Handball Final Four 2013: Wahrer Held Andersson und Bitters fehlende Fairness

Final Four 2013 in Hamburg – Halbfinale

Zuallererst möchte ich meinen geneigten SPORT4Final-Lesern schweren Herzens mitteilen, dass aus meinem Final Four LiveDabei-Erlebnis kurzfristig wegen einer Erkrankung nichts wurde. Ich konnte am Samstag meine Reise nicht antreten und wurde medizinisch zum Fernsehen „verurteilt“. Insofern gibt es also von mir keine Live-Spielberichte sondern nur eine Kolumne von beiden Tagen. LEIDER – TUT MIR ECHT LEID!

Meine Eindrücke aus dem ersten Halbfinale zwischen der SG Flensburg-Handewitt und dem HSV Hamburg (26:25 n.V.) möchte ich folgendermaßen in Kurzthesen zusammenfassen:      [private]

1. Flensburg mit dem wahren Helden des Spiels, Torhüter Andersson, der 22 Feldwürfe und zwei Siebenmeter hintereinander hielt bei einer insgesamt 50-%-Fangquote, war für mich der verdiente Sieger. Mit besserer Spielanlage und weniger Diskussionen über Schiedsrichter-Entscheidungen sorgte auch die sportliche Fairness für ein Flensburger Übergewicht.

2. Über die sportliche Fairness des Hamburger Keepers Bitter bin ich noch Stunden später nach dem Spielende bitter enttäuscht. Glandorfs Wurf in der letzten Minute der regulären Spielzeit parierte Bitter erst hinter der Linie. Er sah mit seinen eigenen Augen, die Schiedsrichter wohl nicht, dass der Ball die Torlinie überschritten hatte. Bitter hätte mit sportlichem Anstand und Fairness die Schiedsrichter um Korrektur ihrer Entscheidung bitten können. Er tat dies nicht, der HSV wäre in Rückstand geraten, und sorgte in meinen Augen für den „negativen Farbtupfer“ des spannenden Halbfinales.

3. Spannend und mit großartigem, grenzwertigen Körpereinsatz war das Spiel allemal. Gutklassig und mit vielen Qualitätsszenen eher nicht. Der hochdramatische Kampf stand im Vordergrund. Auch viele Fouls, Frei- und Fehlwürfe bei der Bedeutung eines solchen Halbfinals.

4. Diesem Spielniveau passten sich leider auch mit vielen strittigen Entscheidungen die erfahrenen Schiedsrichter Fleisch und Rieber an. Das nicht gegebene Tor in der 60. Minute, viele unsichere Foulbeurteilungen sowie demzufolge die ständigen Diskussionen zeugten nicht gerade von einer guten und reifen Schiedsrichterleistung.

5. Im Finale am Sonntag könnte Flensburg die Kieler Träume vom Pokal-Titel-Hattrick platzen lassen. Der Titelverteidiger konnte sicherlich beim klaren 35:23-Erfolg über Außenseiter Melsungen sowohl Kräfte als auch Nervenpotential sparen. Trotzdem ist dieses Finale für mich ein Spiel auf „Augen- und Qualitätshöhe“ der zurzeit besten deutschen Vereinsmannschaften.

Auf zum großen Endspiel mit finalwürdigen Spiel- und Schiedsrichterleistungen.  [/private]

Kommentar verfassen