SC DHfK Leipzig verliert in Nordhorn 21:27 (10:14)

22.09.2013 – PM:

Vor dem Spiel hatte Christian Prokop gewarnt: „Nordhorn ist eine eingespielte und abgeklärte Mannschaft.“ Das sollte sich schnell bewahrheiten, denn bereits in der 7. Minute musste der DHfK-Cheftrainer nach verschlafener Anfangsphase die erste Auszeit für einen Weckruf nehmen. Da stand es bereits 0:4 – die heimstarken Gastgeber hatten alles im Griff. Es dauerte nochmals bis zur 9. Minute, ehe Max Emanuel das erste Leipziger Tor zum 1:4 schaffte, erst in der 14. Minute fiel das zweite durch Alexander Feld zum 2:5. Trotz der weiterhin schlechten Chancenverwertung konnte sich der SC DHfK fangen und bis zur 23. Minute einen 2-Tore-Abstand halten (7:9 Philipp Weber). Nordhorn ließ sich aber nicht beeindrucken. Mit dem starken Rückhalt Björn Buhrmester im Tor zurrten die Niedersachsen bis zur Halbzeit den Vier-Tore-Vorsprung wieder fest (10:14).

Vielversprechender der Start für Leipzig in die zweite Halbzeit: Nach den beiden Toren von Rico Göde und Philipp Weber waren die Gäste wieder dran (12:14, 33. Minute). Doch Hektik, zahlreiche Ballverluste und unnötige Zeitstrafen machten das Spiel für die ohnehin souverän auftretenden Nordhorner wieder leicht. Beim 13:19 (39. Minute) betrug der Rückstand erstmals sechs Tore. Auch der Wechsel im Leipziger Tor (Henrik Ruud Tovas für Gabor Pulay, 40. Minute) brachte den Gastgeber nur kurzfristig aus der Ruhe. Nach drei Paraden kassierte der norwegische National-Torhüter das erste Tor – 17:21 (46. Minute). Als Philipp Weber nach einer Abwehraktion Rot sah (50. Minute) und Nordhorn wenige Sekunden später auf 18:23 erhöhte, war das Spiel entschieden. Zu diesem Zeitpunkt hatte auch Rico Göde nach Rot (drei Zeitstrafen) bereits die Platte verlassen.

Stimmen:

Karsten Günther: „Gratulation an Nordhorn, das war beeindruckend! Die haben wie ein Uhrwerk gespielt, eiskalt unsere Fehler bestraft. Mit unserer katastrophalen Chancenverwertung haben wir es ihnen zudem leicht gemacht. Auf allen Positionen – die Torhüter ausgenommen – war heute Luft nach oben. Es gibt noch viel Arbeit, aber wir haben auch gesehen, wo wir ansetzen müssen. Nächste Woche bekommen wir in Saarlouis die Gelegenheit, es besser zu machen.“

Christian Prokop: „21 Tore sind zu wenig. Wir haben einfach zu viel weggelassen. Mit der Unsicherheit haben auch die Abspielfehler zugenommen. Das nutzt eine abgezockte Mannschaft wie Nordhorn natürlich aus.“

HSG Nordhorn-Lingen: Buhrmester (TH), Bartels (TH), Verjans 4, Schumann 1, Mickal 2, Miedema, Meyer, Schagen 6, Poll, Trodler 4, Terwolbeck 1, de Boer 1, Wiese 8

SC DHfK Leipzig: Pulay (TH), Tovas (TH) – Emanuel 2, Streitenberger, Krzikalla, Binder 1, Jonsson 4, Gerlich 3, Boese, Weber 3, Prokopec 3, Feld 2, Göde 2, Seitle 1 

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