochmals eine Auszeit nahm, um Anweisungen für die restliche Spielzeit zu geben. Zwei weitere Zeitstrafen kassierte der THC in der Schlussphase, Ines Khouildi und Lydia Jakubisova mussten auf die Bank. Die Handball Luchse nutzten ihre Überzahlchance und verkürzten auf neun Tore (28:19). Nach dem Wechsel im Tor der Gastgeberinnen zeichnete sich Petra Blazek mehrfach aus. Vier Minuten vor Spielende parierte sie einen Strafwurf von Fatos Kücükyldiz. Mit Abpfiff der absolvierten 60 Minuten besiegte der Thüringer HC die Handball Luchse in dieser Höhe verdient mit 33:22.

Stimmen nach dem Spiel:

Herbert Müller (THC): Endlich sind wir wieder zu Hause und mit diesen Fans können wir hier in der neuen Halle noch Großes schaffen. Wir wollten von Anfang an mit Härte und einer stabilen Abwehr dem Gegner den Zahn ziehen. Das ist uns über den gesamten Spielverlauf geglückt. Die vielen Zeitstrafen haben den Spielfluss zeitweise etwas stocken lassen, aber ansonsten ist unser Matchplan aufgegangen. Alle Spielerinnen erhielten ihre Einsatzzeit und gaben ihr bestes, besonders möchte ich aber heute einmal Marie Skurtveit Davidsen hervorheben, die eine überragende erste Halbzeit zeigte. Besonders danken will ich auch meinem Bruder Helfried, das er mich so hervorragend vertritt und mir viel Arbeit abnimmt, solange ich krank bin.

Dubravko Prelcec (HL): Diesmal haben uns die Müllers ernster genommen als im letzten Pokalspiel und von Anfang an Druck gemacht. Die Hinausstellung von Marleen Kadenbach brachte dann einen Bruch ins Spiel. Wir haben zu viele Chancen vergeben, aber solche Spiele wie gegen den Thüringer HC bringen uns weiter. Für uns gibt es andere Gegner, an denen wir uns messen müssen. An der Härte unserer Abwehr und im Angriff müssen wir noch arbeiten, wenn wir diesmal in der Bundesliga bleiben wollen.

Statistik:

Thüringer HC: Marie Skurtveit Davidsen, Petra Blazek; Mariana Ferreira Lopes 2, Emma Ekenman-Fernis 11/3, Beate Scheffknecht 4/1, Anouk Nieuwenweg, Asli Iskit 2, Meike Schmelzer, Ina Großmann 2, Arwen Rühl 2, Ines Khouildi, Kerstin Kündig 1, Lydia Jakubisova 2, Nina Neidhart 4, Marketa Jerabkova 3, Josefine Huber.

HL Buchholz 08-Rosengarten: Mareike Vogel, Zoe Ludwig; Louise Cronstedt 3, Evelyn Schulz 4, Maj Nielsen, Marleen Kadenbach 4/1, Sarah Lamp, Kim Berndt 1, Fatos Kücükyildiz 4/1, Svea Geist, Melissa Luschnat 1, Alexia Hauf 2, Julia Herbst 3.

Strafwürfe: 5/4 – 4/2. Zeitstrafen: 5 – 6. Disqualifikation: Marleen Kadenbach (18:34, 3. Zeitstrafe); Kim Berndt (34:18). Zuschauer: 500. Schiedsrichter: Nils Blümel/Jörg Lopaschewski.

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