HC Leipzig – mit personellem (Qualitäts)-Umbruch künftig wieder auf Titelkurs ?

Fakt ist: Nach dem verlorenen Topspiel letztes Wochenende beim deutschen Meister Thüringer HC ist für den HC Leipzig in dieser Spielzeit noch alles möglich. Zwei nationale und ein internationaler Titel! Auch die dritte titellose Saison in Folge.

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Der personelle Umbruch beginnt: Mit neuem Cheftrainer wurde eine Rückraumspielerin konsequenterweise verpflichtet. Denn die Leipziger Probleme liegen nicht erst seit dieser Saison im Rückraum bzw. Positionsangriff. Nur eine torgefährliche Werferin aus 10 Metern mit Jungnationalspielerin Hubinger ist für höhere Maßstäbe und Aufgaben nicht konkurrenzfähig.

Die Leistung auf der Spielmacherposition stagniert und korreliert mit dem Positionsangriff. Sichere, dynamische Spiel- und Passfolgen sowie vorhandene wurftechnische Feinheiten werden zu wenig gezeigt.

Die Abwehrformation ist das Prunkstück des HC Leipzig: Mit einer Weltklassetorhüterin, Deutschlands Handballerin des Jahres 2012 Katja Schülke, kann ein dynamisches 6:0-Bollwerk gestellt werden – wenn Kampf, Einstellung und Wille stimmen. Der sich anschließende Tempogegenstoß kann Spiele vorentscheiden. Spitzenteams haben eine zweite sehr gute Torhüterin – der HCL nicht. Auch dies kann sich noch in Playoff- oder Finalspielen entscheidend auswirken.

Am Kreis mit drei deutschen Nationalspielerinnen scheint noch Leistungspotential entwickelbar zu sein. Sicherlich ohne Notwendigkeit eines personellen Umbruchs.

Ein ausgeglichener Etat ist in gegenwärtigen wirtschaftlichen Zeiten Gold wert. Dass sich der deutsche Rekordmeister aus Leipzig aus kaufmännischer Sicht nicht übernimmt, ist auch seit Jahren bemerkenswert. Mit dem Abbau von personeller Quantität und über diesbezüglichen Qualitätszugewinn kann auf künftigen Titelkurs eingeschwenkt werden. Zum Glück ist ja auch noch in der laufenden Saison alles möglich …  

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