Pokalverteidiger RB Leipzig siegt sicher 2:0 gegen Lok Leipzig – „verliert“ nach Chancen zweite Hälfte

12.10.2013 – SPORT4Final:

Sachsenpokal Runde 3: 1. FC Lok Leipzig vs. RB Leipzig 0:2 (0:1)

Prächtige, fußballbegeisterte Stimmung in der Red Bull Arena zu Leipzig vor 14.300 Zuschauern: Im Lokal- und Pokalderby der dritten Runde des Sachsenpokals zieht Titelverteidiger RB Leipzig nach einem sicheren 2:0-Sieg gegen den 1. FC Lok Leipzig ins Achtelfinale ein. Die Siegtore schossen Kaiser (23.) und Frahn (64.). Loks aufbegehrender Kampfgeist verhalf den Gastgebern zu Chancenvorteilen in der letzten halben Stunde des Spiels.

SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp in der analytischen Aufarbeitung des Spiels:    [private]

Nur eine Liga Klassenunterschied aber mehrere Ligen in der Spielqualität und im wirtschaftlichen Umfeld. So stellte sich im ersten Abschnitt auch das Pokalspiel dar: Dreimal Frahn (4.,7.,16.) und Kammlott (10.) hätten den Pokalfight schon nach einer Viertelstunde entscheiden können. Aber entweder hielt Lok-Torhüter Braunsdorf sehr gut oder die Schüsse waren zu unkonzentriert und unpräzise. Aber die „Loksche“ in ihrem 4-1-4-1-System kam schwer in Spiel- und Kampfbereitschaftstritt. Die Rasenballsportler agierten einfach temporeicher sowie zweikampfstärker und schnürten die Lok-Gastgeber fast über die ersten 45 Minuten in deren Hälfte ein. Konnte Braunsdorf Kaisers Torschuss aus spitzem Winkel (18.) noch bravourös halten, so war er gegen seinen platzierten 20-Meter-Schuss nach Franke-Flanke und Kopfballverlängerung machtlos. Danach erwachte Loks Kampfgeist – zwei Chancen von Engler (32.) und Grandner (44.) zeugten vom Spielwillen der Hausherren. Klar erkennbar für den neutralen Betrachter: Zog RB Leipzig das Tempo- und Kombinationsspiel an, hatte Lok keine Chance gegen den übermächtigen Stadtrivalen, der mit grausamer Chancenverwertung und nicht letzter Konsequenz und Konzentration zu Werke ging.  

Ein ähnliches Bild zu Beginn der zweiten Hälfte. Die Rasenballer drückten auf das zweite Tor und Lok half mit einem groben Abwehrschnitzer in der 64. Minute noch dabei. Eine Kaiser-Flanke von der rechten Außenbahn passierte mehrere Lok-Abwehrspieler im Strafraum und „Mr. Torgefahr“ namens Frahn schoss platziert ins „Eckige“. Nun hatten anscheinend die RB-Profis ihr „Schäfchen im Trockenen“ und überließen weitgehend dem Gastgeber die Szenerie. Die „neue Loksche“ unter Trainer Scholz erarbeitete sich fünf, teilweise hochkarätige Torchancen mit dem Höhepunkt in der 74. Minute, als Verteidiger Böhne per Kopfball nur den Pfosten traf. Vielleicht war es auch mangelnde Cleverness oder zu viel Respekt in den entscheidenden Torraumszenen, so blieb Lok der völlig verdiente Ehrentreffer versagt. Die Mannschaft zeigte Kämpferqualitäten und im Ansatz auch spielerischen Zuschnitt. Obwohl die RB-Spieler gerade in der letzten halben Stunde den Fuß vom Gaspedal nahmen, in Gefahr geriet der Sieg des Pokalverteidigers nicht mehr. Sein Einzug ins Achtelfinale war alles in allem sicher und souverän – nicht mehr und nicht weniger.

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