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Thüringer HC mit Kantersieg gegen VfL Oldenburg. Iveta Luzumova „Matchplayer“


Thüringer HC mit Kantersieg gegen VfL Oldenburg. Iveta Luzumova „Matchplayer“ - Foto: Hans-Joachim Steinbach
Thüringer HC mit Kantersieg gegen VfL Oldenburg. Iveta Luzumova „Matchplayer“ – Foto: Hans-Joachim Steinbach

Der Thüringer HC besiegte den VfL Oldenburg im 300. Bundesligaspiel des Vereins klar mit 37:22 (16:13) und schob sich vorerst mit einem Spiel mehr als Metzingen auf den zweiten Tabellenplatz. Überragende Spielerin war Iveta Luzumova, die 11 Treffer erzielte.

15.02.2017 – PM THC / SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Unter den Augen des Bundestrainers Michael Biegler erzielte Angie Geschke per Strafwurf das erste Tor der Partie und wenig später erhöhte Kelly Dulfer aus dem Rückraum auf 2:0. Der THC brauchte fünf Minuten um die spürbare Unsicherheit zu überwinden. Im Angriff schlichen sich technische Fehler ein, Großchancen wurden vergeben. Doch dann fing sich die Müller-Sieben. Mit drei Toren in Folge durch einen Doppelschlag von Manon Houette und einen verwandelten Strafwurf von Katrin Engel drehten die Thüringerinnen die Partie. Der THC legte nun stets vor, doch Oldenburg blieb dran. Auch der VfL leistete sich nun einige Ballverluste. Nach 10 Minuten wechselte die Partie, hatten in der Anfangsphase noch eher die Abwehrreihen dominiert, zeigten nun beide Angriffsreihen ihr Können.

Bei Oldenburg konnte sich immer wieder Kelly Dulfer in Szene setzen. Die 1,86 m große Rückraumschützin traf mehrmals aus der Ferne, wie beim 4:5 aus der Sicht ihrer Mannschaft. Beim THC zeigten sich die Außenspielerinnen treffsicherer als in den letzten Spielen. Manon Houette gelangen schöne Aktionen von Linksaußen und sie schloss auch ihre Tempo-Gegenstöße erfolgreich ab. So erhöhte sie zum 9:7 nach einem langen Pass von Torfrau Dinah Eckerle. Crina Pintea baute die Führung vom Kreis nach sehenswertem Pass von Iveta Luzumova auf 11:8 aus, doch richtig absetzen konnte sich der amtierende Meister nicht.

Zwei verwandelte Strafwürfe brachten die Gäste wieder heran. Der THC war heute im Angriffsspiel verbessert – vor allem die Ballverluste wurden minimiert und die Wurfeffektivität konnte sich sehen lassen. Oldenburg tat sich schwer mit dem hohen Tempo des Thüringer HC. Manon Houette erhöhte durch einen weiteren Tempogegenstoß auf 16:12. Diese Führung hielt nicht lange – kurz vor dem Signal verkürzte Isabelle Jongenelen zum 16:13 Pausenstand.

Fünf Minuten in der zweiten Hälfte waren gespielt und der THC konnte sich auf 19:15 absetzen und Manon Houette hatte beim Tempogegenstoß die Chance zur ersten Fünf-Tore-Führung. Doch Julia Renner hielt den hohen Ball spektakulär. Bei Oldenburg gingen durch Ballverluste zwei Angriffe verloren – das dann folgende 7 gegen 6 der Gäste brachte wieder Ballverluste und zwei Treffer von Iveta Luzumova ins noch leere VfL-Tor führten zu einer erstmalig beruhigenden 22:15 Führung. Bei den Gästen schien jetzt der Spielfaden gerissen. Mit dem 7:0 Lauf hatten die Gastgeberinnen das 24:15 erzielt und vorerst den Widerstand des VfL gebrochen. Doch Jenny Behrend und zweimal Angie Geschke verhinderten ein weiteres Davonziehen der Thüringerinnen.(25:18 – 42. Minute) Aber heute wollten die Müller-Schützlinge nichts anbrennen lassen. Mit einer starken Jana Krause im Tor, erspielte das heimische Team bis zur 50.Minute eine 29:22 Führung an der vor allem eine sehr dynamische Iveta Luzumova mit sechs Treffern in dieser Phase großen Anteil hatte.

Iveta Luzumova - Thüringer HC mit Kantersieg gegen VfL Oldenburg. Iveta Luzumova „Matchplayer“ - Foto: Hans-Joachim Steinbach
Iveta Luzumova – Thüringer HC mit Kantersieg gegen VfL Oldenburg. Iveta Luzumova „Matchplayer“ – Foto: Hans-Joachim Steinbach

Die Abwehr der Oldenburgerinnen war lange nicht mehr so aufmerksam wie in den ersten 30 Minuten und so war es folgerichtig: Mit einem schönen Treffer vom Kreis erzielte Crina Pintea mit dem 32:22 die erste Zehn-Tore-Führung. Jana Krause hielt ihren Kasten weitgehend rein und hatte auch beim Strafwurf von Inger Smits das erste Duell gewonnen – doch der Ball prallte zur Schützin zurück, die dann doch noch erfolgreich vollenden konnte. Beim 34:23, drei Minuten vor Schluss war die Partie lange entschieden. Treffer von Lydia Jakubisova, Jana Martens und Manon Houette änderten am Gesamtbild der heutigen THC-Leistung nichts mehr. Der amtierende Meister hat beim 37:25 Stärke gezeigt und kann mit dem nötigen Selbstvertrauen am Samstag nach Bad Wildungen fahren.

Gleich nach dem Schlusspfiff gab es eine bewegende Situation. Noch vor den Trainer-Statements verabschiedete Herbert Müller Anouk van de Wiel mit herzlichen Worten und würdigte ihre Einsatzbereitschaft in allen Trainings- und Spielsituationen. Geschäftsführer Tobias Busch überbrachte Blumen und Wünsche der THC-Sport-GmbH.

Stimmen zum Spiel:

Herbert Müller (Thüringer HC): „Die erste Halbzeit war ausgeglichen, wir haben die linke Angriffsseite des VfL nicht in den Griff bekommen. Als dann in der zweiten Hälfte unsere Abwehr stand und wir zu vielen Tempogegenstössen kamen, haben wir das Spiel bestimmt. Trotz immer noch vorhandener Fehler im Abschluss haben wir dann deutlich gewonnen. Besonders loben möchte ich heute Iveta (Luzumova) und den Fans zurufen: Zeigt ihr, wie wichtig sie für uns ist und dass wir sie gern weiter bei uns haben möchten.“

Leszek Krowicki (VfL): „Ich dachte heute zum 300. Bundesligaspiel gibt es Sekt. (lacht) Unsere erste Halbzeit war okay, aber in der zweiten Hälfte haben wir zu viele Fehler gemacht, die der Thüringer HC gnadenlos bestrafte. Das Tempospiel des THC hat uns dann auf die deutliche Verlierer-Strasse gebracht.“


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