FC Hansa Rostock mit qualitätsarmem Arbeitssieg über Preußen Münster

Der FC Hansa Rostock gewann am 2. Spieltag der dritten Fußball-Liga vor 13.300 Zuschauern im Ostseestadion gegen Preußen Münster mit 1:0 (0:0) Toren.

FC Hansa Rostock mit qualitätsarmem Arbeitssieg über Preußen Münster - Foto: SPORT4FINAL
FC Hansa Rostock mit qualitätsarmem Arbeitssieg über Preußen Münster – Foto: SPORT4FINAL

Das Match hatte mehrere Facetten: In der ersten Hälfte der Regionalliga-Qualität nahe, steigerten sich beide Teams von der Laufbereitschaft und Intensität der Zweikämpfe nach der Pause. Die gelb-rote Karte für den Münsteraner Denis Mangafic in der 54. Minute stellte den Wendepunkt der Partie dar.

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Aus dem Rostocker Ostseestadion berichtet SPORT4FINAL-Redakteur Frank Zepp.

05.08.2016 – SPORT4FINAL / Frank Zepp:FC Hansa Rostock

Hansa Rostocks zahlenmäßiger Überlegenheit entsprang die beste Spielszene, als Stephan Andrist Stürmer Marcel Ziemer im Strafraum anspielen wollte, aber Tobias Jänicke am langen Pfosten einschoss. Desweiteren zeigte nach Meinung des DFB-Beobachters der Schiedsrichter Christian Dietz in seinem ersten Drittliga-Match eine sehr ordentliche Leistung. Was Halles Sportdirektor Stefan Böger, Gegner von Hansa am vierten Spieltag in der Saalestadt, gegenüber dem Reporter über die Schwächen der Rostocker in der Halbzeitpause sagte, soll an dieser Stelle unerwähnt bleiben.

Nicht unter den Tisch fallen darf die Nennung des Plakats der Rostocker Fans zehn Minuten lang vor dem Anpfiff mit der Aufschrift „Fußballmafia DFB“. Eine mögliche Bestrafung und wiederholte Kapitalvernichtung für den heißgeliebten Verein könnte folgen! Der Gegenpol: Die „Hansa-forever-Hymne“ vor dem Match und in der 85. Minute sorgte wieder für Gänsehaut-Feeling in der Arena.

FC Hansa Rostock mit qualitätsarmem Arbeitssieg über Preußen Münster - Foto: SPORT4FINAL
FC Hansa Rostock mit qualitätsarmem Arbeitssieg über Preußen Münster – Foto: SPORT4FINAL

Bis zur Hinausstellung agierten die Gäste mit besserer Spielanlage. Sebastian Mai hätte aus sechs Metern in der achten Minute die Führung für Preußen Münster erzielen müssen. Tobias Jänicke besaß für Hansa die einzige echte Torchance (27.) in der ersten Halbzeit. Der FC Hansa Rostock offenbarte wenig Spielstruktur und einige Akteure schienen athletische Nachteile im konditionellen Bereich sowie Antrittsvermögen (Ziemer, Bülbül) zu haben. Hansas Gegenpressing fand kaum statt. In der zweiten Halbzeit lag die Vorentscheidung nach 78 Minuten durch Einwechsler Melvin Platje auf den Füßen. Aber er vergab kläglich von der Torraumgrenze. In der Schlussminuten machte sich der Gastgeber das Leben selbst schwer und gab Münster die Gelegenheit zu einigen Standards, die nichts mehr einbrachten.

Die Statements der Trainer:

Christian Brand (FC Hansa Rostock): „Es war ein sehr intensives Spiel, bei dem wir viel Aufwand betreiben mussten. Nach den ersten 30 Minuten haben wir es besser gemacht. Die Mannschaft hat sich heute in die Partie gebissen. Wir haben den Gegner zur gelb-roten Karte gezwungen, indem wir entschlossen in die 1:1-Situationen gegangen sind. Am Ende müssen wir besser spielen, dürfen den Ball in der eigenen Hälfte nicht so oft verlieren und nicht so viele Standards gegen uns bekommen.“

Horst Steffen (Preußen Münster): „Wir waren in der ersten Halbzeit um Spielkontrolle bemüht und das ist uns auch gelungen. Wir hatten auch einige vielversprechende Abschlüsse, bei denen wir noch etwas entschlossener hätten sein können. Wir hatten das Spiel eigentlich ganz gut im Griff, aber dann gab es zwei Schlüsselszenen in der Partie. Zum einen die gelb-rote Karte und zum anderen dann der Fehler im Aufbauspiel, der zum 0:1 führte. Danach haben wir nochmal alles versucht. Kurz vor Schluss hatten wir dann noch eine Chance, die Torhüter Schuhen vereitelt hat. Dass wir am Ende mit einem 0:1 nach Hause fahren, war aus meiner Sicht nicht nötig.“

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