Handball Champions League: THW Kiel besiegte im „Kampfspiel“ SG Flensburg-Handewitt

THW Kiel - Foto: DKB Handball Bundesliga
THW Kiel – Foto: DKB Handball Bundesliga

Handball-Nordderbys in der kampfstarken und alle Kräfte abnutzenden Art sind auch am „Tag der deutschen Einheit“ etwas Besonderes:

Im dritten Saison-Duell nach dem Supercup (THW Kiel Sieger) und dem ersten Bundesliga-Fight in Flensburg mit dem Sieg des deutschen Pokalsiegers sorgte auch die erste Champions-League-Partie zwischen beiden Dauerrivalen für entsprechend Zündstoff und über weite Strecken auch spielerische Klasse beim Kieler 27:23-Erfolg in der Sparkassen-Arena. Die Keeper Kevin Möller (Flensburg – 1. Halbzeit; Matchquote 15 Bälle bei 37 Prozent) und Nikolas Katsigiannis (THW Kiel – 2. Hälfte: 9 Bälle bei 45 Prozent; Niklas Landin nur 3 Bälle) stachen mit herausragenden Leistungen heraus. Einziger Wermutstropfen: Patrick Wiencek schied vor der Pause mit Verdacht auf Kreuzbandriss aus.

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SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp berichtet ausführlich von den Spielen der deutschen Handball-Nationalmannschaft aus Kolding.

03.10.2015 – SPORT4Final / Frank Zepp: 

In einer spielerisch sehr guten ersten und kämpferisch starken zweiten Halbzeit agierten bis zur 47. Minute beim Zwischenstand von 21:21 und Auszeit Kiel beide Teams auf Augenhöhe.

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Flensburg offenbarte gegen den THW-Positionsangriff in Hälfte eins Abwehrschwächen und wurde durch Torhüter Möller und den eigenen Tempogegenstoß im Spiel gehalten. Aber der Gastgeber zeigte unerwartete Abschlussschwächen im Wurfbild sowie teilweise über die Außenpositionen.  Aus dem gutklassigen Champions-League-Match entwickelte sich nach der Pause ein intensives und vom Kampf geprägtes Abnutzungsspiel der Kräfte, welches im Tempo ab der 50. Minute nachließ.

Die Crunchtime entschied der deutsche Meister aus Kiel für sich: Mit einem 4:0-Lauf zum 25:21 durch Rene Toft Hansen (56.) und der letzten, größeren Willensstärke beim Kräfteverschleiß gelang der THW Kiel auf die Siegerstraße. Selbst eine glatte rote Karte für Kiels Toft Hansen (58.) konnten die Flensburger nicht mehr zum Punktgewinn nutzen. Erfolgreichste Torschützen waren Joan Canellas mit 7 Treffern und Holger Glandorf mit 5 Toren. In der Gruppentabelle stehen Kiel bei vier und Flensburg mit zwei Punkten nach drei Spielen.

Stimmen nach dem Spiel (Sky-Mikrofon):

Alfred Gislason (Trainer THW Kiel):

„Wir haben in der ersten Hälfte elfmal frei verworfen. In der zweiten Halbzeit war es ein richtiges Kampfspiel mit großartigen Torhüterleistungen.“

Rene Toft Hansen (THW Kiel):

„Es war ein überzeugender Derbysieg. Die zweite Halbzeit war viel besser. Bis auf das Verwerfen der Bälle vor der Pause war alles perfekt.“

Kevin Möller (SG Flensburg-Handewitt):

„Ich war zum Glück auf meinen Einsatz vorbereitet. Die technischen Fehler haben uns sehr geschadet.“

Steffen Weinhold (THW Kiel):

„Letztendlich war es nur ein Gruppenspiel.“  [/private]

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