DHfK Leipzig schlägt Eisenach – Felix Storbeck (DHfK): „Das Spiel rocken und als Mannschaft gewinnen.“

08.11.2014 – SPORT4Final:

DHfK Leipzig in der „Champions League für Emotionen“ – Eisenach vergibt Matchbälle – Hallensprecher mit Entgleisung 

  • DHfK Leipzig gewann mit Willensstärke und emotionalster Leidenschaft zusammen mit 3.000 Zuschauern in der Arena Leipzig 
  • ThSV Eisenach dominierte 50 Minuten das Spiel, vergibt in 4 Minuten Überzahl in den Schlussminuten zahlreiche Matchbälle zum Sieg 
  • Hallensprecher „feierte“ die Verwarnung von Gäste-Trainer Velimir Petkovic mit respektlosem Kommentar – DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther mit Entschuldigung bei den Schiedsrichtern 
  • Kampfspiel, Krimi, Thriller, pure Handballleidenschaft auf der Platte und den Rängen sowie einige umstrittene Referee-Entscheidungen sorgten für erinnerungswürdigen Arena-Abend 
  • DHfK Leipzig mit 7 und ThSV Eisenach mit 8 Zeitstrafen, jeweils Gelb für beide Cheftrainer sowie ein Eisenacher Wechselfehler bei 59:50 Minuten „rundeten“ das Bundesliga-Match mit „Pokalcharakter“ ab 
DHfK Leipzig schlägt Eisenach - Felix Storbeck (DHfK): „Das Spiel rocken und als Mannschaft gewinnen.“ - Alen Milosevic (34) - Foto: Elmar Keil
DHfK Leipzig schlägt Eisenach – Felix Storbeck (DHfK): „Das Spiel rocken und als Mannschaft gewinnen.“ – Alen Milosevic (34) – Foto: Elmar Keil

Spielfilm: 

SC DHfK Leipzig vs. ThSV Eisenach  29:28  (10:15) 

3:3 (13.); 6:6 (18.); 7:12 (22.); 10:15 (HZ)

10:16 (31.); 14:17 (34.); 16:21 (39.); 22:23 (46.); 22:25 (47.); 27:27 (55.); 27:28 (58.); 28:28 (58.); 29:28 (59:40 – EST) 

Stimmen nach dem Spiel: 

Philipp Pöter (DHfK):

„Wir haben uns in der ersten Halbzeit provozieren und von unserem Weg abbringen lassen. Wir haben in der Kabine deutliche Worte zur Halbzeit gesprochen, um uns endlich auf unser Spiel zu konzentrieren.“ 

Karsten Günther (DHfK):

„Wir haben vom Hallensprecher die gelbe Karte für den gegnerischen Trainer kommentiert. Das darf er nicht. Hat er abgestellt. Alles gut. Punkt … Die Schiedsrichter versuchen ihren Job zu machen, hier war Druck auf dem Kessel und Punkt.“ 

Ulrich Streitenberger (DHfK):

„Wille, Leidenschaft und die bessere Überzeugung am Ende und wir haben gewonnen. Wir waren das bessere Team, aber sind spielerisch nicht besser als alle anderen Mannschaften. Aber wir können zusammen als Team auch die Vier-Minuten-Strafe am Ende gut überstehen.“ 

Lukas Binder (DHfK):

„Es ist geil, solche Spiele zu gewinnen. Solche Spiele gewinnt man eher emotional und wenn man als Team zusammen steht. Das haben wir in der ersten Halbzeit schlecht gemacht und da nehme ich mich auch nicht raus mit meinem Ausraster, wo ich zwei Minuten kriege. War berechtigt, darf aber nicht passieren. In der zweiten Halbzeit haben wir alles deutlich besser gemacht.“ 

Felix Storbeck (DHfK):

„Mit so einer Halle haben wir am Ende die notwendigen Emotionen aufs Feld gebracht. Und am Ende kommen Leute von der Bank, springen in die Bresche und geben ihren Teil dazu, wir rocken das Spiel und wir gewinnen einfach als Mannschaft. Wir sind zusammengeschweißt als Mannschaft und haben Oehles 4 Strafminuten wunderbar gelöst. Letztendlich ist es schei.. egal wie, aber wir haben gewonnen. Das sind Spiele, die Dich als Mannschaft zusammen schweißen.“ 

Christian Prokop (DHfK-Trainer):

„Die Abwehrleistung in der ersten Hälfte ist eine Folge aus der schwachen Angriffsleistung … Ein Sieg vom Kampf, Wille her und in Verbindung mit dem Publikum … Diesmal wurde es in der Pause auch von mir lauter … Vier Minuten Unterzahl bei Oehle, da schwinden deutlich die Siegchancen im Kopf. Durch unglaubliche Laufarbeit konnten wir den fehlenden Mann kompensieren … Eisenach war schon auf der sicheren Siegerstraße vom Kopf her … Das enge Rennen am Ende ist dann für uns ein mentaler Vorteil. Siege in Vier-Punkte-Spielen gegen Nordhorn oder Eisenach sind besonders wichtig.“ 

Velimir Petkovic (Trainer ThSV Eisenach:

„Dieses Spiel muss anders ausgehen. In der ersten Halbzeit kommt Leipzig mit unserem Spiel nicht klar, da hätten wir mit acht Toren führen müssen. In der zweiten Halbzeit haben wir Fehler gemacht und dann ist das Publikum da. Im Finish stehen bei uns international erfahrene Leute auf der Platte, doch einige haben die Hosen voll. Deshalb habe ich meiner Mannschaft nach dem Spiel in der Kabine harte Worte gesagt. Jetzt habe ich einige Gegner mehr, aber das ist mir egal. Einige meiner Spieler waren bisher gewohnt, dass sie machen, was sie wollen. Ich mag meine Spieler, meine Mannschaft hat Qualität. Aber ab jetzt wird nichts mehr sein, wie es war. Ich will Spieler, die machen, was ich will. Und ich bin nicht nach Eisenach gekommen, um die nächsten zwei, drei Jahre zweite Liga zu spielen. Leipzig hat super gekämpft und taktische Disziplin gezeigt. Diese Mannschaft wird sicher aufsteigen.“ 

Statistik: 

SC DHfK Leipzig gegen ThSV Eisenach 29:28 (10:15) 

SC DHfK Leipzig: Storbeck, Tovås; Semper, Emanuel 5, Krzikalla 3, Pöter 6/3, Oehlrich, Binder 4, Roscheck, Weber 9/2, Milosevic 2, Pechstein 

ThSV Eisenach: Villadsen, Gorobtschuk; Elisson 4/3, Wöhler 3, Jurdžs 2, Jónsson 4, Luther 2, Forstbauer, Schliedermann, Hansen 1, Heinemann 4, Lilienfelds 5, Koloper 3 

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