Paul Drux (Füchse Berlin) zum DHB-Länderpokal im Interview

Paul Drux entwickelte sich innerhalb weniger Jahre vom A-Jugendspieler zum deutschen Nationalspieler. Das 21-jährige Rückraum-Kraftpaket der Füchse Berlin ist Vorbild für viele Jugendliche, die einen ähnlichen Weg gehen möchten.

Eines der ersten bedeutsamen Turniere für junge Akteure mit leistungssportlicher Orientierung ist der DHB-Länderpokal 2016, der vom 15. bis 18. Dezember in Berlin stattfindet. Im Interview spricht Paul Drux über die Besonderheiten des Turniers, seine Erfahrungen dabei und er gibt Auswahlspielern einen Rat mit auf den Weg.

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Paul Drux (Füchse Berlin) zum DHB-Länderpokal im Interview - Foto: Füchse Berlin
Paul Drux (Füchse Berlin) zum DHB-Länderpokal im Interview – Foto: Füchse Berlin

25.11.2016 – PM Füchse / SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Paul, der DHB-Länderpokal findet vom 15. bis 18. Dezember statt. Die besten männlichen Jugendspieler (Jahrgang 2000) treten mit ihren Landesverbänden in Berlin an. Welchen Stellenwert hat der Länderpokal für dich?

Paul Drux: Der Länderpokal hat einen sehr hohen Stellenwert. Für die jungen Spieler ist das die Vorbereitung auf ein großes Turnier. Vor allem ist es wichtig, K.O.-Spiele kennenzulernen. Denn genau in diesen Partien muss jeder Einzelne auf den Punkt seine Leistung abrufen.

Könnte ein guter Auftritt beim Länderpokal ein Sprungbrett für die Zukunft sein?

Paul Drux: Definitiv! Es sind viele Zuschauer in den Hallen, da kann und will man sich natürlich so gut wie möglich präsentieren. Vor allem, wenn ein Spieler in einem Verein aktiv ist, wo die Struktur nicht so gut ausgebaut ist, ist das eine Möglichkeit, sich das Interesse anderer Klubs zu sichern.

Du warst früher selbst beim DHB-Länderpokal am Start …

Paul Drux: Ja, das war vor ungefähr vier Jahren. Wir hatten in Rotenburg das Finale mit Berlin gegen Bayern erreicht. Das war eine schöne Erfahrung und Erinnerung.

Du bist seit fünf Jahren in Berlin, hast die Trainingsbedingungen und Hallen hier bestens kennengelernt. Warum ist gerade die Bundeshauptstadt als Austragungsort geeignet?

Paul Drux: Wer einmal im Sportforum in Berlin war, der weiß auch, dass es kaum besser geht. Hier gibt es so viele Möglichkeiten und mehrere Hallen in unmittelbarer Umgebung. Die Trainingsbedingungen sind sehr professionell und für den Sportler natürlich extrem hilfreich.

Hast du selbst die Gelegenheit, das ein oder andere Spiel zu Beginn zu verfolgen?

Paul Drux: Da schau ich natürlich gerne vorbei. Da wir mit den Füchsen am Donnerstag und Freitag noch in Berlin Training haben, werde ich genug mitbekommen. Wenn so eine Veranstaltung direkt vor der Haustür ist, will man das natürlich nutzen.

Berlin ist Titelverteidiger, gewann letztes Jahr erstmals den Länderpokal. Wie schätzt du die Berliner Mannschaft ein und gibt es einen Favoritenkreis für dich?

Paul Drux: Über die anderen Mannschaften kann ich nicht viel sagen, da ich sie bislang nicht sehen konnte. Bei dem Berliner Team weiß ich aber, dass in diesem sehr viel Potenzial steckt. Das ist eine sehr gut organisierte Mannschaft, die auch wieder weit kommen kann.

Die Jugendlichen beim Länderpokal spielen in der B- und A-Jugend. Wie viele Stunden pro Tag hast du dich in dem Alter mit Handball und zusätzlichem Training beschäftigt?

Paul Drux: Ich habe knapp ein bis zwei Trainingseinheiten in der Halle pro Tag absolviert. Jede dieser Einheiten dauerte mindestens zwei Stunden an. In der B-Jugend gab es darüber hinaus auch schon Krafttraining. Das hat mir gut geholfen, einerseits um die Technik zu erlernen und andererseits die Muskulatur zu stärken.

Viele Jugendspieler wollen dir nacheifern. Hättest du dir erträumen lassen, so eine schnelle Entwicklung vom A-Jugendspieler zum A-Nationalspieler zu vollziehen?

Paul Drux: Geträumt davon habe ich auf jeden Fall schon. Aber ich hätte nie gedacht, dass dieser Traum so schnell Wirklichkeit werden könnte. Eine Portion Glück gehört zwar auch dazu, den Großteil verdanke ich jedoch viel Arbeit, Fleiß und in meinem Fall den Mut, den Schritt nach Berlin zu wagen. Solche Entscheidungen muss natürlich jeder für sich selbst treffen. Ich habe meine nicht bereut und werde es auch nie.

Welchen Rat kannst du den Nachwuchshandballern, die in der Zukunft ebenfalls das Ziel haben, den Sprung in die Nationalmannschaft zu schaffen, mit auf den Weg geben?

Paul Drux: Das Wichtigste ist, dass die Jungs den Spaß am Spiel nicht verlieren. Jeder hat mal mit dem Handball angefangen, einfach weil er Bock drauf hatte. Deswegen sollte man nicht zu verbissen sein und neben harter Arbeit die Lockerheit behalten.

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