DHfK Leipzig bei Rhein-Neckar Löwen mit „Qualitäts-Niederlage“

Der SC DHfK Leipzig unterlag beim verlustpunktfreien Spitzenreiter der DKB- Handball-Bundesliga Rhein-Neckar Löwen nach bärenstarker erster Halbzeit (11:12) noch mit 22:28 Toren. 

SC DHfK Leipzig 2015/16 - Foto: Rainer Justen
SC DHfK Leipzig – Saison 2015/16 – Foto: Rainer Justen

Im Klartext formuliert: Die Rhein-Neckar Löwen gewannen daheim vor 4.600 Zuschauern verdient, blamierten sich trotz erkennbaren Drucks in der Körpersprache auf der Bank nicht und konnten mit der eigenen Leistung nicht an das wahre Leistungsvermögen anknüpfen. Beim SC DHfK Leipzig folgte einer sehr guten ersten Spielhälfte das „Match auf Augenhöhe“ bis zur 47. Minute beim Zwischenstand von 19:18 und Timeout Nicolaj Jakobsen. Am treffendsten formulierte Andy Schmid, der das Spielmacher-Duell gegen einen ausgezeichneten Philipp Pöter nach Punkten oder Regie- bzw. Passqualität verlor, das Resümee des Spiels bei „Sport1.de“: „Am Ende müssen wir glücklich sein, heute zwei Punkte geholt zu haben.“ 

SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp im Palau St. Jordi in Barcelona
Frank Zepp im Palau St. Jordi in Barcelona

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11.11.2015 – SPORT4Final / Frank Zepp: 

Aus Sicht der Gastgeber war ab der 47. Minute bis auf Torhüter Appelgren und Kreisspieler Pekeler schon Bestbesetzung gefragt, die der Löwen-Coach aufs Feld schickte. Selbst der mit einer Erkältung vom Supercup zurück gekehrte Nationalmannschafts-Kapitän Uwe Gensheimer musste nicht nur vom Siebenmeterpunkt ran sondern „durfte“ noch zwei Feldtore zusätzlich in den letzten Minuten zum Sieg beisteuern. Das Löwen-Spiel war teilweise von Überheblichkeit sowie Pomadigkeit geprägt und an diesem Abend in der Performance weit weg von Champions-League-Ansprüchen.

Da zeigte der Aufsteiger vom SC DHfK Leipzig eine, gemessen an Leistungsvermögen und Kämpferherzen, ganz andere handballerische Leistung. Mit großer Ruhe und Übersicht dirigierte Pöter das Angriffsspiel und Torhüter Milos Putera zeigte über 50 Minuten eine sehr gute Leistung. Das Leipziger Team konnte durch die Hausherren angesichts der geballten sächsischen Selbstvertrauen-Ausstrahlung vom Ergebnis nicht abgeschüttelt werden.

Wenn es Makel im Leipziger Spiel gab, dann war dies die gegenüber der ersten Hälfte schwächer gewordene Angriffseffektivität sowie „kleinere Löcher“ in der Deckung. Gut herausgearbeitete Torchancen wurden nicht verwandelt oder Löwen-Keeper Richard Stochl nahm die guten Würfe „einfach weg“. Am Ende konnten sich die Rhein-Neckar Löwen bei ihrem Torhüter bedanken, der das Match in den letzten 15 Minuten entscheidend prägte. Auch die zu geringe Entlastung des Rückraums mit Weber, Semper und Pöter durch die Einwechsler Jurdzs und Zhedik fiel gegen Spielende stärker ins Gewicht. Der SC DHfK Leipzig kann erhobenen Hauptes die Lehren aus diesem Erfahrungsspiel ziehen und womöglich die Löwen beim Heimspiel noch mehr in Gefahr bringen.

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