CNN Living Golf: Skandinaviens atemberaubende Golfplätze und rivalisierende Talente

Foto: CNN International Living Golf - Carin Koch
Foto: CNN International Living Golf – Carin Koch

Im September geht es in der CNN-Golfsendung „Living Golf“ um den Golfsport in Skandinavien und den Beziehungen zwischen Schweden, Dänemark und Norwegen bezüglich ihrer Geschichte, ihrer Kultur und ihres Sports.

16.09.2015 – CNN / SPORT4Final / Frank Zepp:

Zuerst trifft das Living-Golf-Team in Göteborg auf Carin Koch. Sie spricht darüber, wie sie mit der Verantwortung umgeht, Kapitänin des europäischen Solheim-Cup-Teams zu sein. „Ich bin sehr stolz darauf, dass ich gefragt wurde, das europäische Team zu leiten“, so Koch. Die Verantwortung, die auf ihren Schultern liegt, ist allerdings enorm. Die Europäerinnen könnten unter ihrer Führung zum dritten Mal gegen die US-Spielerinnen siegen. „Es wird eine riesige Herausforderung. Aber ich habe so viel Spaß bei den Vorbereitungen, dass ich mich einfach sehr auf die Woche freue.“ Ihre zweite Leidenschaft gilt der Mode. Daher hat Carin Koch auch die Team-Anzüge der Europäerinnen zusammengestellt. „Man muss sich wohl fühlen, dann spielt man auch gut. Daher habe ich unterschiedliche Outfits für die einzelnen Tage vorbereitet.“

Foto: CNN International Living Golf - Henrik Stenson (Schweden)
Foto: CNN International Living Golf – Henrik Stenson (Schweden)

Danach geht Living-Golf-Moderator Shane O’Donoghue im dänischen Helsingør den kulturellen Unterschieden der skandinavischen Länder auf den Grund. „In Norwegen hat man die hohen Berge und die Täler, die Gesellschaften identifizieren sich mit den Tälern, in denen sie wohnen. Norweger fühlen sich also stark verbunden zu ihrer Natur und ihrem Land. In Dänemark findet man eher eine globalisierte, kosmopolitische Gesellschaft mit vielen Häfen vor. Die Dänen segeln hinaus, um die Welt zu erforschen. In Schweden hat man die Geschichte der Industrialisierung, es gibt eine geringere Klassenteilung als in den anderen beiden skandinavischen Ländern“, erläutert Mikael Fock, CEO von The Culture Yard, dem Kulturzentrum in Dänemark.

Dass sich die drei Länder voneinander abgrenzen wollen, spiegelt sich vor allem auch in der Rivalität des Golfsports wider: Die dänischen Golfer Thomas Bjorn und Thorbjorn Olesen und das schwedische Team bestehend aus Henrik Stenson und Jonas Blixt sind ständige Konkurrenten. Bei einem Wohltätigkeitsspiel in der Nähe von Kopenhagen geht es für die ehrgeizigen Sportler um die Ehre, auch wenn es sich dabei um kein großes Tour-Event handelt. „Es ist ein kleiner Bruder-großer-Bruder-Verhältnis zwischen uns und natürlich sind wir die großen Brüder“, scherzt Henrik Stenson. „Unser Land ist größer, schöner und besser, als Dänemark“, stichelt er weiter. Der Däne Thomas Bjorn hingegen schlägt sanftere Töne an: „Die Schweden arbeiten sehr hart und sind sehr ehrgeizig. Wir sind da anders gestrickt. Wir gehen die Dinge etwas lockerer an. Vielleicht nennt man uns deswegen auch die glücklichsten Menschen der Welt.“

Foto: CNN International Living Golf - Suzann Pettersen
Foto: CNN International Living Golf – Suzann Pettersen

Die Sendung endet im Lofoten Golf Club, einem beeindruckenden Golfplatz an der norwegischen Küste. Hier kann von Mai bis August rund um die Uhr Golf unter der Mitternachtssonne gespielt werden. Auch Norwegens größter Golfstar Suzann Pettersen genießt die ‚24/7-Tee-Time‘ auf dem isolierten Golfplatz: „Hier ist alles so frisch und unberührt. Einfach friedlich. Auf der einen Seite will man diese Schönheit natürlich als Geheimtipp nur für sich behalten. Auf der anderen Seite möchte man so etwas Schönes ja auch mit der ganzen Welt teilen.“ Ihren Arbeitsethos beschreibt sie folgendermaßen: „Ich bin eine Perfektionistin – wie wohl die meisten Golfer. Aber der Perfektionismus hat mir manchmal auch geschadet. Man muss beim Golfen auch mal akzeptieren, dass nicht immer alles einwandfrei laufen kann. Als Jugendliche hatte ich oft Schwierigkeiten, mit meinem Frust auf dem Rasen umzugehen. Ich habe häufig die Kontrolle verloren und mich sehr geärgert“, erinnert sich Pettersen. „Wenn man älter wird, bekommt man einen anderen Blick auf den Sport, der dazu beiträgt, voranzukommen und sich nicht mehr so häufig zu ärgern.“

Quelle: CNN International

Quelle: CNN International

Quelle: CNN International

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