Empor Rostock und „Matchplayer“ Jan Kominek bezwingen Nordhorn-Lingen

Jan Kominek - Foto: HC Empor Rostock
Jan Kominek – Foto: HC Empor Rostock

Der HC Empor Rostock ist zurück in der Erfolgsspur.

Nach drei Niederlagen in Serie konnte die zuletzt ersatzgeschwächte Mannschaft von Aaron Ziercke am Sonntagnachmittag in voller Besetzung einen 27:23-Heimsieg (9:9) über die HSG Nordhorn-Lingen einfahren. Erfolgsgarant bei der Partie gegen die Niedersachsen war Keeper Jan Kominek.

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SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp berichtet ausführlich von den Spielen der deutschen Handball-Nationalmannschaft aus Kolding.

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28.09.2015 – Empor Rostock / SPORT4Final / Frank Zepp:

Dieser glänzte wie bereits bei der 20:23-Pleite gegen den TV Emsdetten am Freitagabend mit jeder Menge spektakulärer Paraden in Halbzeit Eins. So konnten die Mecklenburger trotz eines schleppenden Starts mit einem zwischenzeitlichen 3:5-Rückstand (10.) zu jeder Zeit den Anschluss zu den Gästen halten. Kominek entschärfte bis zum Pausenpfiff insgesamt neun Chancen des Zwei-Städte-Teams. Angetrieben von der Leistung ihres Schlussmanns sollte es den Rostockern sogar gelingen, vor dem Gang in die Kabinen den Ausgleich zu erzielen – erstmals seit dem Stand von 5:5 (15.). Rechtsaußen René Gruszka verwertete die letzte Offensivaktion vor der Pause für seine Mannschaft zum 9:9.

Während auf Rostocker Seite die bis dahin überragende Leistung ihres tschechischen Torhüters bejubelt wurde, kritisierte Heiner Bültmann, Trainer der HSG Nordhorn-Lingen, die Chancenverwertung seines Teams: „In der ersten Halbzeit haben wir zu viele Gelegenheiten ungenutzt gelassen. Da haben wir es verpasst, uns einen Vorsprung zu erarbeiten.“

Zur zweiten Halbzeit nahm Empor-Coach Ziercke dann einige taktische Umstellungen vor. „Wir wollten mehr Tempo machen und öfter ins Eins gegen Eins gehen. Das hat auch gut funktioniert“, so der ehemalige Nationalspieler, dessen Mannschaft nach Wiederbeginn durch einen Treffer von Marc Pechstein erstmals in Führung (10:9) gehen konnte.

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Diese Führung konnten die Rostocker zügig ausbauen und in den ersten Minuten der zweiten Hälfte auf 15:12 (40.) stellen. Zum ersten Mal sollte eines der beiden Teams mit drei Toren in Front liegen. Bei dem Treffer zum 18:20 (50.) durch einen verwandelten Siebenmeter von Nicky Verjans schien es dann so, als könne die Handball-Spielgemeinschaft die Partie eventuell noch einmal drehen, doch das Gegenteil war der Fall – in den folgenden Minuten spielte die Ziercke-Sieben noch einmal besonders stark auf. Eine 23:18-Führung (54.) stand wenige Minuten vor Schluss für die Mecklenburger zu Buche.

Von da an sollte der HC Empor nichts mehr anbrennen lassen, so dass am Ende ein 27:23-Erfolg über die HSG Nordhorn-Lingen bejubelt werden durfte. „Wir haben uns heute ehrlich gesagt mehr ausgerechnet, aber Rostock hat letztendlich verdient gewonnen“, so HSG-Trainer Bültmann nach Abpfiff der Partie.

Bei Empor freute sich derweil ein Akteur über seinen ersten Einsatz in der Stadthalle – Johannes Trupp, U23-Spieler des Clubs, stand einige Minuten auf dem Parkett. „Das hat richtig Bock gemacht! Mein Puls war zwar auf 180, als der Trainer gesagt hat, dass ich mich bereit machen soll, aber das war richtig geil heute“, so der 24-jährige Rechtaußen, der beinahe einen Treffer erzielt hätte. „Das wäre natürlich die Krönung gewesen. Die Aufregung hat mir da leider einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber egal, denn am Ende zählt eh nur das Ergebnis und das passt“, kommentierte Trupp die Situation.

HC Empor Rostock: Kominek, P. Porath – Becvar 2, Meuser, Hövels 3, Dethloff, Barten, Gruszka 8, Flödl 2, Papadopoulos 6, Zemlin, Pechstein 6 | Siebenmeter: HC Empor 3/3, Nordhorn-Lingen 4/4 | Zeitstrafen: HC Empor 4 Minuten, Nordhorn-Lingen 4 Minuten | Zuschauer: ca. 900

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