Handball EM 2016: Deutschlands Wintermärchen – Zwischen Wahnsinn und Weltklasse

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Handball EM 2016 Polen: Die 12. Handball-Europameisterschaft der Männer ist Geschichte.

Handball EM 2016: Deutschlands Traum vom Halbfinale lebt nach Russland-Sieg weiter - Foto: ZPRP / EHF
Handball EM 2016: Deutschlands Wintermärchen – Zwischen Wahnsinn und Weltklasse – Foto: ZPRP / EHF

Die Handball-Nationalmannschaft Deutschlands wurde Handball-Europameister 2016. 

Als Epilog sind einige thesenhafte Gedanken der SPORT4Final-Redaktion aufgeschrieben.

SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp in Krakow

04.02.2016 – SPORT4Final / Frank Zepp:

Handball EHF EURO 2016 der Männer aus Polen:

SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp berichtete live von den Spielen der deutschen Handball-Nationalmannschaft aus Wroclaw und von den Finalspielen in Kraków.

 

Der Männer-Handball in Deutschland hat sich durch den sensationellen Titel-Triumpf wieder in die sportliche und mediale Öffentlichkeit katapultiert. Der eigentliche Wahnsinn: Mit einer, vor Sieghunger strotzenden und sympathisch auftretenden, „1B-Mannschaft“ (Bob Hanning) wurde der europäische Gipfel in souveräner Art und Weise erklommen.

Der DHB-Erfolg ist nicht primär allein das Ergebnis der 18-monatigen Arbeit von Bundestrainer Dagur Sigurdsson. Ohne veränderte objektive Bedingungen im „Handball Deutschland“, wie bspw. DHB- und Liga-Führungs-Miteinander, Jugend- und Eliteförderung in den Leistungszentren, sinkender Ausländeranteil in Bundesliga, Trainer mit strategischem Weitblick bei der Entwicklung der Nationalspieler, wäre der unglaubliche EM-Erfolg nicht möglich gewesen.

Wenn das sportliche DHB-Fundament stimmt, sind Nachhaltigkeit und Bestätigung bei den nächsten großen Titelkämpfen gefragt. Die Erfolge wachsen nicht in den Himmel und bei den Olympischen Spielen in Rio und den Handball-Weltmeisterschaften 2017 in Frankreich sind wiederum eine gute Vorbereitung, Augenmaß und gute Ergebnisse gefragt. Beständig unter den besten sechs Teams in Europa und der Welt zu sein, wäre eine Erfolgsbasis für den angestrebten Olympiasieg 2020 in Tokio.

Die häufig gestellte Frage nach der Rückkehr der deutschen Männer in die Weltklasse beantwortete Bob Hanning mit einem Vergleich: Wenn wir Frankreich und Dänemark in zehn Spielen sechs oder siebenmal bezwingen, können wir von Weltklasse sprechen.

EHF-Präsident Jean Brihault äußerte am Finaltag einen wichtigen Gedanken im Gespräch mit SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp: „Viele Mannschaften spielten auf hohem Niveau bei dieser EHF EURO. Die Topmannschaften bei den Männern und Frauen in Europa agieren auf der gleichen Qualitätsstufe. Das ist gut für den Handball insgesamt.“


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