WM-Einsichten: Favorit Deutschland mit „goldener Generation“ unschlagbar durch Argentinien in Maracanã?


12.07.2014 – SPORT4Final:

FIFA WM 2014 Fußball in Brasilien: WM-Einsichten

Deutschland geht als leichter Favorit ins WM-Finale – Spielsystem mit „torhungriger“ Ballbesitzstrategie und Joachim Löws „Geheimrezept“ können vierten WM-Titel bringen

Eine Analyse von SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp

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Überraschungen gehören zum Sport wie das Salz in der Suppe. Auch überraschende, weil fehlgeschlagene, Prognosen gehören zum Fußball und anderen Ballsportarten dazu. Zum Beispiel Franz Beckenbauer nach dem erfolgreichen WM-Finale 1990 in Rom mit dem 1:0-Sieg Deutschlands gegen Argentinien, dass Deutschland nun auf absehbare Zeit unschlagbar sein wird. Oder auch Oliver Kahn nach dem sensationellen „Jahrhundertspiel“ im Halbfinale beim deutschen 7:1-Erfolg gegen Gastgeber Brasilien, was nur laut „Titan Kahn“ im Fußball möglich sei. Solche Sensationsspiele und Ergebnisse gab es auch schon im Handball, werter Oliver Kahn!

WM-Einsichten: Favorit Deutschland mit „goldener Generation“ unschlagbar durch Argentinien in Maracanã? - Germany players celebrate the 1-0 win in the 2014 FIFA World Cup Brazil Quarter Final match between France and Germany at Maracana on July 4, 2014 in Rio de Janeiro, Brazil. (Photo by Jamie Squire/Getty Images for Sony)
WM-Einsichten: Favorit Deutschland mit „goldener Generation“ unschlagbar durch Argentinien in Maracanã? – Germany players celebrate the 1-0 win in the 2014 FIFA World Cup Brazil Quarter Final match between France and Germany at Maracana on July 4, 2014 in Rio de Janeiro, Brazil. (Photo by Jamie Squire/Getty Images for Sony)

Zurück zum Maracanã-Finale 2014 zwischen Deutschland und Argentinien. Nach den bisher gezeigten WM-Leistungen geht aus SPORT4Final-Sicht Deutschland als leichter Favorit in das Endspiel. Eine in diesen Stunden oft medial vernommene „Unschlagbarkeits-Prognose“ ist für uns nicht erkennbar. Im Gegenteil: Sie wäre eine  gefährliche „Favoritenprognose“, die an den sportlichen und fußballerischen Qualitäten Argentiniens sowie deutschen Turniertugenden vorbei gehen würde. Nur nebenbei erwähnt: Eine „goldene Generation“ ohne großen Titelgewinn ist eben nicht golden! Dies kann am Sonntag im großen Finale der Weltmeisterschaft „nachgeholt“ werden.

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WM-Einsichten: Favorit Deutschland mit „goldener Generation“ unschlagbar durch Argentinien in Maracanã? - Benedikt Hoewedes of Germany celebrates scoring his team's first goal with his teammate Bastian Schweinsteiger during the 2014 FIFA World Cup Brazil Quarter Final match between France and Germany at Maracana on July 4, 2014 in Rio de Janeiro, Brazil. (Photo by Martin Rose/Getty Images for Sony)
WM-Einsichten: Favorit Deutschland mit „goldener Generation“ unschlagbar durch Argentinien in Maracanã? – Benedikt Hoewedes of Germany celebrates scoring his team’s first goal with his teammate Bastian Schweinsteiger during the 2014 FIFA World Cup Brazil Quarter Final match between France and Germany at Maracana on July 4, 2014 in Rio de Janeiro, Brazil. (Photo by Martin Rose/Getty Images for Sony)

Analytisch und sachlich sind die guten deutschen Titelchancen folgendermaßen begründbar:

Leistungswende Viertelfinale gegen Frankreich: Nach der berechtigten harten Kritik am vielleicht schlechtesten „WM-Jahrhundertspiel“ gegen Algerien im Achtelfinale (2:1 n.V.) kam es durch Joachim Löw zum entscheidenden Systemwechsel im deutschen Spiel. Mehr absichernde Defensivstärke und der spielerisch zulegende „Bayern-Block“ im DFB-Team brachten den entscheidenden „Leistungsschub nach vorn“. Das Frankreich-Spiel muss der Maßstab sein, denn die Franzosen waren wesentlich stärker als die Brasilianer im Halbfinale!

Aus dem „wieder entdeckten“ Erfolgssystem resultieren angesichts der Spielsicherheit verbreitenden Ballbesitzstrategie die Spielkontrolle und Offensivkraft mit der Erarbeitung vieler Torchancen. Variabilität und „Angriffswirbel“ mit dynamischen Akteuren machen die Nationalmannschaft weniger ausrechenbar.    

Deutschland hat in der Summe gegenüber Argentinien die besseren Einzelspieler auf höchstem WM-Leistungslevel. Mit Manuel Neuer den besten Torhüter des Turniers, mit Philipp Lahm einen der besten Verteidiger sowie ein spielentscheidendes Mittelfeld mit defensiv starken Akteuren wie Bastian Schweinsteiger und Sami Khedira sowie offensiv starken Spielern mit Toni Kroos und Thomas Müller.

In der mannschaftlichen Geschlossenheit auf dem Platz scheint Deutschland auch leicht im Vorteil zu sein. Der Siegeswillen mit der „Generationsveredlung“ zur Goldmedaille bei dieser Fußball-WM ist stark ausgeprägt. Die Hierarchie-Stufen in der Mannschaft stimmen und lähmen nicht die „innere“ Geschlossenheit.

Bundestrainer Joachim Löw hat nach dem unerfreulichen Halbfinal-Ausscheiden bei der Europameisterschaft 2012 gegen Italien den effizienteren Erfolgs-Fußball verordnet. Das bedeutet: Erfolg geht vor „Schönspielerei“ – egal wie am Ende der Sieg bewerkstelligt wird. Spielkultur nicht ausgeschlossen, nur nicht um den Preis des Erfolges. Dieser erfolgreiche Sinneswandel, oder auch „Geheimrezept“ genannt, könnte im Maracanã-Finale noch Gold wert sein!

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