Thüringer HC unterlag Vipers Kristiansand deutlich

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Katrine Lunde - Vipers Kristiansand - Thüringer HC vs. Kristiansand - 03.03.2019 Nordhausen - Foto: Hans-Joachim Steinbach
Katrine Lunde – Vipers Kristiansand – Thüringer HC vs. Kristiansand – 03.03.2019 Nordhausen – Foto: Hans-Joachim Steinbach

Der Thüringer HC musste sich im letzten Heimspiel der Hauptrunde in der Handball EHF Champions League gegen die Vipers Kristiansand mit 21:29 (9:17) Toren geschlagen geben.

Nach einer grottenschlechten ersten Halbzeit des Thüringer HC war eine Leistungssteigerung in der zweiten Spielhälfte sichtbar, die aber nicht ausreichend war, um gegen die Norwegerinnen mitzuhalten. Beste Werferinnen der Begegnung waren Emily Bölk und Silje Katrine Waade mit je sechs Toren.

04.03.2019 – PM THC / SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Handball EHF Champions League, Hauptrunde, 9. Spieltag: Die Gäste aus Norwegen kamen deutlich besser in die Partie und gingen mit 2:0 in Führung. Vier Minute brauchte der Thüringer HC, um den ersten Ball im Tor der Gäste unterzubringen. Meike Schmelzer verwandelte nach tollem Anspiel zum 1:2 vom Kreis. Trainer Herbert Müller setzte schon zu diesem frühen Zeitpunkt auf das taktische Mittel der siebten Feldspielerin, um die aggressive Abwehr der Norwegerinnen zu überwinden. Trotzdem tat sich der Thüringer HC im Angriff und im Abschluss schwer. Iveta Luzumova scheiterte zudem von der Strafwurflinie. Nach neun Minuten lagen die Gastgeberinnen bereits mit 1:5 im Hintertreffen. Eine weiterer erfolgloser Angriff zwang Herbert Müller zu seiner ersten Auszeit.

In der 12. Minute gelang Iveta Luzumova mit einer schönen Einzelleistung der zweite THC-Treffer. Im Angriffsspiel ging wenig bei den Thüringerinnen. Sie fanden keine Mittel, um die Abwehr der Gäste auseinander zu spielen. Zudem wurden Großchancen leichtfertig weg geworfen. Beim 4:13 hatte Herbert Müller genug gesehen und nahm seine zweite Auszeit noch vor der Pause. Fünf Minuten vor dem Pausenpfiff wurde es richtig bitter und der Abstand erstmals zweistellig (5:15). Die THC-Frauen fassten sich ein Herz und zeigten Kampfgeist. Ohne Gegenwehr wollten sie sich den Fans nicht präsentieren. Ihnen gelangen drei Treffer in Folge, doch Kristiansand hatte stets eine passende Antwort parat. In die Kabinen ging es mit 9:17.

Der Thüringer HC startete offensiver und couragierter aus der Pause. Kristy Zimmerman hielt zu Beginn einen Strafwurf. Im Angriff kam etwas mehr Druck in das Spiel, weiterhin wurden aber Großchancen weggeworfen. Josefine Huber scheiterte beim Strafwurf an der starken Katrine Lunde. Mit einem Doppelpack aus dem Rückraum verkürzte Emily Bölk auf 13:19 (37. Minute). Die Norwegerinnen ließen keine Zweifel aufkommen, dass sie dieses Spiel heute gewinnen wollten. Sie machten vier Treffer in Folge und zogen wieder auf 23:13 davon. Die Thüringerinnen gaben nicht auf und versuchten Wiedergutmachung für die erste Hälfte zu betreiben. Die Rückraumspielerinnen Emily Bölk und Alicia Stolle zeigten sich deutlich verbessert und trauten sich öfter aus der Entfernung zu werfen. Mit einem Rückraumkracher traf Emily Bölk zum 18:24 (48. Minute).

Jana Krause vernagelte das THC-Gehäuse förmlich und glänzte mit Paraden auf der Torlinie. Um das Spiel seiner Mannschaft zu beruhigen, nahm der norwegische Trainer Ole Gustav Gjekstad seine zweite Auszeit. Diese zeigte Wirkung und der Thüringer HC kam nicht weiter heran. Kristiansand spielte die Partie konzentriert zu Ende und siegte hochverdient mit 29:21. Der Thüringer HC konnte sich nach der zweiten Halbzeit (12:12) immerhin mit erhobenem Haupt vom heimischen Publikum aus der EHF Champions League für diese Saison verabschieden, auch wenn noch ein Spiel in Bukarest aussteht.

Stimmen:

Gustav Gjekstad (Vipers Kristiansand): Heute war die Abwehr der entscheidende Fakt in unserem Spiel, und wir konnten viele einfache Tore erzielen. Wenn wir weiter so spielen sollte unser Weg in der Champions League noch nicht zu Ende sein.

Herbert Müller (Thüringer HC): Ich bin mit der ersten Halbzeit absolut wieder nicht zufrieden gewesen, besonders der Rückraum hat nicht getroffen und zu viele Chancen liegen lassen. In der zweiten Halbzeit konnten wir uns steigern und mit mehr Mut aus dem Rückraum kamen wir auch zu Treffern. Mit einer durchgängig konstanten Leistung könnten wir mit solchen Mannschaften wie den Vipers Kristiansand mithalten.

Statistik:

Thüringer HC: Jana Krause, Kristy Zimmerman, Ann-Cathrin Giegerich; Jovana Sazdovska 1, Alexandra Mazzucco, Meike Schmelzer 4, Alicia Stolle 1, Iveta Luzumova 5, Emily Bölk 6, Ina Großmann, Nina Christin Müller, Lydia Jakubisova 2, Julia Redder, Josefine Huber 2

Vipers Kristiansand: Eline Fagerheim, Katrine Lunde; Karoline Olsen, Emilie Hegh Arntzen 4, Tonje Refsnes, Malin Aune 3, Mathilde Kristensen 1, Silje Katrine Waade 6, Linn Jorum Sulland 5, Pernille Bjorseth Wibe, Jeanett Kristiansen 3, Marta Tomac 1, Hanna Maria Yttereng 1, Henny Ella Reistad 5, Sunniva Amalie Naes Andersen


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