HC Leipzig 25-23 Spreefüxxe Berlin – HCL-Pokal-K.O. und die Gretchenfrage „spielten“ mit

06.01.2015 – SPORT4Final:

HC Leipzig knüpfte an Leistung der zweiten Hälfte bei Pokal-Niederlage gegen Oldenburg an und rettete sich ins „Zwei-Punkte-Ziel“ 

Rote Karte für Leipzigs derzeit am konstantesten spielende Luisa Schulze in der 60. Minute (bei 24:23) zieht Sperre für ein Match oder mehrere Spiele je nach Schiedsrichterbeurteilung der Schwere des Fouls mit Verletzung von Bianca Trumpf nach sich 

Norman Rentsch: „Keine leichte Situation“

Spielfilm:

7:3 (9.); 8:9 (18.); 12:9 (25.); 13:12 (HZ.)

13:14 (32.); 19:15 (43.); 19:17 (46.); 24:18 (55.); 24:23 (60.) 25:23 (EST.)

HC Leipzig 25-23 Spreefüxxe Berlin – Pokal-K.O. Leipzigs „spielte“ kräftig mit – Norman Rentsch „Keine leichte Situation“ - Foto: SPORT4Final
HC Leipzig 25-23 Spreefüxxe Berlin – Pokal-K.O. Leipzigs „spielte“ kräftig mit – Norman Rentsch „Keine leichte Situation“ – Foto: SPORT4Final

Ohne Schminke: An dieses Bundesliga-Match wird man nicht oft zurück denken. Spielerische Berg- und Talfahrten, wechselnde Führungen, technische Fehler (14:11), gute Torhüterparaden (13:12), eine rote Karte für Leipzigs Luisa Schulze (60.) nach (grobem) Foulspiel gegen die zum Kreis durchbrechende Bianca Trumpf. Berlin war 18 Sekunden vor Schluss beim 23:24 nach einem 5:0-Lauf innerhalb von 5 Minuten nahe an einer Sensation, ehe Karolina Kudlacz in Unterzahl mit dem Schlusspfiff den Leipziger Sieg sicherstellte. 

Der denkwürdige „Abschied“ von der diesjährigen DHB-Pokal-Bühne vor drei Tagen steckte den Frauen des HC Leipzig noch in Beinen und Armen. Manche zufriedenstellende Phasen wurden durch „Stückwerk-Passagen“ kurzerhand abgelöst. Spieltaktische Schwächen im Spielaufbau und Positionsangriff, mentale Nachwirkungen und eine „emotionslose“ Auswechselbank sprachen zeitweise Bände für die 1.200 Zuschauer. Nach dem Spiel vernahm der Spielbeobachter einzelne Stimmen, dass in dieser Form der HC Leipzig es schwer haben wird, einen internationalen Startplatz für die kommende Saison zu erkämpfen. 

Wenn es auch einfach klingt zu behaupten, muss es nicht unbedingt falsch sein: Es müssen  Weichenstellungen erfolgen – spielkulturell, in der taktischen Ausrichtung, im Wurfverhalten sowie im emotionalen Erscheinungsbild, oder auch Körpersprache genannt. Die nächsten Gegner bis Mitte Februar sind auch nicht von „Pappe“: Bietigheim, Thüringer HC, Oldenburg, Koblenz, Buxtehude, Skopje, Buducnost Podgorica sowie THC in der Champions League. Die Gretchenfrage könnte heißen: Erfolgreiche „Team-Auferstehung“ oder „Team-Krise“. Letzteres wäre für die entwicklungsfähige Mannschaft und das noch unerfahrene Trainergespann Rentsch/Bertold eine Katastrophe. 

Stimmen zum Spiel: 

Norman Rentsch (Trainer HC Leipzig): „Es war klar gewesen, dass wir hier nicht mit dem tierischen Selbstbewusstsein auftauchen werden. Wir erarbeiten uns 6 Tore plus und können von vorn spielen und bekommen wieder Probleme. Es hat vieles mit Sicherheit, Unsicherheit und Selbstvertrauen zu tun. Wir müssen dem entgegen wirken. Es ist keine leichte Situation. Vor allem auch mit einer sehr jungen Truppe.“ 

Katja Schülke (Torhüterin HC Leipzig): „Wir müssen noch souveräner spielen. Wir haben so viele Fehler gemacht, das darf so natürlich nicht sein. Und am Ende nach Hause gerettet … Der Schiedsrichter sagte, es war von ‚Schmu‘ ein klares Foul von hinten und damit ein klares Rot.“ 

Karolina Kudlacz (Kapitänin HC Leipzig): „Mit schlechten Emotionen spielt man nicht gut Handball. Das macht keinen Spaß. Es war kein einfaches Spiel. Wir haben gewonnen und sind sehr froh. Wir sind jetzt hoffentlich auf dem Weg nach oben. Durch noch unheimlich viel Arbeit von uns. Mit dieser nicht einfachen Situation muss man umgehen können.“ 

Kay-Sven Hähner (Manager HC Leipzig): „Wir haben gewonnen.“ 

Laura Steinbach (Spreefüxxe Berlin): „Wir haben einen ganz Großen geärgert. Schade, dass es am Ende nicht mehr gereicht hat. Am Ende war Leipzig der Glücklichere. Wir haben uns als Aufsteiger hier gut verkauft.“ 

Lars Melzer (Trainer Spreefüxxe Berlin): „Als wir Leipzig in den Positionsangriff gezwungen haben, haben wir das in der ersten Halbzeit sehr gut gemacht. In der zweiten Halbzeit haben wir zu lange in der Abwehr gebraucht, um ins Spiel zu kommen.“

HC Leipzig: Karolina Kudlacz „Es war keine Krisensitzung.“

HC Leipzig im denkwürdigen DHB-Pokal-Thriller Oldenburg unterlegen

HC Leipzig-Kapitänin Katja Schülke „Wir haben den Titel weg geworfen.“

Kommentar verfassen