Champions League Final Four: Zenit Kazan mit Triumph über Rzeszow

29.03.2015 – CL-F4 / SPORT4Final / Frank Zepp:

Champions League Final Four 2015:  Finale

Zenit Kazan vs. Asseco Resovia Rzeszow  3:0 Sätze

SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp berichtet live aus dem „Volleyballtempel“ Max-Schmeling-Halle.

Zenit Kazan holte sich Europas Krone mit überzeugender Spiel- und druckvoller Angriffsleistung zum dritten Mal nach 2008 und 2012. Im Finale der europäischen Königsklasse im „Volleyballtempel“ Max-Schmeling-Halle triumphierte das russische Ausnahme- und Favoritenteam mit 3:0 Sätzen (25:22, 25:23, 25:21) über Asseco Resovia Rzeszow aus Polen.

Genau um 18.27 Uhr packte Kazans Kapitän Nikolai Apalikov ein letztes Mal an diesem Champions-League-Final-Wochenende kraftvoll zu. Der muskelbepackte Mittelblocker stemmte die Champions-League-Trophäe im Goldflitter-Regen in die Höhe. Seine Teamkollegen sowie hunderte mitgereiste russische Fans jubelten ihren Helden euphorisch zu. Wie bereits im Halbfinale gegen Gastgeber BR Volleys hatten sich die Superstars von Zenit Kazan auch im Finale gegen Resovia Rzeszow als unbezwingbar erwiesen und sich nach 2008 und 2012 zum dritten Mal zu Europas bestem Team gekrönt.

Auch Bronzemedaillen-Gewinner BR Volleys sowie der Vize-Champion aus Rzeszow wurden lautstark auf den Rängen und auf dem Spielfeld gefeiert. Der feierliche Abschluss eines rundum gelungenen Champions League Final Four 2015 in Berlin vor der Rekordkulisse von 9.300 Zuschauern. Für die Ausrichtung des Finals Four wurden die Volleys mit einem Sonderpreis des europäischen Verbandes CEV geehrt. Fairster Spieler des Final Four Turniers wurde Volleys-Kapitän Scott Touzinsky. Zum wertvollsten Spieler des Final Four wurde Kazans sprunggewaltiger Kubaner Wilfredo Leon Venero gekürt.

Zenit Kazan begann das Spiel dominant. Die athletischen Superstars Wilfredo Leon Venero und Maxim Mikhailov punkteten in Angriff und Service mit Wucht. Der emotionale Zuspieler Igor Kobzar, der zunächst den Vorzug vor dem iranischen Starspieler Mir Saeid Marouflakrani erhalten hatte, schrie seine Freude über gelungene Aktionen immer wieder extrovertiert heraus. Rzeszow gefiel durchaus durch variables und kombinationsreiches Angriffsspiel und stemmte sich mit aller Macht gegen die drohende Finalniederlage. Doch auch ein zwischenzeitlicher Vier-Punkte-Vorsprung im dritten Satz reichte nicht aus, um die Russen wirklich in ernsthafte Gefahr zu bringen. Venero, Mikhailov, Anderson & Co. legten einfach wie gewohnt im Service zu und eroberten so in den spielentscheidenden Phasen die Dominanz zurück. Zum Ende des Spiels punkteten die russischen Riesen im Angriff nach Belieben. Wenn die Bälle einmal nicht direkt einschlugen, sprangen sie von Rzeszows Block unerreichbar ins Aus. Der Turnierfavorit Zenit Kazan gewann am Ende das Final-Match völlig verdient.

Stimmen zum Spiel:

Jochen Schöps: „Kazan war heute einfach besser, vor allem im Aufschlag haben sie uns so unter Druck gesetzt, dass sie richtig gut im Block arbeiten konnten. Wir haben das nicht mit unserem Aufschlag geschafft, insgesamt waren sie in allen Elementen besser und haben verdient gewonnen. So eine Stimmung in Deutschland, ich bin stolz, dass so viele Polen nach Berlin gekommen sind. Wir wollten ihnen mehr als drei Sätze bieten, aber es hat nicht sollen sein. Moment überwiegt etwas die Enttäuschung, aber der zweite Platz ist schon eine tolle Sache für uns.“

Andrzej Kowal: „Ich bin sehr glücklich, der zweite Platz ist eine hervorragende Platzierung für uns. Natürlich bin ich im Moment etwas traurig, weil wir verloren haben. Aber wir haben gegen das beste Team in Europa gespielt, das hervorragend aufgeschlagen hat. Wir haben sehr gut gespielt, können aber besser spielen und hätten vor allem in der Annahme noch besser spielen müssen. Glückwunsch an Kazan.”

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