Champions League: Thüringer HC besiegt sich selbst in Baia Mare

10.11.2013 – PM:

Mit 19:20 (11:10) unterliegt der Thüringer HC in Rumänien mit einer schwachen Angriffsleistung dem rumänischen Meister HCM Baia Mare. Die erstmalig nach ihrer Verletzung wieder eingesetzte Nadja Nadgornaja erzielte mit sieben Treffern die meisten THC-Treffer. Baia Mares beste Werferin Luciana Marin brachte es auf zehn Tore, davon acht verwandelte Strafwürfe.

Guter Start für den Thüringer HC – Sonja Frey verwandelt den ersten Strafwurf im Spiel. In der vierten Minute bringt ein Strafwurf der Gastgeberinnen den Ausgleich – dann aber dominieren die Abwehrreihen beider Teams. Erst in der achten Minute fällt das nächste Tor. Es gab die erste Zeitstrafe für Alexandrina Barbosa, die wenig später bereits die zweite Zwangspause erhielt und damit kaum noch Spielraum in der Abwehrarbeit hatte. Melinda Geiger hatte mit zwei starken Aktionen Baia Mare mit 3:1 in Führung gebracht. Sonja Frey gelang der Anschlusstreffer. In der 11. Minute kam Nadja Nadgornaja, nach ihrer Verletzung zum ersten Mal wieder zum Einsatz und traf zum wichtigen 5:6 Anschluss. Luciana Marin war es vor allem, die die THC-Abwehr vor schwere Aufgaben stellte und Baia Mare in Führung hielt. In der 20. Minute waren die Thüringerinnen allerdings wieder heran. 6:6 zeigte die Anzeigetafel und es sollte eine Tor arme erste Hälfte werden. Zwei Minuten vor dem Signal, beim 9:9, brachte Nadja Nadgornaja einen Hammer in THC-Unterzahl unter und Sonja Frey konnte anschließend mit einer starken Aktion den knappen 11:10 Pausenstand sicherstellen.

Die Gastgeberinnen starteten konzentriert in die zweite Hälfte und gestatteten mit ihrer beweglichen Abwehr dem THC bis zur 44.Minute bis zum 15:13 gerade einmal zwei Treffer. Im Angriff der Thüringerinnen lief so gut wie nichts zusammen – es gab einfach kein Durchkommen und wenn es mal gelang, reagierte Paula Ungureanu im HCM-Tor stets stark und hatte dann auch bei zwei Holztreffern das nötige Glück. Im THC-Angriff blieb die Ausbeute schwach und zehn Minuten vor Ende der Partie waren die Gastgeberinnen immer noch drei Tore in Front. (17:14, 50.Min)

Kerstin Wohlbold und ihre Nebenspielerinnen versuchten mit allen Mitteln das Schicksal zu wenden, verzweifelten aber auch an einigen Entscheidungen der beiden slowenischen Schiedsrichter. Das Verhältnis der verhängten Strafwürfe (10:1 für Baia Mare) war wohl ein starker Demoralisierungsfaktor. Als in der 55.Minute Marin mit einem der vielen Strafwürfe zum 19:14 erhöhte, schien die Partie entschieden. Doch es sollte noch einmal spannend werden. Nach starker Parade von Jana Krause rollten jetzt die einfachen THC-Angriffe und es war vier Mal in Folge Nadja Nadgornaja, die Ungureanu aus dem Rückraum überwinden konnte. Sechzig Sekunden noch zu spielen und der so sehr gewünschte Auswärtspunkt schien zum Greifen nah. Aber es sollte nicht sein, Ballverlust und dann spielten die cleveren Rumäninnen die letzten Sekunden herunter. Sie gewannen zwei hoch wichtige Punkte und stehen damit mit vier Punkten auf Platz 3 der Gruppe A, punktgleich mit Hypo NÖ, wobei die Österreicherinnen als aktueller Zweiter die deutlich bessere Tordifferenz aufweisen können.

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