Empor Rostock gegen Coburg – Kenji Hövels im Interview

Empor Rostock gegen Coburg – Kenji Hövels im Interview - Foto: HC Empor Rostock
Kenji Hövels im Interview – Foto: HC Empor Rostock

Am Sonntagnachmittag startet der HC Empor Rostock mit einem Heimspiel gegen den HSC 2000 Coburg (Anwurf: 16:30 Uhr) in der Stadthalle in die neue Zweitliga-Saison.

Für den 22-jährigen Spielmacher Kenji Hövels wird es die zweite Spielzeit als Akteur des Rostocker Traditionsvereins. Vor dem Saisonauftakt hat sich der gebürtige Berliner, der im vergangenen Sommer von den Füchsen Berlin an die Ostseeküste gewechselt ist, Zeit für ein kurzes Interview genommen.

20.08.2015 – Empor / SPORT4Final / Frank Zepp:

Hi Kenji, du gehst jetzt in deine zweite Saison für den HC Empor. Wie fällt rückblickend dein Fazit für das erste Jahr in Rostock aus?

„Es war ein Jahr mit vielen Höhen und Tiefen für mich. Zum ersten Mal war ich weg von Zuhause und nicht mehr in meinem gewohnten Umfeld in Berlin. Gerade vor dem Trainerwechsel habe ich nicht das Vertrauen gespürt, das ich nach meinem Umzug benötigt habe. Aaron hat mir dann vertraut und ich denke, dass ich dann auch kontinuierlich stärker wurde.“

Bevor jetzt die zweite Spielzeit für dich ansteht, habt ihr eine fünfwöchige Vorbereitung absolviert. Konntet ihr die Zeit gut nutzen, um euch in Form zu bringen?

„Ja, wir haben wirklich gut gearbeitet, was in Anbetracht unseres dünnen Kaders aber auch nötig ist. Es wird eine lange Serie und ich denke, dass jeder auf seine Einsatzzeiten kommen wird – auch die ganz jungen Spieler. Etwas blöd war natürlich, dass mit Marc (Pechstein; die Redaktion) unser einziger Neuzugang beinahe die komplette Zeit gefehlt hat.“

Genau genommen ist die Vorbereitungszeit seit dem letzten Wochenende auch vorbei. Im Pokal habt ihr eure ersten beiden Pflichtspiele absolviert. Was würdest du sagen, wo ihr aktuell steht?

„Das ist schwer zu sagen. Wir hatten jetzt zwar die Pokalspiele, aber es heißt ja auch immer, dass der Pokal seine eigenen Gesetze hat. Es ist einfach etwas ganz anderes als die Partien in der Liga. Zumindest athletisch sind wir in einer guten Verfassung und in der Defensive haben wir in den letzten Tests auch bereits ganz gut gestanden. Auf dem Parkett wird ansonsten sicherlich in den ersten Wochen die Abstimmung mit Marc noch nicht so gut funktionieren.“

Kanntest du Marc eigentlich bereits bevor er aus Leipzig gekommen ist? Ihr beide wart schließlich im Nachwuchs der Füchse Berlin.

„Bei den Füchsen haben wir schon ziemlich oft gegeneinander gespielt, richtig kennengelernt habe ich ihn aber erst jetzt. Marc war ja aber auch nur ein Jahr in Berlin und zudem ist er ein Jahr älter als ich. Ich freue mich jedenfalls jetzt gemeinsam mit ihm bei Empor spielen zu können.“

Infolge der Verletzung von Marc hast du in den vergangenen Wochen auch im linken bzw. rechten Rückraum gespielt. War das eher der Not geschuldet oder ist das auch für die Spielzeit eine taktische Option?

„Puh, das müsst ihr den Trainer fragen. Fest steht jedenfalls, dass ich dort spielen werde, wo der Trainer mich aufstellt. Und dann werde ich natürlich auch immer mein bestes auf der jeweiligen Position geben. Es wird für uns nun mal um den Klassenerhalt gehen und da muss sich jeder in den Dienst der Mannschaft stellen.“

In diesem Jahr habt ihr auch noch zwei Partien mehr zu bestreiten als in der vergangenen Serie. Wie befindest du die Aufstockung der Liga auf 21 Mannschaften?

„Ich sehe das wirklich sehr kritisch. Ändern können wir Spieler sowieso nichts daran, aber die Belastung wird auch in der Zweiten Liga immer größer und so langsam gelangen wir da an eine Grenze. Zudem kann ich die neu eingeführten Doppelspieltage auch nicht so recht verstehen. Gutheißen kann ich das Ganze aus Spielerperspektive jedenfalls nicht.“

Am Sonntag steht gegen Coburg nun das erste Empor-Ligaspiel auf dem Programm. Was sind deine Erwartungen an das Spiel bzw. an die Saison?

„Ich freue mich auf jeden Fall tierisch, dass es endlich wieder losgeht. Meine Erwartungen? Wie bereits gesagt, geht es für uns nur um den Klassenerhalt. Wir müssen so schnell wie möglich, so viele Punkte wie möglich sammeln. Es wird kaum ein Spiel geben, in das wir als Favorit gehen. Für uns wird daher auch die Unterstützung aller Fans ein wichtiger Faktor. Es kann durchaus sein, dass wir mal zwei, drei Spiele in Serie nicht gewinnen, aber wichtig ist, dass jeder Spieler immer alles gibt und Woche für Woche über die kompletten sechzig Minuten kämpft. Gegen Coburg wird es zum Auftakt sicherlich nicht einfach. Im Pokal haben sie gerade Wetzlar besiegt und mehrere starke Spieler sind im Sommer zu ihrem Kader gestoßen. Außerdem haben sie auch einen sehr guten Trainer. Natürlich wollen wir gewinnen, aber wir werden dafür garantiert eine Spitzenleistung benötigen.“

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