Handball EHF Final4 2016 Köln: Neue Videotechnik für Referees

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Handball VELUX EHF FINAL4 2016 Draw at 'The View' in Cologne on 3 May 2016 – Foto: EHF Media
Handball VELUX EHF FINAL4 2016 Draw at ‚The View‘ in Cologne on 3 May 2016 – Foto: EHF Media

Handball EHF Final4 2016 Köln: Nach Einführung der Torlinien-Technologie und einem Tor-Lichtsignal bei vergangenen EHF FINAL4 Turnieren ist der EHF ein weiterer technologischer Fortschritt für das FINAL4 in Köln am 28./29. Mai 2016 gelungen.

Zum ersten Mal in der Geschichte des Sports werden Schiedsrichter in der Lage sein, bis zu einem Zeitpunkt per Video-Wiedergabe sich eine bestimmte Spielszene anzusehen, um danach eine Entscheidung zu treffen.

SPORT4FINAL-Redakteur Frank Zepp berichtet live aus Köln.Handball

24.05.2016 – PM EHF Media / SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Es bietet die Möglichkeit, dass die Schiedsrichter sofort eine Situation auf einem TV-Bildschirm sehen, wenn sie die komplette Aktion auf der „Platte“ nicht vollständig sehen konnten und wenn sie dies überprüfen möchten, bevor sie eine Entscheidung treffen. Dies bezieht sich insbesondere auf wichtige Spielsituationen, in denen die Schiedsrichter entscheiden, das TV-Bild zusätzlich zu ihrem eigenen visuellen Blick zu konsultieren. Die sofortige Wiedergabe wird den Schiedsrichtern auf dem gleichen TV-Bildschirm wie bei der Torlinien-Technologie angeboten und beinhaltet das Standard-TV-Bild sowie zusätzliche Kamerawinkel für eine Gesamtansicht der Spielszene.

Zuerst wurde beim EHF FINAL4 im Jahr 2013 die Torlinien-Technologie für die Schiedsrichter mit einer Reihe von Kameras eingeführt. Das Ziel war zu prüfen, ob der Ball die Torlinie überquert hat. Diese Technologie bietet Schiedsrichtern die Möglichkeit, wenn sie sich dafür entscheiden, das Spiel zu unterbrechen, nachzusehen, ob der Ball vollständig die Linie überschritten hat oder ob der Ball die Torlinie überquerte, bevor die Halbzeit oder das Match beendet war. Das System wurde zuletzt beim EHF-Cup-Finale in Nantes Männer eingesetzt.

Die Verwendungen sowohl der Instant-Replay- als auch der Torlinien-Technologie sind ausschließlich in der Verantwortung der Schiedsrichter und nur die Schiedsrichter entscheiden, davon Gebrauch zu machen oder nicht. Weder die EHF-Delegierten noch die Betreuer oder eine der Mannschaften haben das Recht, gegen den Einsatz dieser Technologien zu intervenieren. Eine Entscheidung der Schiedsrichter nach einer der drei Technologien wird als „Tatsachenentscheidung“ angesehen.

Im Jahr 2014 eingeführt und in diesem Jahr wird das LED-Tor-Licht wieder verwendet. Ein LED-Licht, das hinter dem Tor installiert ist, leuchtet beim Torerfolg auf. Die Forschung durch die EHF hat ergeben, dass das akustische Signal für Team-Timeouts am Ende jeder Halbzeit schwer in vielen Hallen zu hören ist, wenn es eine Menge Lärm von frenetischen Zuschauer gibt. Ein optisches Signal liefert daher alle Informationen, wenn die Spielzeit stehen geblieben ist oder zu Ende ist. Das Signal enthält darüber hinaus weitere Hilfen für die Schiedsrichter bei der Entscheidung, ob in letzter Sekunde ein Torschuss die Linie überschritten hat oder nicht.

Im Ergebnis der Studien der EHF vom Januar 2016  werden diese neuen Technologien beim EHF FINAL4 in Köln für die Schiedsrichter eingeführt. Dabei sind Spezialkameras  für die Veranstaltung in Köln montiert worden. Die Kameras, die mit dem Broadcaster der TV-Produktion verbunden sind, werden Videobilder ohne Ton aber in Echtzeit liefern. Dies bietet eine völlig neue Perspektive für den modernen Handball  unserer Zeit.

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