HC Leipzig demontiert Blomberg-Lippe nach Belieben

08.01.2014 – SPORT4Final:

HC Leipzig vs. HSG Blomberg-Lippe 27:15 (13:8) vor 1.593 Zuschauern in der Arena Leipzig

Zahlen-Spiel: 3:3 (7.), 7:3 (15.), 11:5 (24.), 13:8 (HZ.) – 18:10 (40.), 21:11 (44.), 26:13 (55.), 27:15 (Endstand)

„Gemütlicher“ Heimspielstart in 2014 für den HC Leipzig: Der deutsche Rekordmeister und alleinige Meisterschafts-Jäger von Titelverteidiger Thüringer HC gewann gegen nicht Bundesliga-Niveau auf die Platte bringende Gäste von der HSG Blomberg-Lippe erwartungsgemäß mit 27:15 Toren. Bei besserer Chancenverwertung und einigen technischen Fehlern weniger hätte der Klassenunterschied und die Demontage der HSG noch deutlicher ausfallen können. Nur die gut aufgelegten Torhüterinnen aus Blomberg verhinderten Schlimmeres. An eine Siegchance schienen die Blomberger Frauen während des ganzen Spiels nicht zu denken.

Nationalspielerin Luisa Schulze (HC Leipzig) stand nach über 3-monatiger Verletzungspause  erstmals auf dem Parkett - Foto: Sebastian Brauner
Nationalspielerin Luisa Schulze (HC Leipzig) stand nach über 3-monatiger Verletzungspause erstmals auf dem Parkett – Foto: Sebastian Brauner

Negative Überraschung für den Betrachter war die gut „gezählte“ Zuschauerzahl von knapp 1.600 Fans. Denn die bei der Weltmeisterschaft vollends überzeugende und ins All-Star-Team gewählte Susann Müller nach der WM-Pause erstmals wieder spielen zusehen, hätte mehr Fanpotential verdient. Auch eine besondere Ehrung durch die Verantwortlichen des HC Leipzig! Polens vierter WM-Platz für Kapitänin Karolina Kudlacz und Karolina Szwed-Ørneborg wurde auch „vergessen“. Was gar nicht geht: Beim Stand von 26:15 nach 58 Minuten nimmt Trainer Ørneborg eine Auszeit!

Positive Aspekte: Trotz geringerer „Anforderungen“ stand Leipzigs „neuformierte“ Abwehr im Innenblock mit „Comebackerin“ Luisa Schulze und Susann Müller sattelfest. Auch dies ist künftig eine gute Alternative zum Innenblock Visser und Szwed-Ørneborg. Der HC Leipzig „las“ das Spiel nach 10 Minuten immer besser, bekam nie mehr in Gefahr geratenen Zugriff und diktierte das Match nach Belieben, ohne richtig gefordert zu werden. Bereits zur Halbzeit oder spätestens nach 40 Minuten beim 18:10 war die Frage nach dem Sieger der Begegnung beantwortet. HC Leipzig-Trainer Ørneborg konnte einige spieltaktische Dinge probieren, wie bspw. mit Susann Müller auf der Spielmacherposition, was in der letzten Viertelstunde noch Michelle Urbicht am Regiepult sichtlich gut tat. Anne Hubinger als erfolgreichste Leipziger Torschützin (6 Tore) zeigte ansteigende Form. Die wird auch in den Angriffsabschlusshandlungen künftig gezeigt werden müssen. Wichtig aber, in den nächsten Heimspielen ist das „Einspielen“ und wieder „in den Rhythmus kommen“ angesagt, um in der entscheidenden Meisterschaftsphase des Frühjahrs ein echter Konkurrent für den Thüringer HC zu sein.    

Stimmen nach dem Spiel:

Luisa Schulze: „Für den Einstieg war das Spiel für mich passend. Wir müssen uns noch steigern und wollen im Januar alle Punkte mitnehmen. Ich habe mich im Innenblock mit Susi gut gefühlt. 15 Tore sprechen für eine gute Abwehrleistung.“

Thomas Ørneborg: „Die Torhüterinnen von Blomberg waren gut, aber wir müssen es in vielen Wurfsituationen besser machen. Aber die Abwehr mit Herrmann war gut. Wir hätten mehr Tempo und Beweglichkeit gegen die offensive 3:2:1-Abwehr gebraucht. Ich war ganz überrascht, denn „Schmu“ war ganz stark in der Abwehr. Aber zusammen mit Susi war das überragend in der Abwehr. Susi spielt gut auf allen Positionen, nicht nur auf Rückraum Mitte. Wir werden noch mehr probieren in den nächsten Spielen.“

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