F.C. Hansa Rostock besiegt SSV Jahn Regensburg mit 4:2 (3:1)

Rostocker 13 Minuten der Extraklasse mit 3:0-Führung belohnt

FC Hansa Rostock gab sukzessive Psychologie- und Spielvorteile (-kontrolle) durch unsichere, wenig souveräne Mittelfeldleistung aus der Hand

Regensburg in der zweiten Hälfte durch Ballbesitzstrategie mit optischen Feld- und leichten Chancenvorteilen (4:6) nur zur Ergebniskosmetik fähig  

Foto: SPORT4Final
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04.09.2013 – SPORT4Final:

Wenn bei 8.800 Zuschauern die meisten Hansa-Fans nicht nur das „Forever-Liedchen“ singen sondern auch gegen Spielende „Oh wie ist das schön …“ anstimmen, muss irgendetwas Besonderes im heimischen Stadion passiert sein: Mit Recht – eine 13-minütige Rostocker Phase der Extraklasse wurde mit einer 3:0-Führung durch Tore von Ruprecht und zweimal Ioannidis belohnt.             [private]

Obwohl einige Regensburger Spieler scheinbar gedanklich noch in der Kabine waren, soll dies nicht die spielerische sowie kämpferische Leistung der Gastgeber in der Anfangsviertelstunde schmälern. Den ballführenden Gästespieler durch aggressives Pressing unter Druck setzend, wurden die beiden letzten Niederlagen aus den Köpfen „vertrieben“. Die ersten beiden Rostocker Tore nach „stinkigen“ Standards (das 1:0 als Abpraller) und den dritten Treffer durch einen Regensburger Fehlpass in der eigenen Hälfte „vorbereitend“, ursächlich aber das Rostocker „Forechecking“, beherrschte Hansa Ball und Gegner. Regensburg war mit sich selbst beschäftigt und bis zum Ende der ersten Hälfte im Schockzustand. Völlig überraschend für den neutralen Betrachter, dass der Gastgeber in dieser Phase sukzessive die Psychologie- und Spielvorteile (Spielkontrolle) durch eine unsichere, wenig souveräne Mittelfeldleistung aus der Hand gab. Anstatt das Spiel in der Hälfte 1 „komplett zu zumachen“, gab Hansa den Regensburger Gästen die Möglichkeit, partiell ins Spiel zurück zu finden. Infolge dessen kam Regensburg in der 43. Minute durch Nachreiner per Kopfball, nach unmotiviertem Herauslaufen des Hansa-Keepers Brinkies, zum 1:3-Pausenstand.

Jahn Regensburg kam in der zweiten Halbzeit durch Ballbesitzstrategie zu optischen Feld- sowie leichten Spiel- und Chancenvorteilen. Der Gastgeber konnte auf der anderen Seite den souveränen Spielfaden der ersten halben Stunde nicht mehr aufnehmen. Bis zur 61. Minute lagen sowohl Hansas viertes Tor (53. mit Konter über Ioannidis und Blacha-Schuss an die Latte) als auch der Regensburger Anschlusstreffer durch Müller (61. – Torschuss aus ca. 8 Metern allein vor Brinkies) in der Luft. Danach verflachte die Begegnung zusehends bis in die Schlussphase. Erst das Rostocker 4:1 durch den eingewechselten Starke in der 89. Minute entschied endgültig das Drittligaspiel. Das zweite Gäste-Tor durch Amachaibou in der Nachspielzeit bedeutete nicht mehr als Ergebniskosmetik. Obwohl sich Hansa Rostock das Leben in der zweiten Halbzeit selbst erschwerte, gewannen die Ostseestädter am Ende völlig verdient mit 4:2 und kletterten in der Tabelle auf den fünften Platz. Rostocks Cheftrainer Bergmann sparte nach dem Spiel nicht mit Lob und Kritik, womit auch Euphorie-Träume nicht angesagt waren. Gut so, denn für ihn ist die Entwicklung der Mannschaft eine wichtige Voraussetzung für weitergehende sportliche Ambitionen in dieser Saison.

SPORT4Final-Interview mit Andreas Bergmann:

https://www.sport4final.de/hansa-trainer-andreas-bergmann-ich-gucke-noch-nicht-auf-tabellenplatz-sondern-eher-darauf-wie-sich-mannschaft-entwickelt/

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