Hermann Winkler: „Ich habe Vertrauen zur Vereinsführung von Dynamo Dresden.“

Im Vorfeld des Finals um den Sachsenpokal zwischen dem 1. FC Lok Leipzig und dem Chemnitzer FC sprach SPORT4FINAL-Redakteur Frank Zepp mit dem Präsidenten des Sächsischen Fußball-Verbandes, Hermann Winkler, über Dynamo Dresden und die „Vorkommnisse von Karlsruhe“.

Hermann Winkler: „Ich habe Vertrauen zur Vereinsführung von Dynamo Dresden.“ - Foto: SPORT4FINAL
Hermann Winkler: „Ich habe Vertrauen zur Vereinsführung von Dynamo Dresden.“ – Foto: SPORT4FINAL

23.05.2017 – SPORT4FINAL LIVE / Frank Zepp:

Herr Winkler, wie beurteilen Sie im Moment die Situation um Dynamo Dresden nach der „Kriegserklärung an den DFB“?

Hermann Winkler: „Ich unterscheide bei Dynamo Dresden ganz deutlich das Sportliche und alles das, was um das Spiel herum passiert. Mit dem Sportlichen bin ich sehr zufrieden. Ich finde, sie haben eine tolle Saison hingelegt und haben sich auch finanziell als Verein gut entwickelt. Ich habe auch Vertrauen zur Vereinsführung und stehe auch in Kontakt mit Ralf Minge und Andreas Ritter.

Aber was in Karlsruhe abgelaufen ist und auch die Reaktionen der Ultras danach – dafür habe ich kein Verständnis. Da muss etwas geschehen. Ich weiß, sie sind mit dem DFB im Gespräch. Auch wir als sächsischer Fußball-Verband bieten uns da an, helfend wirksam zu werden und flankierende Maßnahmen einzuleiten. Es wird jetzt zu einer Strafe kommen. Die Sache liegt beim Kontrollausschuss.

Nur wir müssen auch mal sehen, wie es weiter geht. Denn es kann ja nicht immer nur so sein, dass der Kontrollausschuss harte Strafen verhängt. Dann gibt es wieder neue Plakate gegen den DFB. Wir müssen mal eine Grundsatzdebatte führen. Aber ich erwarte auch ganz einfach von diesen Idioten, die da durch die Gegend ziehen, dass sie ein anderes Verhalten an den Tag legen. Denn mit solchen Leuten kann man ja fast nicht reden.“

Sehen wir mit Dynamo Dresden in der kommenden Saison den nächsten Bundesliga-Aufsteiger aus Sachsen?

Hermann Winkler: „Ja, Sie kennen meine Formel, mit der ich angetreten bin: Drei mal zwei. Ich mache da kein Geheimnis draus. Ich rechne in den nächsten zehn Jahren in Sachsen mit zwei Erstligisten und da zählt Dynamo Dresden ganz klar dazu.“

Vielen Dank für das Interview, Herr Winkler.

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