Ben Johnson startet weltweite Anti-Doping-Kampagne zum Jahrestag des „Seoul-Olympiasieges“

06.09.2013 – PM: 

Der kanadische Sprinter Ben Johnson, der eine 100-Meter-Gold-Medaille bei den Olympischen Spielen in Seoul 1988 gewann und danach wegen Dopings disqualifiziert wurde, startet eine Welttournee mit einer neuen Anti-Doping-Initiative.

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Johnson wird eine neue Kampagne fördern, die durch die Firma SKINS (Sportbekleidung) initiiert wurde. Die Kampagne wurde gegründet, um einerseits sportlichen Erfolg zu feiern und andererseits als Herausforderung gegen jede Art von Tätigkeit, die den internationalen Sport in Verruf bringt.

In Johnsons Tour werden Aktivitäten in Kanada, USA, Australien und Japan integriert sein, bevor Sie bei einem Besuch im Olympiastadion in Seoul am 24. September ihrem Höhepunkt zusteuern werden. Dieses Datum markiert den 25. Jahrestag des „berüchtigten Rennens“, in denen Ben vor einem Weltklassefeld, darunter Carl Lewis und Linford Christie, den „Sieg“ errang.

Laut SKIN-Vorsitzendem Jaimie Fuller hat sich im Kampf gegen Doping im letzten Vierteljahrhundert wenig geändert und insofern soll die Kampagne drei Vorschläge beinhalten, um das Anti-Doping-System radikal zu verbessern:

1. Die WADA muss über ein transparentes und eindeutiges Mandat verfügen, das Unabhängigkeit bei den Aktivitäten sichert und dabei angemessene Finanzmittel bereitgestellt werden.

2. Die Sportler unterstützen die Berichterstattung an und von der WADA und versuchen das Misstrauen abzubauen, dass zwischen den administrativen Organen und den Athleten besteht.

3. Ein Versöhnungs-Typ-Prozess hin zur Wahrheit muss eingeleitet werden, um es bestimmten Sportarten zu ermöglichen (beginnend mit dem Radfahren), sofort mit der „Doping-Kette“ zu brechen.  Des weiteren wäre notwendig, den Zugang und ein Maß an Intelligenz durch maximale Zusammenarbeit zu erreichen, um aktuelle und ehemalige Drogen- und Dopingsüchtige helfen zu können.

Johnson sagte: „Die Zeit ist reif für mich zu sprechen. Menschen haben viele Dinge gesagt und machen viele Versprechungen über die Ausrottung des Dopings, aber nach 25 Jahren sind viele Dinge noch identisch. Als ich älter geworden bin, wurde mir klar, dass alles, was ich damals tat, falsch war. Sportler brauchen bessere Unterstützung und Anleitung und ich  möchte mit der Tour auf die wirklichen Probleme hinweisen, die zwischen Administratoren und Athleten bestehen.“  

Jaimie Fuller sagte: „Ben verkörperte die moderne Ära des Dopings, aber nach 25 Jahren ist er jetzt in der besten Lage, diese Kampagne bekannt zu machen. Als Athlet hatte er keine Hilfe von außen. Sein Rat ist etwas, das er auf jeden Fall mit einbringen kann.“

Im Rahmen der Kampagne, lädt Ben Johnson Sportfans zur Unterzeichnung einer Petition ein, welche die Forderung nach Maßnahmen zur Verbesserung der schwindenden Glaubwürdigkeit der Sportarten in der Welt umfasst. Diese Petition wird dem Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und der World Anti-Doping Agency (WADA) zum Abschluss der Tour übergeben. 

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