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Handball Champions League EHF Final4: FC Barcelona souveräner Sieger. THW Kiel nur Vierter

Handball Champions League EHF Final4: FC Barcelona – Foto: EHF Media

 

31.05.2015 – EHF Final4 / SPORT4Final / Frank Zepp:

Handball VELUX EHF Champions League Final4:  Finaltag

Spiel um Platz 3:

KS Vive Tauron Kielce  vs. THW Kiel  28:26 (12:12)

Finale:

FC Barcelona vs. MKB-MVM Veszprém  28:23 (14:10)

SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp berichtet live aus Köln.

Deutschland mit der „stärksten Liga der Welt“ „muss“ nach drei Erfolgen in Serie durch den THW Kiel (2012), HSV Handball (2013) und der SG Flensburg-Handewitt (2014) den wichtigsten Vereinstitel nach Spanien „abgeben“: Der FC Barcelona gewann nach einem souverän geführten Finale gegen MKB-MVM Veszprém seinen achten Titel in der Champions League. Veszprém ist nach 2002 zum zweiten Mal Europas Vize.

Für Siarhei Rutenka, der seinen sechsten Titel in der Königsklasse mit dem dritten Club gewann, war am SPORT4Final-Mikro dieser Erfolg „logisch“: „Wir haben den besten Spieler mit Nikola Karabatic, den besten Torhüter mit Danijel Saric und sind am Ende das beste Team in Köln.“ Bester Torschütze der Champions-League-Saison wurde Momir Ilic von Veszprém.

Nikola Karabatic (FC Barcelona) – Foto: EHF Media

Neben dem großartigen, überlegenen Erfolg der Katalanen wird die von Nikola Karabatic initiierte Diskussion einer Reform des Champions League Final4 die EHF und die Fans weiter beschäftigen. Im Interesse der Gesundheit und Chancengleichheit der Sportler wäre ein Ruhetag zwischen dem Halbfinale und Finale einzuplanen. So wie dies schon länger bei Welt- und Europameisterschaften der Fall ist: Freitag ist Halbfinaltag und Sonntag der Tag der Entscheidungen.

 

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Im Bronzemedaillen-Match war der THW Kiel lange ein gleichwertiger Gegner. Der deutsche Meister ging letztmalig in der 47. Minute durch Marko Vujin mit 21:20 in Führung. Aber in der Crunch-Time zog Kielce mit 26:22 (56.) vorentscheidend davon. Wie schon im Halbfinale waren es Konzentrations- und Abstimmungsprobleme im Angriff sowie die fehlende, früher vorhandene, Fähigkeit, Rückstände gegen Spielende durch eine Tempoverschärfung auszugleichen oder sogar das Match erfolgreich ins Ziel zu bringen. Beim THW Kiel passte als Team nicht jedes „Rädchen“ zueinander. Auch oftmaliges Reklamieren von Schiedsrichterentscheidungen durchbrach manchmal den eigenen Spielfluss. Der THW Kiel hat den Kontakt zur unmittelbaren europäischen Spitze verloren.

Im Finale konnte der ungarische Titelträger MKB-MVM Veszprém speziell in der Abwehr nicht das Tempo und die Wege aus dem Halbfinale gegen Kiel gehen. Kräftemäßig unterlegen und angesichts fehlender gleichstarker Alternativen im Rückraum musste das Angriffsspiel zusehends auf Momir Ilic (5 Tore – 38 Prozent) und Kapitän Laszlo Nagy (8 Tore – 50 Prozent) zugeschnitten werden. In der Wurfeffizienz (68:51 Prozent) lag der zweite große Unterschied zwischen beiden Teams, da die Torhüter jeweils 12 Paraden zeigten. Angetrieben von Nikola Karabatic (6 Tore – 60 Prozent) und Raul Entrerrios (4 Tore – 66 Prozent) agierte der neue Primus kompakter im Angriff und als Team insgesamt. Trotz ständigen Rückstandes (19:14 – 39.) gelang es Veszprém beim 19:17 (43.) auf Tuchfühlung zu kommen. Aber durch drei technische Fehler in drei aufeinanderfolgenden Angriffen wurde die große (letzte?) Chance auf eine Spielwende vergeben. Barcelona zog, analog des Semifinals gegen Kielce, in den zehn Schlussminuten ein souveränes sowie fast fehlerfreies Spiel auf. Der spanische „Siegeszug“ konnte nicht mehr gestoppt werden und Kapitän Victor Tomas (5 Tore – 100 Prozent) erzielte den letzten Treffer zum 28:23-Endstand. Der Topfavorit vor dem EHF Final4 siegte in eindrucksvoller Manier und drückte dem Turnier seinen Stempel auf.

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