Empor Rostock nach 6-Tore-Aufholjagd mit Sieg in Dormagen

Empor Rostock nach 6-Tore-Aufhojagd mit Sieg in Dormagen - Patrik Hruscak (im Ballbesitz) mit acht Treffern - Foto: HC Empor Rostock
Empor Rostock nach 6-Tore-Aufhojagd mit Sieg in Dormagen – Patrik Hruscak (im Ballbesitz) mit acht Treffern – Foto: HC Empor Rostock

 

26.04.2015 – Empor Rostock / SPORT4Final / Frank Zepp:

Empor Rostock siegt mit großartigem Kampfgeist im Kellerduell gegen Dormagen

Am Samstagabend konnte der HC Empor Rostock einen wichtigen Auswärtserfolg im Kampf um den Klassenerhalt einfahren. Im direkten Duell mit dem TSV Bayer Dormagen (17.) durfte die Mannschaft von Aaron Ziercke einen 26:25-Sieg bejubeln. Durch den Erfolg bleibt der HC Empor weiterhin 14. der zweiten Handball-Bundesliga.

In einer ausgeglichenen Anfangsphase eröffnete Kreisläufer Alexander Kübler bereits nach 50 Sekunden das Spiel, konnte zum 1:0 für den Gastgeber einnetzen. Während Kübler auch mit der ersten gelben Karte der Partie (3.) sowie dem Treffer zum 2:1 (4.) auf sich aufmerksam machen konnte, war es auf Seiten von Empor Rostock vor allem Patrik Hruscak, auf den die Blicke zu Beginn gerichtet waren. Der slowakische Nationalspieler musste als erster Akteur mit einer Zeitstrafe das Parkett verlassen (6.) und konnte den Treffer zur zwischenzeitlichen 3:2-Führung (9.) erzielen, bevor er eine weitere Zwei-Minuten-Strafe (13.) gegen sich ausgesprochen bekam.

Die Zuschauer sahen bis zur 17. Minute (5:5) einen offenen Schlagabtausch im TSV Bayer Sportcenter. Erst in der Folge konnte sich eines der Teams absetzen. Dormagen sollte sich nach mehreren Fehlversuchen von Empor erstmals eine Zwei-Tore-Führung (7:5, 19.) erarbeiten. Ein Vorsprung, den der Turn-und Sportverein bis zur Halbzeit um einen weiteren Treffer erhöhen konnte. Mit einer 11:8-Pausenführung ging es für den TSV Bayer Dormagen in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel sollten die Hausherren ihren Vorsprung weiter ausbauen: Bayer erwischte einen Traumstart und konnte bis zur 35. Minute auf eine Sechs-Tore-Führung (14:8) stellen. Der HC Empor steckte dennoch nicht auf: Empor-Coach Ziercke reagierte mit einer Auszeit und fand die richtigen Worte. Seine Mannschaft sollte trotz einer Disqualifikation (36.) gegen Roman Becvar besser in Fahrt kommen. Vor allem Tom Wetzel und der bereits angesprochene Hruscak ließen den HC Empor wieder Hoffnung schöpfen. Beide Rückraumakteure erzielten zwischen der 36. und der 47. Spielminute insgesamt sechs Tore, hatten maßgeblichen Anteil daran, dass die Gäste ausgleichen konnten (18:18). Der TSV konnte zwar erneut zurückschlagen und mit zwei Treffern in Front gehen (20:18), doch Empor blieb standhaft. Nach Wetzels Treffer zum 22:21 (54.) sollte der HC Empor Rostock die Führung bis zum Ende der Partie nicht mehr aus der Hand geben, so dass die Rostocker mit 26:25 gewinnen konnten.

Trainerstimmen zur Partie:

Aaron Ziercke (HC Empor Rostock): „Wir haben zwischenzeitlich mit fünf, sechs Toren zurückgelegen. Ich hatte schon ein bisschen die Befürchtung, dass es so abläuft wie bei den letzten Auswärtsspielen. Dann haben wir die Abwehr umgestellt und Dormagen hat in der Folge mehrere technische Fehler gemacht und klare Chancen nicht genutzt. Wir sind dadurch wieder in die Partie reingekommen. Bis zum Ende stand es Spitz auf Knopf. Natürlich freue ich mich, dass wir doch noch gewonnen haben, aber auf der anderen Seite tut es mir auch ein bisschen für Jörg und den TSV Bayer Dormagen Leid. Ich hoffe, dass ich nach der Saison mit Jörg telefonieren und sagen kann, dass wir beide den Klassenerhalt geschafft haben.“

Jörg Bohrmann (TSV Bayer Dormagen): „Wir haben so viel investiert, vierzig Minuten lang eine tolle Partie abgeliefert. Dann kam ein Bruch in unser Spiel und wir haben Hruscak nicht mehr in den Griff bekommen. Es tut mir für meine tolle Mannschaft und die Fans unglaublich Leid. Jeder hat gesehen, dass alle Spieler alles gegeben haben. Ich bin einfach nur tief enttäuscht über das Ergebnis. Vielleicht gibt es noch eine Sensation, aber ich weiß es nicht. Versprechen kann ich nur, dass wir auf jeden Fall weitermachen werden.“

Empor Rostock: Porath, Kominek – Becvar 1, Meuser, Hövels, Dehtloff 1, Barten, Gruszka 3, Flödl 1, Wetzel 6, Sadewasser, Papadopoulos 6, Hruscak 8, Zemlin Siebenmeter: Rostock 5/6, Dormagen 3/5 Strafminuten: Rostock 14 (inkl. DQ Becvar), Dormagen 12

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