Thüringer HC nach Sieg bei TuS Metzingen auf Meisterschafts-Kurs


Thüringer HC - Handball Bundesliga - EHF Champions League - Saison 2017-2018 - Foto: Thüringer HC
Thüringer HC – Handball Bundesliga – EHF Champions League – Saison 2017-2018 – Foto: Thüringer HC

Handball Bundesliga Frauen, 18. Spieltag: Der Thüringer HC liegt nach dem 31:27 (13:17) Erfolg bei TuS Metzingen mit großen Schritten auf Kurs siebente deutsche Meisterschaft.

Vor allem eine starke zweite Halbzeit und mit der wiederum erfolgreichen „Sieben-gegen-Sechs-Taktik“ im Positionsangriff drehte der Thüringer HC einen „Vier-Tore-Halbzeit-Rückstand“ in einen überzeugenden Team-Erfolg.

Damit bleibt die Mannschaft von Chefcoach Herbert Müller mit fünf Punkten Vorsprung auf den amtierenden deutschen Meister, der SG BBM Bietigheim.

Obwohl der Thüringer HC in der diesjährigen Champions League nur ein Heimspiel (Bietigheim) gewinnen konnte, waren gerade die in der Königsklasse seit Jahren erworbene Wettkampfhärte und Widerstandsfähigkeit Ursachen dieses Erfolges gegen TuS Metzingen.

17.03.2018 – PM THC / SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Handball Bundesliga: Dinah Eckerle kam nach schwächerer erster Halbzeit noch auf zehn Paraden und eine alles überragende Beate Scheffknecht wurde mit hammerharten Würfen zur spielentscheidenen Akteurin (12 Feldtreffer).

In den ersten fünf Minuten gab es ein munteres Einwerfen beider Mannschaften – 4:4 zeigte die Anzeigetafel. Die Startviertelstunde endete ebenfalls Remis – 8:8. Es folgte eine starke Phase der Gastgeberinnen, die treffsicher aus dem Rückraum und von der Außenposition Tor um Tor erzielten, während die Gäste ihr Heil in unvorbereitenden Würfen suchten, die für die stark agierende Isabell Roch keine Gefahr darstellten. Auch die sonst so treffsichere Lydia Jakubisova biss sich an der Metzinger Torhüterin, die ja mit Dinah Eckerle im Nationalkader steht, buchstäblich „die Zähne aus“. Über die Stationen 12:9, 15:11 dominierte TuS Metzingen die Partie und führte zur Pause verdient mit 17:13.

Nach der Pause brachte ein 4:0-Lauf des Thüringer HC den Ausgleich: Meike Schmelzer schön freigespielt, Iveta Luzumova im Tempogegenstoß, mit Urgewalt Beate Scheffknecht aus dem Rückraum und dann nach einem tollen Pass Meike Schmelzer, die zum 17:17 einnetzte. Nach gut fünf Nachpausenminuten waren die Gäste wieder heran. Aber die Tussies überwanden den Schock und legten in den nächsten Angriffen wieder vor, der THC glich jeweils aus. Beim 20:20 durch Beate Scheffknecht hatte die Österreicherin sich gegen harte Gegenwehr durchgesetzt und mit knallhartem Wurf ihren siebenten Treffer ins Netz von Isabell Roch versenkt.

Nach dem 21:21 konnte der THC erstmals mit zwei Treffern durch Lydia Jakubisova und Dinah Eckerle in Führung gehen. Das Spiel 7 gegen 6 der Metzingerinnen brachte den Tusssies keinen Erfolg – die Gäste nahmen die Einladung gern an und konnten ihrerseits die 24:22 Führung erzielen. Doch auch der THC musste einen Treffer von Julia Behnke ins empty Goal hinnehmen. Auch zehn Minuten vor dem Ende war die Partie noch offen. Die Gäste führten mit 26:24 – und gingen jetzt ihrerseits ins 7 gegen 6. Zweimal hatten die Tussies den Ball verloren und der THC hatte erstmals eine Dreitoreführung erreicht. (24:27 – 53.)

Beate Scheffknecht wurde jetzt noch stärker attackiert – sie hatte das Auge für die am Kreis lauernde Meike Schmelzer, die heute im Abschluss wieder sehr gut die Torhüterin beobachtete und eindrucksvolle Treffer erzielte, wie beim 28:25.

Beate Scheffknecht war heute der absolute Matchwinner – mit ihrem Doppelpack zum 30:26 hatte sie das Spiel entschieden. Mit dem 31:27 gewinnt der Thüringer HC eine Spitzenpartie und bringt zwei immens wichtige Punkte mit nach Hause.

Statistik:

TuS Metzingen: Jasmina Jankovic, Isabell Roch; Marlene Zapf 7/4, Delaila Amega 2, Monika Kobylinska 1, Miriam Welser, Shenia Minevskaja 8/3, Stina Karlsson, Annika Ingenpaß, Ina Großmann, Maren Weigel 1, Marija Obradovic, Katharina Beddies 4, Julia Behnke 4

Thüringer HC: Jana Krause, Dinah Eckerle 1; Beate Scheffknecht 12, Saskia Lang, Meike Schmelzer 5, Anika Niederwieser, Iveta Luzumova 6/2, Gordana Mitrovic 1, Lydia Jakubisova 2, Kerstin Wohlbold, Josefine Huber 3, Patricia Batista da Silva 1

Strafwürfe: 8/7 – 3/2 / Zeitstrafen: 1 – 3 / Zuschauer: 1.050 / Schiedsrichter: Marcus Hurst/Mirko Krag


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