HC Leipzig mit Crunch-Time-Erfolg gegen TuS Metzingen ins DHB-Pokal Final4

Im DHB-Pokal-Viertelfinale gewann der HC Leipzig gegen TuS Metzingen mit 32:27 (14:14) Toren vor enttäuschender Kulisse mit nur 1.490 Zuschauern und zog ins DHB-Pokal Final4 ein.

HC Leipzig mit Crunch-Time-Erfolg gegen TuS Metzingen ins DHB-Pokal Final4 - Foto: SPORT4Final
HC Leipzig mit Crunch-Time-Erfolg gegen TuS Metzingen ins DHB-Pokal Final4 – Foto: SPORT4Final

Der deutsche Rekordmeister zeigte erst in der Crunch-Time ab der 47. Minute bei 20:23-Rückstand eine gutklassige und souveräne Leistung, die in einem 8:1-Lauf mündete und mit 28:24 (55.) eine Vorentscheidung brachte. Letztendlich gab es über den verdienten Erfolg des HC Leipzig keine unterschiedlichen Auffassungen. Im Leipziger Lager wurde aber die Schiedsrichterleistung sehr kritisch (schwach) gesehen, was nicht der Einschätzung von SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp entsprach.

SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp im Palau St. Jordi in Barcelona
Frank Zepp im Palau St. Jordi in Barcelona

Handball EHF EURO 2016 der Männer im Januar 2016 aus Polen:

SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp berichtet live von den Spielen der deutschen Handball-Nationalmannschaft aus Wroclaw und den Finalspielen in Kraków.

06.01.2016 – SPORT4Final / Frank Zepp:

Im Wechselbad der Gefühle: In einem echten Pokal-Fight (beide Teams lagen mit drei Toren mal vorn und wieder hinten), der bei weitem nicht hochklassig war, stand es 23:23 nach 48 Minuten. Dann legte der HC Leipzig im Tempospiel einen höheren Gang ein und nahm taktisch die bis dahin beste Spielerin der Gäste, Anna Loerper, in „Manndeckung“ durch Alexandra Mazzucco. Auch die Breite des Kaders in der Qualität der Einzelspielerinnen mit Karolina Kudlacz-Gloc (10 Tore), Saskia Lang, Anne Hubinger oder auch Shenia Minevskaja (8 Tore, davon 6 Siebenmeter; mit einem ihrer besseren Spiele im Leipziger Dress – nicht nur ihr Schlagwurf!) gab am Ende den Ausschlag für die Gastgeberinnen.

Im Torhüterspiel zeigten sich die Gäste durch Sabine Stockhorst in der ersten Halbzeit mit 5 zu 2 gehaltenen Bällen stärker. In der Schlussphase drehte sich das Bild zu Gunsten von Katja Kramarczyk, die nach nur einer Parade vor der Pause nun 10 Bälle hielt (incl. eines Siebenmeters).

Bei den technischen Fehlern gestaltete sich das „Ergebnis“ 9 zu 10 aus Leipziger Sicht.

Aus insgesamt 12 Minuten mehr an Überzahlspiel konnte TuS Metzingen zu wenig Kapital schlagen. Dem HC Leipzig gelangen in Unterzahl sage und schreibe 8 Treffer (Metzingen 3 Tore). Diese Qualität entschied auch das Match, denn allein 4 Unterzahl-Treffer erzielte der Gastgeber in der Crunch-Time.

Wer die Schiedsrichterleistungen und -linie bei den Handball-Weltmeisterschaften in Dänemark verfolgt hat, kann die Leistung der Referees der Pokal-Begegnung besser beurteilen. Aus SPORT4Final-Betrachtung zeigten Robert Schulze und Tobias Tönnies eine gute Leistung gemäß internationaler Linie. Insofern sind die kritischen Leipziger Töne schwer nachvollziehbar, weil diese Schiedsrichterlinie den Leipziger Spielerinnen von der Weltmeisterschaft bekannt war.

Stimmen zum Match: 

Norman Rentsch: „Die Mädels haben in der kritischen Phase den Kopf oben behalten, auch wenn wir nicht mit allen Entscheidungen zufrieden waren. Shenia hat ein ganz wichtiges Spiel gemacht.“

Saskia Lang: „Bei 20:23 nicht die Sch… schon wieder. Wir haben dann gezeigt, dass wir heute die Moral hatten. Mit einer überragenden Karolina und ‚Schülki‘ ist auch wieder gekommen. Auch die Manndeckung von Alex gegen Lumpi war überragend.“

Katja Kramarczyk: „Wir sind als Mannschaft gereift.“

Kay-Sven Hähner: „Metzingen hat am Anfang gut gespielt. Obwohl wir nicht gut gespielt haben, waren wir immer noch auf Unentschieden dran. Ich war optimistisch: Wenn wir dann unsere Leistung finden und Katja die Bälle hält, dann schaffen wir es auch.“

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