Thüringer HC verliert gegen FTC Budapest wichtige Hauptrunden-Punkte


Der Thüringer HC hat sein zweites Heimspiel gegen den favorisierten ungarischen Meister FTC Rail Cargo Hungaria aus Budapest mit 27:30 (13:18) Toren verloren.

Team Thüringer HC 2015/2016 - Foto: Thüringer HC
Team Thüringer HC 2015/2016 – Foto: Thüringer HC

Herbert Müller (Thüringer HC): „Wir kämpfen immer bis zum Umfallen, aber trotzdem ärgere ich mich heute sehr. Wir haben in der ersten Hälfte eine katastrophale Abwehr gespielt. Mit so einer Abwehr kann man gegen einen solchen Gegner nicht bestehen. Trotzdem kamen wir nochmal ran. Am Ende haben wir einfach zu schlecht getroffen und die Bälle nicht mehr im Tor untergebracht.“

Handball-WM 2013 in Spanien: SPORT4Final - Redakteur Frank Zepp im Palau Sant Jordi in Barcelona am 27. Januar 2013 - Foto: SPORT4Final
Frank Zepp im Palau St. Jordi in Barcelona

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01.11.2015 – PM Thüringer HC / SPORT4Final / Frank Zepp:

Die Gastgeberinnen verpassten durch eine zu passive Abwehrarbeit in der ersten Hälfte ein besseres Resultat. Jetzt führen die Ungarinnen mit fünf Punkten aus drei Spielen die Tabelle der Gruppe B an. Die meisten Treffer der Partie erzielten Zita Szucsanszki für den FTC(8) und Svenja Huber für den Thüringer HC (7).

Der Thüringer HC ließ die Gäste von Beginn an besser ins Spiel kommen. Die großgewachsenen Ungarinnen starteten mit einer sehr beweglichen Defensivabwehr, was nach einem Fehlwurf von Eliza Buceschi und einem Lattenknaller von Iveta Luzumova zu zwei einfachen Treffern des FTC führte. Einen tollen Langpass von Dinah Eckerle konnte Svenja Huber zum 1:2 nutzen. Aber in der Folge blieb die Grundsituation unverändert: Die Ungarinnen legten vor und der Thüringer HC musste einem Rückstand nachlaufen. Die Abwehrarbeit der Thüringerinnen war zu passiv, man ließ den Rückraumspielerinnen zu viel Gelegenheit, ihre Fernwurfstärke und Wurfvariabilität in stete Führungstore umzuwandeln. Im Angriff mühten sich alle, die Lücke in der Abwehr zu finden. Kerstin Wohlbold brachte sich stark von der ungewohnten Linksaußenposition ein, Svenja Huber strahlte Ruhe aus und überwand die stark haltende Melinda Szikora im FTC-Tor mehrfach mit gekonnten Hebern.

Als sich der Thüringer HC auf 10:13 herangearbeitet hatte, kam für Dinah Eckerle Lucie Satrapova ins Tor. Die Tschechin hielt und hatte dann zweimal Glück bei Pfostentreffern. Es folgte die stärkste Phase der Thüringerinnen, die sie bis auf ein Tor heran brachte. (12:13, 24. Min.) Doch die Rückraumstärke der Gäste, vor allem die Treffer von Zita Szucsanszki, brachten den FTC wieder in die Vorhand. Mit einem deutlichen 13:18-Rückstand ging es in die Pause.

Nach dem Wiederanpfiff zeigten die Thüringerinnen in der Abwehrarbeit an völlig anderes Gesicht und konnten sich auch mehrere Chancen erarbeiten. Bei besserer Chancenverwertung, gegen die immer noch stark haltende Melinda Szikora, hätte man den Abstand verkürzen können. So blieb es bis zur 39. Minute beim Fünf-Tore-Rückstand. Die offensivere THC-Abwehr setzte jetzt die ungarischen Werferinnen unter Druck und nun bekam Dinah Eckerle Hand und Fuß an die Würfe. Der Lohn war ein Aufholprozess über das 21:24 in der 45. Minute bis zum 24:25-Anschlusstreffer. Unter dem Jubel der Zuschauer verwandelten Kerstin Wohlbold und Svenja Huber ihre Chancen und die Partie war wieder offen.

Fünf Minuten konnte sich FTC nicht absetzen – mit dem 26:27 in der 55. Minute hatte Iveta Luzumova ihr Team im Spiel gehalten. Kurz darauf musste Kerstin Wohlbold eine Zeitstrafe absitzen und Budapest nutzte die Chance. Durch Treffer von Luca Szerkerczes und Nadine Schatzl war der Gast mit 26:29 außer Reichweite. Nun hätte nur noch ein Wunder dem Spiel eine Wendung geben können, doch dieses blieb aus. Sicher war der Thüringer HC jetzt am Ende seiner Kraftreserven – ein Resultat des ungleichen Duells „Personalmangel gegen lange Bank“. Obwohl Herbert Müller in den verbleibenden Minuten alles versuchte – auch das Spiel „7-gegen-6“ konnte hier nicht mehr helfen. Das dünn besetzte THC-Team hat in der zweiten Halbzeit einen großen Kampf geboten, die Niederlage hatte ihre Ursache jedoch in der nicht Champions-League-reifen Abwehrarbeit der ersten Spielhälfte.

Gabor Elek (FTC Budapest): „In der ersten Hälfte haben wir sehr gut gespielt, aber in der zweiten Halbzeit kam der Thüringer HC zurück und hat uns überrascht. Am Ende konnten wir uns mit viel Kampf durchsetzen. Die Atmosphäre hier war super. Wir danken auch unseren mitgereisten Fans.“

Statistik:

EHF Champions League: Thüringer HC vs. FTC Rail Cargo Hungaria 27:30 (13:18)

Thüringer HC: Dinah Eckerle, Lucie Satrapova; Beate Scheffknecht (1), Sonja Frey, Josephine Kessler, Eliza Iulia Buceschi (2), Linda Bach, Crina Elena Pintea (3), Meike Schmelzer (3), Iveta Luzumova (2), Katrin Engel (5), Marieke Blase, Svenja Huber (7), Kerstin Wohlbold (4)

FTC Rail Cargo Hungaria: Melinda Szikora, Petra Hlogyik; Szandra Szollosi-Zacsik (4), Anita Cifra, Adrienn Szarka, Nadine Schatzl (2), Zita Szucsanszki (8), Klara Szekeres, Rea Reka Meszaros, Monika Kovacsicz (1), Viktoria Lukacs (3), Nerea Pena Abaurrea (1), Noemi Hafra, Dora Hornyak (4), Luca Szekerczes (3), Piroska Pappne Szamoransky (4)

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