WM-Playoff: Bob Hanning, DHB-Vizepräsident, im SPORT4Final-Interview

15.06.2014 – SPORT4Final:

Handball: DHB-Vizepräsident Bob Hanning im SPORT4Final-Interview mit Redakteur Frank Zepp über die deutsche Männer-Nationalmannschaft.

Das „Schicksalsspiel“ der deutschen Männer-Nationalmannschaft gegen den EM-Sechsten Polen in der Qualifikation für die Handball-Weltmeisterschaft 2015 in Katar ging in der Magdeburger GETEC-Arena mit 28:29 Toren verloren. Auch das Hinspiel in Danzig verlor die DHB-Auswahl unter Martin Heuberger mit 24:25 gegen Polen. Im Klartext: Die deutsche Männer-Nationalmannschaft ist nach der Europameisterschaft 2014 in Dänemark auch nicht bei der Weltmeisterschaft 2015 in Katar dabei. Letzter großer Erfolg des DHB-Teams bleibt somit der fünfte Rang bei der Handball-Weltmeisterschaft 2013 in Spanien.

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WM-Playoff: DHB-Vizepräsident Bob Hanning im SPORT4Final-Interview - Bernhard Bauer, DHB-Pressechef Tim Oliver Kalle, Bob Hanning (v.l.) - Foto: SPORT4Final
WM-Playoff: DHB-Vizepräsident Bob Hanning im SPORT4Final-Interview – Bernhard Bauer, DHB-Pressechef Tim Oliver Kalle, Bob Hanning (v.l.) – Foto: SPORT4Final

Im folgenden Interview spricht Bob Hanning über das „Schicksalsspiel“ in Magdeburg und die Frauen-Nationalmannschaft.

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Magdeburg war der richtige Austragungsort für das wichtige WM-Playoff-Spiel gegen Polen?

Bob Hanning: „Es war richtig, dieses Spiel nach Magdeburg zu geben. Magdeburg hat schon mit der Stabilität, die sie uns gegeben haben, einiges dazu beigetragen, dass es funktioniert. Von daher eine glatte Eins an Magdeburg. Das kann man definitiv auch so sagen und man kann durchaus bei so wichtigen Spielen wieder hierher kommen.“

Wie groß ist der Schaden nach der Niederlage gegen Polen?

Bob Hanning: „Natürlich ist das ein Schaden, den man nicht weg diskutieren kann. Wir haben unseren Partnern nie erzählt, dass es ein leichter Weg werden wird und es selbstverständlich ist, dass wir nach Katar kommen. Trotzdem sind wir bei der WM in Katar, die extrem viel Aufmerksamkeit ausgelöst hätte, gerade auch wegen der Fußball-WM, nicht dabei und das tut schon weh und ist ein Schaden für den Verband.“ 

Wir haben in den Männer-Vereinen viele sehr gute ausländische, gerade auch isländische, Trainer. Was kann man trainingsmethodisch ändern?

Bob Hanning: „In der Nationalmannschaft kann man trainingsmethodisch nur begrenzt etwas ändern, weil man nur begrenze Tage zur Verfügung hat. Man trifft sich und hat nur zwei, drei Trainingseinheiten. Dies ist einfach anders, als die Möglichkeiten in den Vereinen sind.“ 

Wie beurteilen Sie die Entwicklung der Frauen-Nationalmannschaft?

Bob Hanning: „Wir sind super glücklich mit den Frauen. Das Konzept geht auf. Wir haben viele Dinge ähnlich gemacht wie im Männerbereich. Heine Jensen haben wir als hervorragenden Trainer langfristig an uns binden können. Völlig zu Recht haben wir den Gruppensieg erringen können mit einer hohen Fokussierung. Dies haben wir ja schon bei der letztjährigen Weltmeisterschaft gemerkt, welchen Stellenwert und Potential die Mannschaft hat.“ 

Können die Frauen jetzt vielleicht als Zugpferd für den Männerbereich dienen?

Bob Hanning: „Das entscheiden Sie ja, indem sie darüber berichten. Wenn Sie soviel darüber berichten wie bei den Männern, hätten wir damit kein Problem.“    

Danke für das Interview und viel Glück bei den schwierigen Aufgaben, Herr Hanning.  

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