Alter Wein in neuen Schläuchen

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Joachim Löw bleibt dem DFB treu - Vertragsverlängerung bis 2018 – Foto aus März 2015 - Foto: Getty Images
Joachim Löw bleibt dem DFB treu – Vertragsverlängerung bis 2018 – Foto aus März 2015 – Foto: Getty Images

Wenn heute Abend die altformierte deutsche Fußball-Nationalmannschaft unter dem Bundestrainer Joachim Löw in der Nations League gegen Weltmeister Frankreich spielt, wird der WM-2018 gescheiterte Bundestrainer in das erste Wiedergutmachungs-Match seiner noch vierjährigen Vertrags-Amtszeit gehen.

Dabei war die Analyse der Pleite bei der Russland-Weltmeisterschaft von Joachim Löw von einem insgesamt inhaltsschwachen Ergebnis gekennzeichnet, das vorher schon feststand und vom Löw-treuen DFB-Präsidium um Reinhard Grindel abgenickt wurde.

06.09.2018 – TIME / Zeppie:

Serviert wurde vom Bundes-Jogi „alter Wein in neuen Schläuchen“:

Löw gab nur das selbstkritisch zu, was fast zwei Monate lang nach dem WM-Aus in Kazan bereits durch die Medien knallhart analysiert wurde.

In der Quintessenz bedeutete dies: Viele Worte, zu wenig Inhalt, kaum Konsequenzen und ein personeller Neuaufbau der Nationalmannschaft, der keiner ist. Es war in Löws Worten und Gesten keine Aufbruch-Stimmung erkennbar. Eher wieder ein Schuss Selbstgefälligkeit bei ihm und ein Fass bei Oliver Bierhoff, der sich in dieser selbstgefälligen Rolle noch zu gefallen schien.

Anspruch und Wirklichkeit stehen sich im deutschen Fußball der aktuellen und verlängerten Löw-Ära diametral entgegengesetzt gegenüber. Als es im Trainings- und Testspiele-Vorfeld sowie bei der Weltmeisterschaft in Russland darauf ankam, den WM-Titel zu verteidigen, versagten die Spieler und der Bundestrainer kläglich. Darüber kann auch ein möglicher Sieg über Weltmeister Frankreich nicht hinweg täuschen.

Ein neuer Bundestrainer ohne Komfortzone, mit Weitblick beim inhaltlichen, strukturellen und personellen Neubeginn wäre die Lösung im krisenbehafteten deutschen Fußball auf Nationalmannschaftsebene gewesen. Ein Neuanfang mit Löw ist genauso fatal wie die vom Fußball-Experten Marcel Reif oftmals öffentlich geäußerte despektierliche Meinung, es sei noch nie so leicht gewesen, in Russland Weltmeister zu werden.

Bundestrainer Joachim Löw kann nur noch mit Titeln bei der EURO 2020 oder der WM 2022 in Katar seine wirkliche Qualität nachweisen. Ob ihm dies wirklich gelingen mag ?


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