HC Leipzig mit glücklichem Sieg über Blomberg-Lippe

In der Handball-Bundesliga der Frauen bleibt der HC Leipzig nach einer „schwarzen Woche“ mit öffentlich gewordenen Finanzproblemen durch einen glücklichen 30:28 (18:13) Sieg gegen die HSG Blomberg-Lippe vor 1.900 Zuschauern in der sportlichen Erfolgsspur.

HC Leipzig mit glücklichem Sieg über HSG Blomberg-Lippe - Foto: SPORT4Final
HC Leipzig mit glücklichem Sieg über HSG Blomberg-Lippe – Foto: SPORT4Final

In einer von beiden Seiten (und auch der Schiedsrichter !) qualitativ sehr mäßigen Partie sah der HC Leipzig bei mehreren Sieben-Tore-Führungen, letztmalig beim 24:17 (42.), schon scheinbar wie der sichere Sieger aus. Aber der Gastgeber gab Mitte der zweiten Hälfte durch vollständigen Verlust des Spielfadens den „Matchzugriff“ komplett an die stärker werdenden Gäste ab.

Lisa Bormann-Rajes schaffte für Blomberg-Lippe vierzig Sekunden vor Spielende den 28:29-Anschluss, aber eine resolute „Eins-gegen-Eins-Situation“ durch Saskia Lang brachte den knappen Leipziger Sieg.

Beiträge nicht gefunden

23.04.2016 – SPORT4Final / Frank Zepp:HC Leipzig

Beiderseitiges Sündenregister: HC Leipzig 8 Fehlwürfe zuzüglich zweimal „Holz“ und Blomberg-Lippe 6 Fehlwürfe zuzüglich neunmal „Holz“! Technische Fehler mit 10 zu 8 zu Ungunsten des Gastgebers. Leipzigs gut haltende Torfrau Katja Kramarczyk (12 Bälle – Anna Monz für Blomberg mit 13 Paraden) erhielt in der 54. Minute wegen einer Unbeherrschtheit ebenso eine Zeitstrafe wie Michelle Urbicht in der 59. Minute, was Leipzigs Erfolg noch mehr in Frage stellte.

Ob der HC Leipzig in dieser heutigen, von Inkonstanz gekennzeichneten spielerischen Verfassung, sowie nach Punkten zu Meisterehren gelangen kann, wird sich in der Begegnung zwischen TuS Metzingen und dem Thüringer HC am heutigen Abend vorentscheiden.  [private]

Blombergs Chefcoach Andre Fuhr ist sich sicher, dass „meine Mannschaft am Ende einen Punkt verdient hatte. Und solche Spiele gewinnen am Ende auch nur die Meisterschaftsanwärter.“ Der freundschaftliche Gruß Richtung Leipzig ist angekommen. Schließlich können beide Teams nach gewonnenen Halbfinals wie 2014 das Endspiel beim DHB-Pokal Final4 in Leipzig wieder bestreiten.

Saskia Lang, mit sechs Toren nach Shenia Minevskaja (7) erfolgreichste Leipziger Torschützin, ging sehr kritisch mit der eigenen Mannschaftsleistung um: „Wir haben in Abwehr und Angriff sehr bescheiden in beiden Halbzeiten gespielt. Auch in der zweiten Welle haben wir nicht überzeugt. Obwohl jedes Tor zählt, ging es bei uns heute wieder um die Einstellung.“ HC Leipzig Coach Norman Rentsch sah das positive in „den zwei Pluspunkten und Plustoren. Das Unterzahlspiel hat mir gut mit Michelle Urbicht gefallen.“

Der HC Leipzig wirkte in vielen Passagen unkonzentriert und vor allem in der zweiten Hälfte in Abwehr und Angriff unstrukturiert. In der Stamm-Sieben mit sechs deutschen Auswahlspielerinnen agierend, muss der deutsche Rekordmeister in der Lage sein, ein solches Spiel sicherer und mit mehr Druck aus allen Mannschaftsteilen zu absolvieren. Am Ende ging es nochmal gut, aber die mentalen Aufgaben in der Meisterschaft und im Pokal werden nicht geringer.  [/private]

Kommentar verfassen