Dynamo Dresden mit spielerischem Offenbarungseid gegen Sandhausen

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28.03.2014 – SPORT4Final:

SPORT4Final-Kommentar zum äußerst schwachen 0:0-Heim-Remis von Dynamo Dresden gegen SV Sandhausen

Was ist bloß mit Dynamo Dresden los? Genau vor einer Woche wurde eines der besten Saisonspiele gegen den Aufstiegsmitfavoriten SpVgg. Greuther Fürth beim 1:1-Unentschieden gezeigt. Dann vor drei Tagen ebenfalls ein 1:1 mit guter Mannschaftsleistung auswärts bei VfR Aalen erkämpft und nun heute die spielerisch blamable Nullnummer gegen Sandhausen – eine Abwärtstendenz mit spielerischem Offenbarungseid. Und dies gegen auch nur Magerkost anbietende Gäste in einer insgesamt schwachen Zweitligapartie in Dresden.  

Team SG Dynamo Dresden - Foto: Dynamo Dresden/Darrelmann
Team SG Dynamo Dresden – Foto: Dynamo Dresden/Darrelmann

Positiv: Dynamos Kampfgeist und die nie erlahmende, frenetische Fanunterstützung ihrer Lieblinge. Nur den Druck von den Rängen konnten die Dresdner Spieler nicht auf den Rasen  im Stile einer spielerisch dominant agierenden Heimmannschaft übertragen. Auch der „Mut“ von Trainer Olaf Janßen gegenüber den letzten Spielen, im Angriff mit zwei Stürmern Pote und Dedic zu agieren, wirkte sich nicht siegbringend aus.

Was nutzt am Ende eine Ballbesitzstrategie ohne spielerische Qualität aus dem Mittelfeld? Nicht einmal eine Handvoll eigens herausgespielter Chancen standen bei Dynamo Dresden gegen Sandhausen zu Buche. Torchancen waren also Mangelware, eher noch mit „Unterstützung“ des Gegners als Zufallsprodukt entstanden. So kann man beim besten Willen keine Spiele gegen den Abstieg gewinnen. Selbst das Gegenpressing nach Ballverlusten ließ zu wünschen übrig. Viele Unzulänglichkeiten und Fehler im Mittelfeld ohne klar erkennbares Spielsystem beantworten die Frage nach den Ursachen der 12 sieglosen Spiele in Folge ganz allein. Nur die derzeit nicht so „torhungrigen“ Stürmer mit den fehlenden Siegen und Punkten ursächlich in Verbindung zu bringen, ist viel zu kurz gedacht. Die gesamte Mannschaft ist defensiv für die Verteidigung sowie offensiv für Torerfolge verantwortlich. Eben eine Frage des Systems und der individuellen Fähigkeiten aller Teamplayer.

Dynamo Dresden hat schon zweimal in „Relegationsendspielen“ den Kopf aus der Schlinge „Dritte Liga“ gezogen. Dazu sind wieder Kampfkraft, Willensstärke, Erfahrungswerte, Glück und ein Mindestmaß an Zweiliga-Spielqualität vonnöten. Noch ist auch für die treuen Dynamo-Fans ihre Mannschaft nicht verloren sowie im fußballerischen und wirtschaftlichen Überlebenskampf für die zweite Bundesliga im Rennen. Denn die sächsischen Fußballfans möchten auch in der nächsten Spielzeit nicht die Derbys gegen Aue missen und womöglich die neuen Duelle mit RB Leipzig erleben.      

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