DHfK-Team-Sieg: Philipp Weber „Felix Storbeck fängt einfach an zu hexen“

26.11.2014 – SPORT4Final:

DHfK Leipzig bewingt TV Großwallstadt – Match-Thesen:

  • DHfK Leipzig im Team- und Tempospiel auch von TV Großwallstadt nicht zu bremsen

  • DHfK Leipzig nach durchwachsener erster Halbzeit mit spielerischer Steigerung und Siegermentalität / Siegergen zu zwei wichtigen (Aufstiegs)-Punkten beim 31:24-Erfolg

  • TV Großwallstadt im Positionsangriff mit zu geringer Durchschlagskraft und zu vielen Einzelaktionen – kämpferisch gut, aber nicht leidenschaftlich genug

  • DHfK Leipzig ist mental zur letzten Saison gereift und trifft in 70 Prozent der Fälle in den wichtigen Matchphasen die richtigen Entscheidungen

  • Matchplayer: Felix Storbeck und Philipp – beide seit Monaten auf Erstliga-Niveau agierend

  • Philipp Weber über Felix Storbeck (hielt 3 Siebenmeter): „Es ist Wahnsinn, wie Felix auf einmal die Bälle dahinten hält. Ich habe schon mal gedacht, dass er mal kurz den Heinevetter auspackt und den Emotionen freien Lauf lässt.“

SC DHfK Leipzig vs. TV Grosswallstadt am 26.11.2014 in Leipzig - Max Emanuel (4) - Foto: Sebastian Brauner
SC DHfK Leipzig vs. TV Grosswallstadt am 26.11.2014 in Leipzig – Max Emanuel (4) – Foto: Sebastian Brauner

 

Zur Spielanalyse lassen wir die Protagonisten des Bundesligaspiels zwischen DHfK Leipzig und TV Großwallstadt zu Wort kommen. 

Am SPORT4Final-Mikro waren: 

Pavel Prokopec (TV Großwallstadt):

„Wir haben vorne nicht mehr das umgesetzt, was wir in der ersten Halbzeit geschafft haben. Die Leipziger haben sich in der ersten und wir in der zweiten Halbzeit zu viele technische Fehler geleistet. Wir haben viel in Unterzahl gespielt und die haben das in Überzahl gut gemacht.“ 

Mario Stark (TV Großwallstadt):

„In der Abwehr standen wir auch nicht so überragend. Wir haben Weber nicht in Griff bekommen. Und vorn haben wir wenig aus dem Rückraum zusammen gebracht.“ 

Felix Storbeck (SC DHfK Leipzig):

„Wir haben eine gute Abwehr gestellt und hatten ein paar Probleme im Abschluss – ein bisschen viel liegen gelassen. Und ich konnte auch ein paar gute Bälle halten. Es ist ganz ordentlich.“ 

Christian Prokop (Trainer SC DHfK Leipzig):

„Wir sind in der ersten Halbzeit zu schludrig mit unseren Chancen umgegangen und das hat schon mental einen Knacks gegeben. So dass wir dann behäbig in der Abwehrarbeit wurden, klare Absprachen dann nicht mehr so umsetzen konnten und ich bin froh über eine deutliche Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit, die dann Grund für den Erfolg ist.“ 

Philipp Weber (SC DHfK Leipzig):

Wir haben in der ersten Halbzeit zu viele einfache Fehler gemacht. Wir sind nicht in unser Spiel gekommen wie dann in der zweiten Halbzeit – also das, was uns stark macht. Über einen Felix Storbeck, der da einfach anfängt, zu hexen, und die Abwehr überragend steht. Und dann kommt eben unser Tempospiel ins Rollen mit den einfachen Toren. Das ist momentan unsere Qualität. Wichtig ist, dass wir mit der Mannschaft ganz oben stehen und was Anderes zählt für mich nicht … Es ist Wahnsinn, wie Felix auf einmal die Bälle dahinten hält. Ich habe schon mal gedacht, dass er mal kurz den Heinevetter auspackt und den Emotionen freien Lauf lässt.“ 

Die Trainer in der Pressekonferenz: 

Maik Handschke (TV Großwallstadt): „Leipzig hat verdient gewonnen. In der ersten Halbzeit haben wir zu viele freie Würfe ausgelassen, allein drei Siebenmeter. Das gleiche in der zweiten Halbzeit. Dazu kommen zu viele Unterzahlsituationen, von denen wir uns nicht erholen konnten. Durch dumme Zeitstrafen haben wir es Leipzig in den letzten 15 bis 20 Minuten leicht gemacht. Auf unsere drei Niederlagen in Serie kann es nur eine Antwort geben: Ein Sieg am Sonntag gegen Aue.“ 

Christian Prokop (SC DHfK Leipzig): „Großwallstadt stand heute hinten sehr kompakt, anders als ich es nach der Videovorbereitung erwartet hatte. In der ersten Halbzeit hat uns das einige Probleme bereitet, vor allem im Abschluss lief es zäh. In der zweiten Halbzeit konnten wir in allen Bereichen zulegen und bekommen das Spiel immer besser in den Griff. Den Sieg feiern wir dann anders. Jetzt müssen wir schnell den Fokus umlegen auf das Spiel am Samstag in Rimpar.“ 

Statistik: 

SC DHfK Leipzig gegen TV Großwallstadt 31:24 (13:12) 

Stationen: 0:1, 4:2, 7:4, 9:6, 10:9, 13:12, 13:14, 17:15, 19:16, 25:20, 29:22, 31:24 

SC DHfK Leipzig: Storbeck, Tovås; Naumann, Emanuel 3, Krzikalla 5, Pöter 2, Oehlrich 1, Binder 4, Greß 1, Roscheck 2, Weber 10/1, Milosevic 3, Pechstein 

TV Großwallstadt: Lenz, Putera; Spatz 5/1, Friðgeirsson 2/1, Weißbach, Stark 4, Kretschmer 2, Prokopec 3, Jost 3, Chen Pomeranz 4, Kohlbacher 1 

Zuschauer: 2.442 Handballfans in der ARENA an der Jahnallee

Schiedsrichter: Colin Hartmann, Stefan Schneider (BSV 93 Magdeburg)

Siebenmeter: Leipzig 2/1, Großwallstadt 5/2

Zeitstrafen: Leipzig 4 min, Großwallstadt 10 min

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