RB Leipzig: Ralf Rangnick – Zornigers Entlassung hatte sportliche Gründe

11.02.2015 – RBL / SPORT4Final / Frank Zepp:

RB Leipzig: Die Stimmen von Ralf Rangnick und Achim Beierlorzer zur neuen Trainersituation bei RasenBallsport Leipzig

Mit neuer Begeisterung den Punkteschnitt steigern. Wenige Stunden nach der Bekanntgabe der einvernehmlichen Trennung zwischen RB Leipzig und Cheftrainer Alexander Zorniger wurde Achim Beierlorzer auf einer Pressekonferenz vor zahlreichen Medienvertretern als neuer Trainer der RBL-Profimannschaft vorgestellt. Zudem erklärte Sportdirektor Ralf Rangnick die Gründe für den Trainerwechsel und sprach über die Ziele und Ausrichtung für die verbleibenden Rückrunden-Spiele.

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RB Leipzig: Sportdirektor Ralf Rangnick - Foto: GEPA pictures/Roger Petzsche
RB Leipzig: Sportdirektor Ralf Rangnick – Foto: GEPA pictures/Roger Petzsche

 

Ralf Rangnick: „Wir wollten einen Trainer, der den Verein und auch die Spieler kennt und der von unserer Spielidee überzeugt ist. Achim Beierlorzer hat unsere Spielphilosophie in der U17 hervorragend umgesetzt. Vor allem die Art und Weise, wie die Mannschaft spielt, hat mich begeistert. Ab sofort ist er der wichtigste Mann im Verein. Mit der Arbeit von Alexander Zorniger waren wir zufrieden, viel mehr Erfolg ging fast nicht. Aber wir müssen die aktuelle Saison zweigeteilt betrachten. Die Mannschaft hat in den ersten elf Spielen gezeigt, dass sie 2. Liga spielen kann. Doch zuletzt war die Entwicklung nicht mehr positiv. Es war nicht nur Stagnation, sondern sogar ein Rückschritt. Wir haben uns zu wenige Torchancen herausgespielt, zu wenige Tore geschossen und unser Punkteschnitt hat sich stark verringert. Gerade nach der Winterpause haben wir einen völlig anderen Auftakt erwartet. Persönliche Dinge hatten allerdings absolut keinen Anteil bei unserer Entscheidung. In erster Linie geht es jetzt darum, die Mannschaft auf die Partie am Sonntag zu fokussieren, um ein gutes Spiel zu zeigen. Das Team soll wieder den Fußball abrufen, den es zu Beginn der Saison gespielt hat und der in ihm steckt.“

Achim Beierlorzer: „Die Entwicklung hat mich natürlich überrascht, aber ich habe keine Sekunde gezögert, die neue Aufgabe sofort anzunehmen. Ich habe die Mannschaft im Sommer im Trainingslager in Schladming schon erleben dürfen und freue mich auf die Herausforderung. Ich bin mir sicher, dass es möglich ist, mit dieser Mannschaft in dieser Saison noch aufzusteigen. Wir wollen wieder zu dem aggressiven Angriffsfußball zurückkommen, der RB Leipzig ausmacht und die Zuschauer begeistert. Jeder Spieler soll wieder zu seinen Stärken zurückfinden – das habe ich der Mannschaft als erstes mitgegeben. Wir brauchen keine teambildenden Maßnahmen, sondern werden sofort auf den Trainingsplatz gehen. Wir haben nun vier Tage, in denen ich mir ein Bild machen und die Mannschaft bestmöglich auf den FSV Frankfurt vorbereiten werde.“

Achim Beierlorzer kam im Sommer 2014 zu RB Leipzig und übernahm die U17 der Roten Bullen. Der 47-jährige Fußballlehrer führte die B-Junioren in dieser Saison auf Platz 1 der Bundesliga. Der gebürtige Erlanger bestritt als aktiver Spieler u.a. 122 Oberliga-, 48 Regionalliga- und 3 DFB-Pokalpartien. 

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